Rhönsprudel-Biosphärencamp 2019: Kinderreporterin Lara berichtet

RS-Biosphärencamp 2019
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Die FULDA AKTUELL-Kinderreporterin Lara Axt beschreibt, wie ihr das diesjährige Rhönsprudel-Biosphärencamp gefallen hat.

VON LARA AXT

Rhön. Zum zehnten „RhönSprudel Biosphärencamp“ waren wieder 36 Kinder im „Ludwig-Wolker-Haus“ eine Woche lang unterwegs. Die „Fulda aktuell“-Kinderreporterin Lara Axt (12) schildert in ihrem Bericht, wie es ihr gefallen hat.

Tag 1: Als erstes stellte jeder sein Gepäck ab und lies sich einen Namensbutton machen. Um 12 Uhr ging es dann los. Wir gingen in den Hof des „Ludwig-Wolker-Hauses“ und wurden herzlich von den beiden Rangern Joachim und Arnold, „Rhönsprudel“, dem Hausteam und den Teamern Nadine, Lisa, Chantal und Jonas begrüßt. Uns wurde erzählt, dass es das Camp nun schon zehn Jahre gibt, und dass die Ranger schon 25 Jahre in ihrem Amt aktiv sind. Nach der Begrüßung mussten wir uns von unseren Eltern verabschieden. Danach ging es in den Speisesaal und es gab Mittagessen.

Im Anschluss gingen wir nach Draußen und wir machten Kennenlernspiele. Als es anfing zu regnen gingen wir rein und spielten dort weiter. Dann kam wohl das Wichtigste für den Tag: Die Zimmerverteilung und die Regeln wie wir miteinander umgehen. Nachdem jeder – soweit ich das beurteilen kann – mit seinem Zimmer zufrieden war, bezogen wir diese. Wir sind dann wieder raus gegangen und haben noch ein paar Spiele gespielt. Dann hatten wir ein wenig Freizeit und um 18 Uhr gab es Abendessen. Um 18.50 Uhr trafen wir uns dann zur Nachtwanderung auf dem Stellberg. Wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt und haben das Tarnverhalten von Tieren nachgespielt. Unsere Ranger erklärten uns anhand von Fichtenzapfen, welches Tier daran gefressen hat und woran man dies erkennt. Das fand ich echt spannend. Nach einer Weile erklärte uns der Ranger Joachim viel über das Biosphärenreservat. Danach spielten wir ein Reflexspiel. Etwas später kamen wir an ein Geröllfeld. Hier wurde uns erklärt, aus welchem Gestein es besteht. Auch Informationen über Fledermäuse erhielten wir. Ganz am Ende gab es eine Mutprobe: Ohne Taschenlampe und ganz alleine musste jeder ein Stück durch den Wald laufen. Nachdem jeder diese Mutprobe bestanden hatte, gingen wir zurück. Dann war Nachtruhe.

Tag 2: Um 8 Uhr wurden wir geweckt und um 8.30 Uhr gab es Frühstück. Um 9.30 Uhr haben wir uns im Seminarraum getroffen und spielten Spiele wie „Menschenmemory“, „Nachts im Museum“ oder „Gordischer Knoten“. Dann hatten wir etwas Freizeit und um 10.30 Uhr trafen wir uns zur Lama-Wanderung. Wir wurden in Vierergruppen aufgeteilt und jede Gruppe erhielt ein Lama. Von Johannes, dem Lamabesitzer, wurden wir eingewiesen und dann ging es auch schon los. Wie wir recht schnell bemerken durften, waren die Lamas sehr verfressen. Sie blieben einfach stehen und fraßen von den umliegenden Bäumen oder den Wiesen. Nach einer Weile machten wir eine Pause und spielten Tierpantomime. Außerdem erzählte uns der Ranger Joachim noch eine Geschichte von einem Douglasienzapfen. Zum Mittagessen sind wir in die „Milseburgstube“ gewandert, haben die Lamas draußen angebunden und dann konnten wir dort lecker essen. Danach wanderten wir weiter und um 15.30 Uhr kamen wir in unserer Herberge an, wo wir uns von den Lamas verabschieden mussten. Die Wanderung hat allen Spaß gemacht. Um 17 Uhr trafen wir uns dann im Seminarraum und spielten vor dem Abendessen viele Spiele. Um 18.45 Uhr trafen wir uns draußen und gingen zum Sportplatz, um ein paar Teamspiele zu machen. Danach gingen wir in den Wald und simulierten die Futtersuche der Eichhörnchen mit Hilfe von Erbsen. Arnold gab Erklärungen dazu. Eichhörnchen sind super intelligent. Sie können sich die meisten Ihrer Verstecke merken. Die Zeit verging draußen so schnell, dass wir uns alle bettfertig machten. Im Seminarraum wurde uns noch eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen. Dann war Nachtruhe, denn am nächsten Tag erwarteten uns weitere tolle Erlebnisse.

Tag 3: Um 8.30 Uhr gab es wie jeden Morgen Frühstück und alle bekamen Freundschaftsarmbänder von der Lamawanderung. Um 9.20 Uhr trafen wir uns im Seminarraum und bekamen eine tolle Präsentation über Quellen in der Rhön und deren Bewohner. Gegen 10.30 Uhr haben wir uns draußen getroffen und sind zu einer Quelle gewandert. Auf dem Weg dorthin haben wir viele Tiere gefangen und untersucht. Sogar einen Grasfrosch. Als wir an der Quelle angekommen waren, durften wir den pH-Wert und die Wassertemperatur messen. Diese Daten gaben wir dann in ein Tablet ein. Jetzt hatten wir noch etwas Zeit, um die Quelle zu untersuchen. Wir fanden sogar Rhönquellschnecken (diese sind sehr sehr selten). Es gibt sie nämlich nur in vier Quellen in der Rhön. Im „Ludwig-Wolker-Haus“ zurück erwartete uns ein leckeres Mittagessen. Es gab Burger und ein Schokodessert. Nach dem Essen hatten wir ein klein wenig Freizeit und dann trafen wir uns um 13.20 Uhr um mit dem Bus zu „Rhönsprudel“ zu fahren. Dort angekommen, wurden wir herzlich von Martin Gärtner begrüßt. Er erzählte uns viel über „Rhönsprudel“, zum Beispiel, dass dort 300 Millionen Flaschen pro Jahr produziert werden. Jeder von uns musste eine Haarhaube und einen weißen Umhang anziehen. Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto ging es mit der Führung los. Als erstes wurden wir durch das Lagerhaus geführt, in welchem uns gezeigt wurde, wie die verschiedenen Paletten transportiert werden. Durch die Automatisierung können dort 120 Lkw pro Tag kommen und Lieferungen abholen.

Dann kam das Highlight der Führung für mich: Die Produktion. Wir konnten sehen wie die Flaschen befüllt und verpackt werden, bis sie als fertiges Produkt ins Lager kamen. Nach dieser tollen Führung gingen wir zurück nach draußen, durften Fragen stellen und die leckeren Getränke probieren. Leider mussten wir dann auch schon wieder zurück. In der Jugendherberge angekommen, trafen wir uns um 17 Uhr und wurden in Sechsergruppen eingeteilt, um uns jeweils eine Aktivität für einen bunten Abend zu überlegen. Wir bekamen dafür Zeit bis zum Abendessen. Danach trafen wir uns im Seminarraum zum bunten Abend. Es gab eine „informative Tagesschau“, einen spannenden „Tatort“-Krimi und eine Runde Promi-Raten. Um 19.55 Uhr gab es eine spannende Präsentation über Fledermäuse von Stefan Zaenker. Er zeigte uns auch ausgestopfte Fledermäuse und ein Federmausskelett. Danach ging es zur Fledermauswanderung. Wir liefen eine Runde um das „Ludwig-Wolker-Haus“ und konnten mit Frequenzumwandlern die Fledermäuse hören. Das fanden wir total spannend. Leider konnten wir keine Fledermäuse fangen, aber dafür haben wir ganz viele gesehen und auch gehört. Gegen 22 Uhr gingen wir zurück und dann war es Zeit, sich bettfertig zu machen. Wir konnten noch 15 Minuten reden, aber alle hatten sich noch so viel zu erzählen, dass es länger dauerte.

Tag 4: Wie immer gab es um 8.30 Uhr Frühstück und um 9.20 Uhr haben wir uns draußen getroffen, um mit dem Bus zur Wasserkuppe zu fahren. Im Bus erzählten uns die Ranger viel über die Wasserkuppe. Dort angekommen sind wir zur Rangerstation gelaufen. Joachim erklärte uns mit einer schönen Präsentation die Aufgaben und Verantwortungen eines Rangers und auch, ab wann ein Biosphärenreservat ein solches ist. Nach einer Fragerunde schauten wir einen Film über die Tiere, die in der Rhön leben. Wir gingen dann in ein Stück Wald. Dort gab es eine ausgestopfte Wildkatze. Unser Ranger Arnold erklärte uns einiges zu den Wildkatzen. Anschließend ging es zum Fliegerdenkmal. Kurz davor gab es noch eine Mutprobe. Wir bekamen alle Augenbinden und mussten uns in einer Reihe Schulter an Schulter festhalten. Ganz vorne in der Schlange war unser Teamer Jonas, der auch eine Augenbinde anhatte. Er musste den Geräuschen einer Glocke folgen. Damit steuerte er uns quasi. Wir wurden so also blind auf die Abtsrodaer Kuppe geführt. Nach dieser Mutprobe machten wir ein Gruppenfoto am Fliegerdenkmal. Nach einer kurzen Pause wanderten wir weiter zum Radom. Von dort hatten wir einen tollen Ausblick.

Danach gingen wir zum Restaurant „Weltensegler“ auf der Wasserkuppe, nicht ohne sich noch einmal die Wetterstation anzuschauen. Im Restaurant angekommen gab es für jeden Spagetti Bolognese und ein Eis. Nach dem leckeren Essen führte uns Lara Bach über den Flugplatz und zeigte uns, wie ein Segelflieger funktioniert. Danach ging es mit dem Bus zu dem „Erlebnisbauernhof Feuerloch“, wo wir von Maria begrüßt wurden. Sie erzählte uns die Geschichte des Bauernhofes. Wir durften dann fast alleine Pizza, Brot, Kuchen und Plätzchen backen. Das hat uns allen Spaß gemacht. Natürlich aßen wir dann alles, außer den Plätzchen und unserem Brot, was jeder von uns für sich backen durfte. Wir bedankten uns herzlich bei Maria und fuhren dann zurück zum „Ludwig-Wolker-Haus“. Dort mussten wir schon einmal grob unsere Zimmer aufräumen und unsere Sachen packen, denn am nächsten Tag ging es ja leider schon nach Hause.

Nachdem dies erledigt war gingen wir zusammen in den Wald und wurden in Gruppen aufgeteilt um aus Natumaterialien Kugelbahnen zu bauen, welche wir im Anschluss testeten. Das hat allen Spaß gemacht. Um 20.15 Uhr trafen wir uns dann im Seminarraum, um den nächsten Tag zu besprechen. Wir durften dabei noch unsere Plätzchen vom „Feuerloch“ naschen und die Reste vom Kuchen und der Pizza. Danach mussten wir leider ins Bett.

Tag 5: Am letzten Tag waren viele von uns schon sehr früh wach, um Ihre Koffer zu packen und die Zimmer zu fegen. Um 8.30 Uhr gab es unser letztes leckeres Frühstück. Wir spielten anschließend ein paar Spiele. Währenddessen kamen die Falkner. Sie brachten einen Rotmilan, einen Uhu, einen Wüstenvogel und einen Falken mit. Wir bekamen sehr viel über die Vögel erklärt und durften auch Fragen stellen. Um 11.30 Uhr trafen wir uns dann im Seminarraum und jeder sollte sagen, wie er das Camp fand. Die Meinungen waren alle positiv. Jeder fand das Camp total spitze. Die Lamawanderung gefiel den meisten am besten.

Um 12.30 Uhr kamen dann schon die ersten Eltern. Wir gingen zusammen zum Grillplatz. Dort hielten wir für die Eltern einen selbstgeschriebenen Rückblick vom Camp. Nach dem Rückblick bekam jeder von uns eine Teilnehmerkurkunde und eine Tasche mit kleinen Geschenken. Jetzt gab es lecker gegrillte Bratwürste mit verschiedenen Salaten und Brötchen. So ließen wir den letzten Tag ausklingen und fuhren nach Hause. Das tolle Biosphärencamp 2019 ging damit zu Ende.

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