Richtfest für ein herausragendes Projekt: Landkreis investiert 12,5 Millionen Euro für Azubikampus auf dem Lioba-Areal

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Am heutigen Donnerstag wurde auf dem Lioba-Areal Richtfest gefeiert. Der Landkreis Fulda investiert rund 12,5 Millionen Euro für den Azubiskampus.

Fulda - Ein großer Tag für ein herausragendes Projekt: 100 Handwerker und Gäste feierten Richtfest für den Azubikampus auf dem Areal des früheren Liobaheimes. Rund 12,5 Millionen Euro investiert der Landkreis Fulda für ein bundesweit einmaliges Projekt: Zentral und im Grünen werden am Rande des Schlossgartens 120 Auszubildende wohnen können. Betreut und begleitet werden die jungen Menschen durch den Kolping-Diözesanverband Fulda, der die Jugendwohnanlage unter dem Namen „pings“ betreibt. Im Laufe des nächsten Jahres startet der Bezug der Immobilie.

Bis 2011 war das Liobaheim das Zuhause von 120 Seniorinnen und Senioren, die im September in einen Neubau umzogen. Danach hatte die Immobilie verschiedene vorübergehende Mieter: Bis Ende 2013 wohnten dort die Senioren des Erna-Hosemann-Hauses der Arbeiterwohlfahrt, bis deren Neubau fertiggestellt war. Danach war die Liegenschaft Übergangsbleibe für Büros des Generalvikariats, das damals energetisch saniert wurde. 2015/2016 waren etwa 30 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge dort untergebracht. Außerdem waren einige Wohnungen über mehrere Jahre an das Studentenwerk Gießen vermietet. Die Überlegungen des Landkreises, wie das Areal, genutzt werden könnte, mündeten schließlich in einen einzigartigen Plan: Der Kolping-Diözesanverband und der Landkreis Fulda beschlossen, gemeinsam das Projekt Jugendwohnen zu realisieren. Ende 2016 wurden die Verträge zwischen dem Landkreis und Kolping unterzeichnet, und die Planungen nahmen Fahrt auf. „Zunächst wurde analysiert, welche Gebäude für das Konzept Jugendwohnen nutzbar sein würden und welche nicht“, schildert Markus Reichel, Regionalmanager Fulda im Gebäudemanagement des Kreises. Rasch sei klar gewesen, dass ein großer Teil des Bestandes umgebaut und verändert werden muss. Ein Querbau in zum Innenhof musste komplett weichen. „Die Räume waren sehr verwinkelt und klein. Der Abriss war wirtschaftlicher als ein Umbau“, sagt Jürgen Obermeier, Leiter des Gebäudemanagements. In einem öffentlichen Vergabeverfahren wurden die Architekten Trapp&Wagner (Hünfeld) ausgewählt und mit den Planungen beauftragt.

Alle weiteren Fachplanungsbüros stammen ebenfalls aus der Region. Ab Frühjahr 2017 begannen die Rückbauarbeiten. Das Gebäude wurde komplett entkernt, das Dach entfernt, die Fußböden wurden freigelegt. „Im Endeffekt blieb ein Rohbau stehen, der auf der Grundsubstanz des ursprünglichen Gebäudes von 1892 wieder neu aufgebaut wurde“, sagt Markus Reichel. Im Winter 2017/18 waren Rückbau und Entkernungsarbeiten vollständig abgeschlossen, im Frühjahr 2018 wurde die Baugrube hergerichtet, parallel wurde mit dem Neubau und der Sanierung des Altbaus begonnen. Von Anfang an war klar, dass auch die benachbarte Winfriedschule von der Neugestaltung des Areals profitieren sollte. Entsprechend großzügig ist der Innenhof geplant worden, unter dem sich eine Tiefgarage mit 45 Stellplätzen befindet. Hier finden sich eine Fläche zum Kicken, ein Beach-Volleyballplatz, ein Street-Basketballfeld, ein Tischtennis-Bereich, eine begrünte Sitztreppe und reichlich Raum zum Ausruhen und Entspannen. Der Platz wird als Schulhof für die Winfriedschüler und als Freizeitgelände für die Azubis zur Verfügung stehen. Verantwortlich für die Gestaltung zeichnet dafür das Planungsbüro Elmar Herget (Eichenzell). Aktuell sind die Erd-, Maurer- und Betonarbeiten weitgehend abgeschlossen. Im Alt- und im Neubau sind die Zimmer- und Dachdeckerarbeiten getan, die Installationen sind in vollem Gange, die Trockenbaufirma stellt derzeit Wände, und der Innenputz wird angebracht. 80 Prozent der neuen Fenster sind ebenfalls schon eingebaut.

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