Der Riesenbärenklau: eine gefährliche Pflanze 

Die Herkulesstaude ist auch in unserer Region verbreitet und giftig

Gersfeld - Wer zurzeit in der Rhön spazieren geht oder fährt, der freut sich über zahlreiche Frühlingsboten. Küchenschelle und Schlüsselblume blühen, die Wiesen grünen, und bald werden auch die Obstbäume in voller Blüte stehen. Bei Spaziergängen in der Natur gilt es aber ab sofort auch wieder, vorsichtig zu sein: Nicht alles, was am Wegesrand wächst, ist so harmlos wie es auf den ersten Blick aussieht. In diesen Wochen beginnt die Herkulesstaude, auch als Riesenbärenklau bekannt, zu wachsen.

Noch sind die Pflanzen klein und nicht besonders auffällig, doch bald wird der Riesenbärenklau seinem Namen alle Ehre machen und bis zu vier Meter hoch sein. Von der beeindruckenden Pflanze geht dann eine ebenso große Gefahr aus: Auf der bloßen Haut kann das Gift, das in allen Teilen der Pflanze enthalten ist, großen Schaden anrichten. Bei Berührungen wird die natürliche Hautbarriere zerstört, sodass das UV-Licht der Sonne die Haut ungehindert verbrennen kann. Das Ergebnis sind schmerzhafte Brandblasen, die in vielen Fällen einen Arztbesuch erforderlich machen, zudem können Dämpfe zum Beispiel Übelkeit verursachen.

Tückisch ist, dass unmittelbar nach dem Kontakt noch keine sichtbare Reaktion erkennbar ist. Hat man den Riesenbärenklau angefasst oder hat den Verdacht, dies getan zu haben, sollte man sofort die Sonne meiden. Die betroffene Fläche auf der Haut sollte, auch wenn noch keine Reaktion sichtbar ist, gründlich mit Wasser und Seife abgewaschen werden. Vorsichtshalber sollte man anschließend eine Sonnenschutzcreme aufzutragen. In den nächsten zwei bis drei Tagen sollte dann der Kontakt mit Sonnenlicht vermieden werden. Erkennen kann man den Riesenbärenklau bereits jetzt an den gezackten Blättern, teilweise sieht man einen stark behaarten und purpurn gefleckten Stängel. Besonders auffällig ist zudem das Giftgrün der Blätter.

Wenn man Riesenbärenklau entdeckt oder Fragen hat, sollte man sich an die zuständigen Behörden zu wenden. Im Landkreis Fulda und der Hessischen Rhön sind dies die jeweiligen Gemeinden beziehungsweise die Hessische Verwaltung des „Unesco“-Biosphärenreservats Rhön: Telefon 06654/9612-0, E-Mail: info@br-rhoen.de .

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