Per Roller nach Venedig

Von Andre Kre (17), Daniel Kochwasser (17) und Tobias Bormann (18) Hofbieber/Petersberg. Wir sind Andre Kress (17), Daniel Kochwasser (17) aus

Von Andre Kre (17), Daniel Kochwasser (17) und Tobias Bormann (18)

Hofbieber/Petersberg. Wir sind Andre Kress (17), Daniel Kochwasser (17) aus Hofbieber und Tobias Bormann (18) aus Bckels. Andre macht eine Ausbildung zum Koch im Gasthof Casino (Petersberg) Daniel besucht die FOS und Tobias beginnt am 1. August eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker. Wir haben schon seit Lngerem geplant eine Rollertour zu machen, jedoch wurde erst kurzfristig entschieden, nach Italien zu fahren. Ursprnglich war nmlich Frankreich das Ziel. Die Tour ging vom 2. bis zum 10. Juli dieses Jahres.

Gefahren ist Andre mit einem 50ccm Piaggio Roller und Tobias hat auf seinem Suzuki Motorrad Daniel mitgenommen. Los ging unsere Reise nach Italien am letzten Schultag um 17.30 Uhr. Im Vorfeld gab es einige Probleme, weil Andre eigentlich einen Yamaha aerox auch 50 ccm fhrt. Da dieser aber nicht mehr rechtzeitig funktionstchtig gemacht werden konnte, wurde auf die Schnelle der schon 15 Jahre alte und gebrauchte Piaggio Roller fr 500 Euro gekauft und angemeldet. Dies geschah alles noch am Tag der Abreise.

Los ging die Fahrt Richtung Sden. Erstes Tagesziel war Bamberg Wir zelteten kurz vor der Stadt in einem Feld. Am nchsten Tag sahen wir uns das Viertelfinale der Deutschen Nationalmannschaft in Ingolstadt an, wo wir anschlieend in einem Hotel bernachteten. Bis zu diesem Zeitpunkt war noch ein vierter Jugendlicher dabei, jedoch endschied sich Kevin Brehl (17) am nchsten Morgen, mit seinem Peugot Speedfight Roller (50ccm) die Heimreise anzutreten. Also fuhren wir zu dritt weiter und kamen gegen Mittag in Mnchen an. Nach dem Besuch des Olympiagelndes einschlielich der Besichtigung des Turms, trafen wir Andres Onkel Michael, der uns zum Mittagessen einlud.

Am Abend erreichten wir den nur 10 Kilometer von der sterreichischen Grenze entfernten Tegernsee und zelteten auf einem dortigen Campingplatz. Am nchsten Tag ging es nach Innsbruck und parallel der Brennerautobahn ber die Alpen bis nach Italien. In der Kleinstadt Brixen zelteten wir wieder. Einer der anstrengendsten Tage war der folgende, an dem wir ber eine Strecke von 250 Kilometer bis nach Mestre bei Venedig fuhren. Das war unsere lngste Fahrt, es ging quer durch die Dolomiten und zu allem berfluss gab es noch eine Panne an Andres Roller: Der Tankschlach war abgefallen, jedoch konnte das Problem schnell behoben werden. Vllig erschpft zelteten wir mitten im Feld in der Nhe von Mestre, da wir keinen Campingplatz finden konnten.

Am nchsten Tag gingen wir die Sache etwas ruhiger an: Zuerst besichtigten wir die Altstadt von Venedig und fuhren anschlieend nach Chioggia in ein Campingdorf. Dort gab es einen Sandstrand, an dem wir endlich einmal entspannen konnten. Natrlich wurde auch das Fuballspiel gegen Spanien geguckt. Hier waren viele Deutsche, und deshalb war die Stimmung nach der Niederlage sehr gedrckt. Hungrig und endtuscht machten wir uns mit unserem Gaskocher ein paar Nudeln zum Abendessen. Am Tag darauf wurde entschlossen, langsam wieder Richtung Heimat zu fahren. So fuhren wir nach dem Frhstck bis zu dem ca. 160 Kilometer entfernten Trento und bernachteten an einem in den Bergen liegenden See.

Nach einer langen Fahrt schafften wir es am nchsten Tag ber den Brenner zurck bis nach Deutschland an den Staffelsee kurz hinter Garmisch-Partenkirchen. Schwer motiviert und nur noch 400 Kilometer von Fulda entfernt, ging es am Samstag weiter. Doch dann gab es eine Panne: Der Hinterreifen von Anders Roller war geplatzt. Mitten in Augsburg wurde der Reifen in einer Werkstatt geflickt, platzte jedoch endgltig nach weiteren fnf Kilometern Fahrt.Da es bereits nach 16 Uhr war und alle Werksttten geschlossen hatten, entschied Andre, seinen Roller in Augsburg zu lassen bis er repariert ist. Die beiden anderen Jungen fuhren mit dem Motorrad nach Hause und Andre nahm den Zug, der gegen 20.15 Uhr in Fulda ankam. Die Suzuki von Tobias ging schlielich auch noch kaputt, und er musste sich und Daniel von seinen Eltern etwa fnf Kilometer vor Fulda abholen lassen.

Fazit: Wir sind eine Strecke von ber 2.000 Kilometern gefahren. Das hat uns sehr viel Spa gemacht, war jedoch auch sehr anstrengend. Meistens tat nach nur wenigen Kilometern der Allerwerteste weh und wir mussten oft Pausen machen. Hinzu kam noch, dass Andres Roller nur 50 km/h luft, und so entsprechend langsam voran kam. Meistens musste Andre alleine fahren, weil Tobias mit seinem Motorrad vorfahren musste. Denn die Suzuki hat eine Luftkhlung, die bei einem Tempo von 50 Stundenkilometern nicht richtig arbeiten kann. Wrde er auf Dauer hinter dem Roller bleiben, wrde der Motor der Suzuki berhitzen.

Sehr Nerven aufreibend war es auch teilweise in den greren Stdten, weil wir uns hier oft verfuhren. Das Besondere an unserer Fahrt war, einfach mal etwas anderes zu machen. Es gibt so Viele die mit ihren Eltern und mit dem Auto in den Urlaub fahren, da haben wir uns gedacht wir machen einmal etwas Auergewhnliches und fahren mit dem Roller.

Besonders stolz sind wir auch darauf das der Radiosender you fm unsere Idee so gut fand, dass wir jeden Morgen zwischen 7 und 10 Uhr angerufen wurden und die Neuigkeiten von unserer Tour im Radio bertragen wurden. Uns alle hat diese Fahrt sehr viel Spa gemacht, auch wenn es nicht ganz billig war und auch so einiges schief ging. Schn war es auch einfach mal, die verschiedensten Landschaften zu sehen und zu durchfahren. Wir sind jetzt schon fest entschlossen, in den Herbstferien wieder unterwegs zu sein.

bringens sind wir keine Rollerboys sondern die Bude. Die Bude ist ein Jugendtreff in Langenbieber. xD

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