Rückkehr in die Rhön: Willi Schmidt bringt Urrind in die Region zurück

1 von 20
2 von 20
3 von 20
4 von 20
5 von 20
6 von 20
7 von 20
8 von 20

Willi Schmidt, der Rinderflüsterer aus der Rhön, bringt die Urrinder in die Region zurück.

Ebersburg. Eine vermeintlich leere Weide in Seiferts. Tiefer Nebel liegt auf der Wiese. Doch dann tauchen Schatten aus dem Nebel auf. Es sind die Auerochsen von Willi Schmidt. Der Rinderflüsterer aus der Rhön hat sich zur Aufgabe gemacht, diese Urrinder-Art wieder zu züchten. „Der Auerochse ist ein in der Wildform ausgerottetes Rind. Und gehörte einst in unsere schöne Rhön“, so Schmidt. 1920 entschlossen sich die Brüder Heinz und Lutz Heck, die ausgestorbenen Auerochsen zurück zu züchten. Durch die Rückkreuzung mit verschiedenen urtümlichen Rinderrassen wurde der Auerochse so wieder zum Leben erweckt. Schmidt, auch als „Yakwilli“ genannt, ist für seinen gewaltfreien Umgang mit seinen Tieren bekannt. Der Huf- und Klauenpfleger begegnet seinen Tieren mit viel Ruhe und Geduld. „Mir ist es wichtig, dass meine Tiere keinen Stress bei der Arbeit verspüren“, so der Rinderexperte. Alle seine Tiere sind es gewohnt am Strick zu gehen. „Ich brauche kein Blasrohr, um meine Tiere einzufangen“, sagt Schmidt stolz. Und es stimmt. Die Auerochsen hören aufs Wort. Kommen, wenn man sie mit ihren Namen ruft. „Das macht alles viel Arbeit. Ich beginne schon früh mit dem Training“, erklärt der „Yakwilli“. Gemeinsam mit seiner Tochter Salina und seine Freundin Alexandra Pude kümmert er sich um seine 18 Auerochsen, zwei Bisons und einige Yaks. Schmidt finanziert sein Projekt selbst. „Ich bekomme keine staatliche Förderung für mein Aufzucht-Projekt, dass ist manchmal schon wirklich schwer alles finanziell zu stemmen. Das Wichtigste ist, dass es meinen Tieren gut geht“, erklärt Schmidt.

Die Bauerngemeinschaft aus Seiferts unterstützt den Rinderexperten. Sie haben in diesem Winter ihre Weiden für die Auerochsen zur Verfügung gestellt. „Ich bin den Bauern wirklich dankbar. Meine Tiere machen die Weiden jetzt richtig sauber, damit im Frühling frisches Gras für die Kühe wachsen kann“, freut sich Schmidt. Er selbst unterstützt auch verschiedene Hilfsprojekte, ist unter anderem für die Huf- und Klauenpflege der Tiere im „Heimattiergarten Neuenberg“ zuständig.

Seine zahmen Auerochsen nimmt Schmidt auf Feste mit. Spannt sie in Wagen ein, und auch Reiten auf den Tieren ist möglich. Schmidt bietet auch Tierpatenschaften an. „Die Paten bezahlen nicht nur Geld, sie können natürlich auch eine Bindung zu ihrem Tier aufbauen“, freut sich Schmidt. Die Tierpaten sind zu gemeinsamen Ausflügen und Aktivitäten mit den Tieren eingeladen. Auch bei der Pflege können sie unterstützen. Ein Ausritt mit den Tieren ist ebenfalls möglich. „Sogar Kinder reiten auf den Auerochsen, dass ist für viele ein riesen Abenteuer“, sagt Schmidt. Wer das Aufzucht-Projekt von Willi Schmidt unterstützen möchte kann dies auch mit einer Spende tun.

SPENDENKONTO Auerochsen Sparkasse Fulda DE 94 53 0501 8000 0145 2255

„Ich setzte mich für eine artgerechte Tierhaltung ein und hoffe, dass viele meinem Beispiel folgen“, wünscht sich Schmidt.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Foto-Aktion der Redaktion: Süße Knirpse knipsen

„Fulda aktuell“ und der „Media Markt Fulda“ suchen das schönste Baby- oder Kinderfoto Osthessens.
Foto-Aktion der Redaktion: Süße Knirpse knipsen

Mit sechs Schlägen: Oktoberfest in der Esperantohalle eröffnet

Heute wurde das zwölfte Oktoberfest in der Esperantohalle mit dem traditionellem Fassbieranstich eröffnet.
Mit sechs Schlägen: Oktoberfest in der Esperantohalle eröffnet

Schwerer Verkehrsunfall mit Motorrad - Motorradfahrer verstorben

Gegen 14.20 Uhr ereignete sich im Einmündungsbereich L 3181 / B 275 ein schwerer Verkehrsunfall.
Schwerer Verkehrsunfall mit Motorrad - Motorradfahrer verstorben

Ausstellung „Farbenrausch und Formentanz“ zeigt Werke Bad Hersfelder Künstler

Im Kutscherhaus findet die Ausstellung "Farbenrausch und Formentanz" von 24. September bis 10. November statt und begeistert mit Gemälden und Holzkunst.
Ausstellung „Farbenrausch und Formentanz“ zeigt Werke Bad Hersfelder Künstler

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.