Rückkehr in die Rhön: Willi Schmidt bringt Urrind in die Region zurück

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Willi Schmidt, der Rinderflüsterer aus der Rhön, bringt die Urrinder in die Region zurück.

Ebersburg. Eine vermeintlich leere Weide in Seiferts. Tiefer Nebel liegt auf der Wiese. Doch dann tauchen Schatten aus dem Nebel auf. Es sind die Auerochsen von Willi Schmidt. Der Rinderflüsterer aus der Rhön hat sich zur Aufgabe gemacht, diese Urrinder-Art wieder zu züchten. „Der Auerochse ist ein in der Wildform ausgerottetes Rind. Und gehörte einst in unsere schöne Rhön“, so Schmidt. 1920 entschlossen sich die Brüder Heinz und Lutz Heck, die ausgestorbenen Auerochsen zurück zu züchten. Durch die Rückkreuzung mit verschiedenen urtümlichen Rinderrassen wurde der Auerochse so wieder zum Leben erweckt. Schmidt, auch als „Yakwilli“ genannt, ist für seinen gewaltfreien Umgang mit seinen Tieren bekannt. Der Huf- und Klauenpfleger begegnet seinen Tieren mit viel Ruhe und Geduld. „Mir ist es wichtig, dass meine Tiere keinen Stress bei der Arbeit verspüren“, so der Rinderexperte. Alle seine Tiere sind es gewohnt am Strick zu gehen. „Ich brauche kein Blasrohr, um meine Tiere einzufangen“, sagt Schmidt stolz. Und es stimmt. Die Auerochsen hören aufs Wort. Kommen, wenn man sie mit ihren Namen ruft. „Das macht alles viel Arbeit. Ich beginne schon früh mit dem Training“, erklärt der „Yakwilli“. Gemeinsam mit seiner Tochter Salina und seine Freundin Alexandra Pude kümmert er sich um seine 18 Auerochsen, zwei Bisons und einige Yaks. Schmidt finanziert sein Projekt selbst. „Ich bekomme keine staatliche Förderung für mein Aufzucht-Projekt, dass ist manchmal schon wirklich schwer alles finanziell zu stemmen. Das Wichtigste ist, dass es meinen Tieren gut geht“, erklärt Schmidt.

Die Bauerngemeinschaft aus Seiferts unterstützt den Rinderexperten. Sie haben in diesem Winter ihre Weiden für die Auerochsen zur Verfügung gestellt. „Ich bin den Bauern wirklich dankbar. Meine Tiere machen die Weiden jetzt richtig sauber, damit im Frühling frisches Gras für die Kühe wachsen kann“, freut sich Schmidt. Er selbst unterstützt auch verschiedene Hilfsprojekte, ist unter anderem für die Huf- und Klauenpflege der Tiere im „Heimattiergarten Neuenberg“ zuständig.

Seine zahmen Auerochsen nimmt Schmidt auf Feste mit. Spannt sie in Wagen ein, und auch Reiten auf den Tieren ist möglich. Schmidt bietet auch Tierpatenschaften an. „Die Paten bezahlen nicht nur Geld, sie können natürlich auch eine Bindung zu ihrem Tier aufbauen“, freut sich Schmidt. Die Tierpaten sind zu gemeinsamen Ausflügen und Aktivitäten mit den Tieren eingeladen. Auch bei der Pflege können sie unterstützen. Ein Ausritt mit den Tieren ist ebenfalls möglich. „Sogar Kinder reiten auf den Auerochsen, dass ist für viele ein riesen Abenteuer“, sagt Schmidt. Wer das Aufzucht-Projekt von Willi Schmidt unterstützen möchte kann dies auch mit einer Spende tun.

SPENDENKONTO Auerochsen Sparkasse Fulda DE 94 53 0501 8000 0145 2255

„Ich setzte mich für eine artgerechte Tierhaltung ein und hoffe, dass viele meinem Beispiel folgen“, wünscht sich Schmidt.

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