Rückläufige Zahlen: Verkehrsunfallstatistik der Polizei Osthessen vorgestellt

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Weniger Unfälle auf den Straßen in Fulda, Hersfeld-Rotenburg und dem Vogelsberg.

Fulda - „Ich habe gute Zahlen zu berichten“, sagte Günther Voß, der Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Osthessen, am Donnerstag bei der Vorstellung der Unfallstatistik 2018. Die Zahl der Unfälle sei im Vorjahr im Bereich des Polizeipräsidiums, das für die Landkreise Fulda, Hersfeld-Rotenburg und den Vogelsberg zuständig ist, gesunken. 11.213 Unfälle waren es im vergangenen Jahr – 5,4 Prozent weniger als 2017 (11.899 Unfälle). Hessenweit wurden knapp 115.000 Unfälle registriert. Die Unfälle in Osthessen stellen einen Anteil von 7,6 Prozent der Landeszahlen dar. Laut Voß sind die Unfallzahlen seit 2014 erstmals rückläufig.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Osthessen starben im vergangenen Jahr keine Kinder oder Jugendlichen unter bei einem Unfällen, allerdings ließen 27 Erwachsene bei Verkehrsunfällen ihr Leben. Insgesamt wurden 587 Schwerverletzte registriert. Schwerpunkt der Verletzten und Getöteten sind Unfälle außerhalb von Ortschaften. Hier starben 14 Menschen. „Auf den Autobahnen ist ein Rückgang von Unfällen auf 2.200 zu verzeichnen, das sind 265 Unfälle weniger als 2017“, sagte Polizeioberkommissarin Nadja Döring von der Abteilung Einsatz-E13 Verkehr. Die Zahl der schwerverletzten Personen innerhalb von Ortschaften sei um 35 Menschen auf 212 gestiegen. Bei den Unfällen mit Sachschaden ist die Zahl von 10.283 in 2017 auf 9.541 im vergangenen Jahr gesunken. „Insgesamt sind Schäden von 43 Millionen Euro auf den osthessischen Straßen entstanden“, so Döring.

Bei den häufigsten Unfallursachen liegen Vorfahrtsfehler (329 Fälle), zu geringer Abstand (322 Fälle) und Geschwindigkeitsfahrten (316 Fälle) weit vorn. „Unfälle wegen nicht angepasster Geschwindigkeit bleiben weiterhin eine der Hauptunfallursachen“, so Voß. Maßnahmen zur Tempo-Überprüfung seien der „Enforcement-Trailer“, der ohne Personal an neuralgischen Punkten vor allem an den Autobahnen platziert wird. In 2017 wurden an unterschiedlichen Standorten 8,5 Millionen Fahrzeuge gemessen. Daraus resultierten 241.000 Anzeigen mit 11.500 Fahrverboten. „Das sind nicht nur Bagatelldelikte, sondern schwerwiegende Verkehrsverstöße“, sagte der Polizeipräsident.

Alkohol und Drogen

Bei den Unfällen unter Alkohol- und Drogeneinfluss wurden in Osthessen 254 Unfälle registriert. Bei Kontrollen waren es 795 Fälle, bei denen die Fahrer unter Drogen standen, aber keine Unfälle passiert waren. Laut Voß werden die Beamten gezielt ausgebildet, um Fahrer unter Drogen aus dem Verkehr ziehen zu können. Ein beliebtes Einsatzgebiet sei dabei das „Burg Herzberg Festival“. In 2018 seien dabei 1.400 Personen kontrolliert worden, von denen 53 unter Drogen standen und 21 nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis waren. „Im Sinne der Verkehrssicherheit hat sich das gelohnt“, so Voß.

Zur Verkehrssicherheit sind auf Osthessens Straßen sechs Video-Autobahnstreifen und zwei Video-Motorräder unterwegs. „Wir arbeiten tagtäglich daran, Unfallursachen zu bekämpfen und Verkehrsteilnehmer über Gefahren im Straßenverkehr aufzuklären“, so Voß.

Nach Altersgruppen ist die Unfallbeteiligung der 18- bis 24-Jährigen mit 2.295 Fällen deutlich überrepräsentiert. Kinder und Jugendliche waren an 261 Fällen beteiligt, Senioren ab 65 Jahren an 1.940 Unfällen. „In der Altersgruppe von 65 bis 74 Jahren verzeichnen wir einen kontinuierlichen Anstieg“, sagte Döring. Um ältere Autofahrer, die eine Risikogruppe darstellen, aufzuklären, wurde die Informationsreihe „Senioren sind auf zack“ ins Leben gerufen. „Gerade hier im ländlichen Osthessen ist es wichtig, dass man lange mobil ist“, sagte Voß. „Wir wollen helfen, dass Senioren möglichst lange sicher fahren können, aber auch darauf hinweisen, wenn es Zeit ist, den Führerschein abzugeben“, so der Polizeipräsident.

Landkreis Fulda

3.846 Verkehrsunfälle
235 Schwerverletzte
15 Verkehrstote

Landkreis Hersfeld-Rotenburg

2.694 Verkehrsunfälle
119 Schwerverletzte
2 Verkehrstote

Vogelsbergkreis

2.476 Verkehrsunfälle
113 Schwerverletzte
4 Verkehrstote

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