Sanierte Wasserleitung in Betrieb genommen: Die RhönEnergie Fulda investierte 1,3 Millionen Euro

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Freuen sich über die Inbetriebnahme des erneuerten Teilstücks: (v. li.) Bürgermeister Dieter Kolb (Eichenzell), Bürgermeisterin Brigitte Kram (Ebersburg) und Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Fulda. Die Aufnahme entstand im Wasserwerk Götzenloch, wo das Wasser aus dem Gichenbachtal aufbereitet wird.

Heute wurde die sanierte Trinkwasser-Hauptleitung von Götzenloch nach Lütter in Betrieb genommen.

Eichenzell/Ebersburg - Fünf Monate lang wurde an der Straße von Götzenloch nach Lütter die Trinkwasser-Hauptleitung („Rhönleitung“) saniert und in Vorbereitung auf anstehende Straßenbauarbeiten einige Meter umgelegt. Seit etwa einer Woche ist die Straße wieder frei. Nun wurde das aufwändig sanierte Teilstück im Wasserwerk Götzenloch offiziell in Betrieb genommen. Zusammen mit Bürgermeisterin Brigitte Kram (Ebersburg) und Bürgermeister Dieter Kolb (Eichenzell) gab Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der „RhönEnergie Fulda“, das Startsignal.

Das in der Stadtregion benötigte Trinkwasser stammt zu etwa drei Vierteln aus den Tiefbrunnen im Westen der Stadt, ein Viertel ist Quellwasser aus der Rhön. Es wird seit 1891 über eine 23 Kilometer lange Rohrleitung aus dem Gichenbachtal in die Innenstadt geleitet – mit einem Zwischenstopp zur Aufbereitung im Wasserwerk Götzenloch (Gemeinde Ebersburg). Durch die Graugussrohre der sogenannten „Rhönleitung“ sind im Laufe der Jahrzehnte Milliarden Liter bestes Rhöner Wasser in die Stadt geflossen. Bis auf wenige Kilometer Leitung, die im Laufe der Zeit im Zuge von Bauarbeiten sukzessive erneuert worden sind, fließt das Wasser nach wie vor in den Originalleitungen zu den Hochbehältern am Fuldaer Frauenberg.

Erstmals wurde nun ein längeres zusammenhängendes Teilstück erneuert. Grund dafür war eine Straßenbaumaßnahme. „,HessenMobil’ erneuert die Straße von Schmalnau nach Lütter. Aus diesem Grund muss die Wassertransportleitung um mehrere Meter verlegt werden“, erläutert Peter Weß, Leiter des Service „Centers Ost der OsthessenNetz“. „Inzwischen setzen wir dafür langlebige Kunststoffrohre ein.“

Bau der Rhönleitung, 1890.

Die Baumaßnahme wird in mehreren zeitlich versetzten Abschnitten realisiert. Im Zeitraum Mai bis Oktober 2017 wurde jetzt zunächst das Teilstück (rund 2.300 Meter) von Götzenloch bis Lütter verlegt. 2018 geht es durch Lütter bis zur Ortsmitte (rund 600 Meter). Voraussichtlich 2019 – je nach Fortgang der Straßenbauarbeiten – wird dann die letzte Lücke (rund 300 Meter) vom Ortsausgang Schmalnau bis Götzenloch geschlossen. Am Ende werden auf insgesamt 3.200 Meter nebeneinander zwei neue Kunststoffrohrleitungen mit einem Außendurchmesser von 315 Millimeter liegen. Insgesamt kosten die drei Bauabschnitte rund 1,3 Millionen Euro. „Die Rohrverlegung war komplizierter, als es auf den ersten Blick erscheint“, berichtet Reiner Papendick von der „OsthessenNetz“ als Baubeauftragter für die Rhönleitung. Schließlich handelt es sich um eine „Freispiegelleitung“, in der das Wasser ohne Unterstützung von Pumpen den weiten Weg aus der Rhön in die Fuldaer Innenstadt zurücklegt. „Wir mussten bei den Bauarbeiten also stets darauf achten, dass die Rohrleitung auf der Sole des Grabens immer ein Gefälle von mindestens einem Prozent hat, damit das Wasser in Bewegung bleibt“, ergänzt Bauleiter Karl Falkenhahn vom Fuldaer Ingenieurbüro „Falkenhahn & Partner“. Zusammen mit der „OsthessenNetz“ dankt er ausdrücklich den Grundstückseigentümern für ihr Entgegenkommen.

Die „RhönEnergie Fulda“-Gruppe versorgt rund 80.000 Menschen in Fulda, Eichenzell und Ebersburg mit Trinkwasser. „Die jederzeitige Verfügbarkeit guten Trinkwassers ist ein wesentlicher Bestandteil des Alltagskomforts. Doch bis Wasser aus der Leitung strömt, müssen wir viel dafür tun. Das erfordert kontinuierliche Investitionen“, erläutert Geschäftsführer Heun. „Die Millionen-Investition in die Rhönleitung zeigt, dass wir diese verantwortungsvolle Aufgabe sehr ernst nehmen.“

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