"Satt und Selig" an der Fuldaer Lutherkirche: Seit fünf Jahren Mittagessen to go

Essen wird durchs Fenster gereicht: Pfarrerin Anke Mölleken, Köchin Mehtap Özakaya und Sozialarbeiterin Lisa Wilbers sorgen dafür, dass auch in Pandemiezeiten täglich eine warme Mahlzeit an der Lutherkirche angeboten wird.

Begegnungsangebot über Generationen und soziale Gruppen hinweg wird sehr gut angenommen

Fulda - „Satt und Selig“ ist ein Begegnungsangebot für den Stadtteil“, sagt Sozialarbeiterin Lisa Wilbers. Seit fünf Jahren bietet die Lutherkirche täglich von 12 bis 13.30 Uhr ein warmes Mittagessen gegen eine Spende an. Derzeit werde aufgrund der gültigen Pandemiebestimmungen das Essen nur mitgeben, so Wilbers, und zwar in der Zeit von 12 bis 13.30 Uhr.

Für die Gäste von "Satt und Selig" wurde extra eine Klingel im Garten links neben der Kirche angebracht. Das warme Mittagessen wird in kompostierbare Behälter verpackt und durchs Fenster gereicht. „Es ist alles so wie immer, nur, dass die Gäste nicht an gedeckten Tischen sitzen können,“ erklärt Lisa Wilbers. Alle, die gerne ein Mittagessen abholen möchten, bittet sie um vorherige telefonische Anmeldung unter der Nummer 0174/5401288.

Damit gerade in der Corona-Zeit die Möglichkeit zum Gespräch nicht zu kurz kommt, bietet die Sozialarbeiterin für Menschen in Notlagen auch Beratungsgespräche an. Verschiedene Organisationen und die Stadt Fulda unterstützen das Angebot von „Satt und Selig“, das ein Angebot des Stadtteiltreffs Südend und Familienzentrums an der Lutherkirche ist.

Etwa 20 bis 30 Essen kocht Köchin Mehtap Özakaya täglich frisch. „Das Essen ist vollwertig mit viel Gemüse,“ sagt sie. Unterschiedliche Menschen aus dem Fuldaer Südend nehmen das Angebot wahr: Arbeitnehmer aus benachbarten Betrieben, Eltern- und Kinder aus dem Familienzentrum der Lutherkirche bis hin zu Menschen, die sich sonst keine warme Mahlzeit leisten könnten. Gerade diese Mischung sei das Besondere an "Satt und Selig", so Pfarrerin Anke Mölleken. Es sei ein Begegnungsangebot über Generationen und soziale Gruppen hinweg. „Denn eine warme Mahlzeit macht nicht nur satt, sondern auch selig,“ ist die Pfarrerin überzeugt.

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