Sauenhalter mit Pfiff: Michael Faust aus Großenlüder ist unter den besten Landwirten Deutschlands

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Michael Faust unter den besten Landwirten Deutschlands.

29-jähriger Landwirt aus Großenlüder bei "Nacht der Landwirtschaft" gekürt.

Großenlüder - Michael Faust, Schweinehalter aus Großenlüder, gehört zu den besten Landwirten Deutschlands. Faust qualifizierte sich für den "CeresAward", den bedeutendsten Preis für Landwirtinnen und Landwirte im gesamten deutschen Sprachraum. Ob er den begehrten Titel „Landwirt des Jahres“ oder den Sieg in der Kategorie „Schweinehalter“ davontragen wird, das wurde auf der Preisverleihung im Rahmen der Galaveranstaltung „Nacht der Landwirtschaft“ am Mittwoch in Berlin verkündet.

Michael Faust ist mit seinen 29 Jahren noch recht jung, aber alles andere als ein „Greenhorn“. Als designierter Hofnachfolger bestimmt Michael Faust bereits maßgeblich die Geschicke des Ferkelerzeugerbetriebs mit 350 Sauen sowie 70 ha Ackerbau im hessischen Großenlüder. Der Betrieb wirtschaftet weitgehend in geschlossenen Kreisläufen, erzeugt das Futter für die Schweine zum Großteil selbst und setzt auf regionale Vermarktung. Dabei unternimmt der couragierte Landwirt alles, um mögliche Risiken für seine Tiere zu minimieren und die Betriebsabläufe zu optimieren.

So wird zum Beispiel das Futtergetreide mehrmals gereinigt und abgedunkelt gelagert, um Vögel fern zu halten und so Verschmutzungen vorzubeugen. Generell herrscht im Betrieb ein sehr strenges Hygieneregiment, um mögliche Erreger sprichwörtlich im Keim zu ersticken. Dazu zählt ebenso, dass mithilfe selbst konstruierter Kotklappen der Kot der Sauen täglich aus dem Tierbereich beseitigt wird, was auch den Fliegenbefall deutlich reduziert. Zudem werden die Sauen beim Einstallen in den Abferkelbereich gründlich gewaschen.

Überhaupt geht es Michael Faust darum, seinen Sauen und Ferkeln ein hohes Maß an Tierwohl zu bieten, wozu nicht zuletzt auch regelmäßige Streicheleinheiten gehören. Die Sauen danken es ihm mit hohen Leistungen von über 32 aufgezogenen Qualitätsferkeln im Jahr sowie einer langen Lebensdauer. Damit zählt der Betrieb zu den besten seines Arbeitskreises. Für Michael Faust heute unerlässlich ist eine intensive Öffentlichkeitsarbeit.

So betreibt er gemeinsam mit seiner Partnerin Lena Hennig neben der betriebseigenen Homepage www.danzucht-faust.jimdo.de einen Stall-Blog, auf dem sie offen über aktuelle Themen rund um ihren Schweinestall berichten. Dabei werden auch kritisch in der Öffentlichkeit diskutierte Themen wie Ringelschwanz, Ferkelkastration oder die Kastenstandhaltung der Sauen nicht ausgespart. Zudem öffnet Michael Faust seine Stalltüren und bietet Interessenten Betriebsführungen an.

Ob Faust den begehrten Titel „Landwirt des Jahres“ oder den Sieg in der Kategorie „Schweinehalter“ davontragen wird, das wird im Rahmen der Galaveranstaltung „Nacht der Landwirtschaft“ am 11. Oktober in Berlin verkündet. Die Preisverleihung ist ein Branchentreff ersten Rangs, zu der die Veranstalter rund 350 Gäste erwarten. Neben Schirmherrn Joachim Rukwied, Präsident des DBV, werden Vertreter der Bundespolitik sowie Gäste aus der Agrarwirtschaft und der mit ihr verbundenen Branchen erwartet.

Seit vier Jahren würdigt dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag mit dem "CeresAward"-Landwirte, die Außergewöhnliches leisten und täglich nachhaltig für Mitmenschen, Tiere und Umwelt wirtschaften. Neben einem Gesamtsieger werden Sieger in elf Einzelkategorien (Ackerbauer, Biolandwirt, Energielandwirt, Fleischrinderhalter, Geflügelhalter, Geschäftsidee, Junglandwirt, Manager, Milchviehhalter, Schweinehalter und Unternehmerin) ausgelobt. Als Preisgeld winken dem Gesamtsieger 10.000 Euro für ein Projekt seiner Wahl, welches das Ansehen der Landwirtschaft fördert.

Hauptsponsor "DEUTZ-FAHR" stiftet zudem 50 Einsatzstunden mit einem Schlepper aus der aktuellen Serie. Die Sieger der Einzelkategorien erhalten jeweils ein Preisgeld von 1.000 Euro, um ihren Sieg mit Familie, Freunden und Mitarbeitern zu feiern. Über 180 Bewerbungen gingen bis zum Bewerbungsschluss Ende April beim dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag ein. 35 Finalisten sind nach intensiver Prüfung der Jury, bestehend aus Fachleuten von Branchenorganisationen, Redakteuren des "dlz agrarmagazins" sowie Vertretern des jeweiligen Kategoriensponsors, ins Finale gewählt worden.

Um die finalen Kategoriensieger sowie den Gesamtsieger zu ermitteln, besuchten die Jurorenteams die Finalisten im zweiten Schritt auf ihren Höfen in Deutschland, Luxemburg, Österreich und Südtirol. Entscheidend sind dabei nicht Höchstleistungen auf dem Feld oder im Stall, sondern beste wirtschaftliche Ergebnisse bei gleichzeitiger Berücksichtigung bäuerlicher Unternehmertugenden wie Mut, Ideenreichtum sowie Verantwortungsbewusstsein für Familie, Betrieb, Tier, Natur und Gesellschaft.

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