Schaufenster des Handwerks - Trendmesse 2019: Umfassende Informationen für Verbraucher ab dem 14. März

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Fulda - Auch in diesem Jahr dient die „Trendmesse“ erneut als Schaufenster des regionalen Handwerks sowie seiner Zulieferer und Partner. Im Vordergrund stehen umfassende Informationen für den Verbraucher zu folgenden Themenbereichen:

• Bauen und Modernisieren

• Außenausbau und Gartengestaltung

• Haustechnik wie Elektro, Heizung, Sanitär und Klimatechnik

• Wohnen und Einrichten einschließlich Küchen

• Dienstleistungen rund um das Handwerk insbesondere Planen und Beraten

• Ausbildung und Nachwuchsförderung

Das Informationsangebot zu diesen Themen wird von Jahr zu Jahr besser und umfangreicher. Allerdings liegt dies auch daran, dass der technologische Fortschritt gerade im Bereich Haustechnik rasant voran schreitet. Hier den Überblick zu bewahren ist nicht immer so einfach. Die „Trendmesse“ bietet dem Verbraucher die Möglichkeit, innerhalb kurzer Zeit zumindest einen Überblick zu gewinnen.

Allerdings muss sich auch die „Trendmesse“ von Jahr zu Jahr neu auf die aktuellen Herausforderungen des Handwerks ausrichten. Zu nennen sind insbesondere Nachwuchssorgen und Fachkräftemangel, ungelöste Nachfolgeprobleme in vielen kleinen und mittelständischen Betrieben sowie die Digitalisierung und der rasanter technologischer Fortschritt. „Auf diese Herausforderungen möchten und müssen wir natürlich auch mit der Ausrichtung der ,Trendmesse’ reagieren und uns darauf einstellen. Deshalb haben wir auch in diesem Jahr wieder einiges für das Update der ,Trendmesse’ 2019 getan. Erstmalig führen wir explizit den Begriff ,Ausbildungsmesse’ im Namen“, so Dr. Herbert Büttner, Geschäftsführer der „Kreishandwerkerschaft Fulda“. Und das soll erst der Anfang sein für die weitere Anpassung und Zukunftsausrichtung der ,Trendmesse’ an die Bedürfnisse ihrer Aussteller, nämlich das Handwerk und seine Zulieferer und Partner.

Dem Handwerk fehlt ausreichender Nachwuchs. Mit dem Ausscheiden der geburtenstarken Jahrgänge aus dem Arbeitsleben in den nächsten Jahren wird sich der Fachkräftemangel im Handwerk weiter verschärfen. Hinzu kommt, dass die Großbetriebe und Konzerne sich zunehmend aus der Ausbildung zurückziehen. Zwei Drittel aller Dax-Betriebe haben ihre Ausbildungsquote in den letzten zehn Jahren deutlich reduziert. Sie sparen sich teure Ausbildung und bedienen sich lieber bei den gut ausgebildeten Fachkräften des Handwerks.

„Deshalb setzen wir konsequent darauf, die ,Trendmesse’ auch immer mehr zu einer Plattform für die Gewinnung von Nachwuchs für das Handwerk auszubauen. Junge Menschen für einen Beruf zu begeistern gelingt nicht mit Hochglanzbroschüren und realitätsfernen Versprechungen. Wir wollen nicht überreden, sondern wir möchten überzeugen. Deshalb laden wir junge Leute ein, auf der ,Trendmesse’ zahlreiche Handwerksberufe praktisch auszuprobieren“, so Büttner.

Folglich wurde das Thema Nachwuchsarbeit und Berufs­-Orientierung in der Halle 7 neu ausgerichtet. So gibt es ein unverändert großes Angebot an Lehrwerkstätten, die zum Mitmachen und Ausprobieren einladen. Allerdings präsentieren sich diese „lebenden Werkstätten“ in einer ganz neuen Aufmachung. An vielen Stellen hat in Halle 7 die Digitalisierung Einzug gehalten. Virtuelle Planung durch den Verbraucher, BIM (Building Information Modeling) oder der digitale Simulator für die Ausbildung von Baumaschinengeräteführer sind nur einige Stichworte, die hier zu nennen sind.

Im Mittelpunkt der zahlreichen „lebenden Werkstätten“ befindet sich auf einer Fläche von fast 200 Quadratmetern die Azubi-Lounge. Hier gibt es für alle Interessierten ein umfangreiches Informationsangebot sowohl in digitaler als auch analoger Form zu den Themen Berufsorientierung, Praktikum, Ausbildung, freie Lehrstellen, Berufsabitur oder auch duale Studiengänge. Auszubildende aus den verschiedenen Gewerken stehen zum entspannten Talk in einer chilligen Atmosphäre und Umgebung zur Verfügung. Und ein kleines Bistro sorgt dort für das leibliche Wohl. Donnerstag und Freitag besuchen – wie jedes Jahr – wieder die Schulen klassenweise die Messe. „An diesen beiden Tagen sind unsere Lehrwerkstätten wieder fast vollständig ausgebucht. Erstmals haben wir in diesem Jahr auch die Schulen aus den benachbarten Landkreisen eingeladen. Unser Bestreben ist, die ,Trendmesse’ verstärkt auch dafür zu nutzen, um die Attraktivität Fuldas als Ausbildungsstandort überregional bekannt zu machen. Denn Fulda kann seinen zukünftigen Bedarf an Auszubildenden und Fachkräften nicht mehr aus eigener Kraft stemmen“, sagt Büttner

„Neu in diesem Jahr ist, dass wir erstmalig Jugendliche dazu einladen, sich als Einzelperson verbindlich zur Mitarbeit in einer oder mehreren unserer Lehrwerkstätten anzumelden“, so Peter Kienold, der ausführende Messe-Veranstalter. „Auch hierfür werben wir weit über die Landkreisgrenzen hinaus“, fügt Büttner hinzu. Wer sich über diesen Weg anmeldet (lehrstelle@ausbildungsplatzoffensive.de) ,erhält zwei zusätzliche Freikarten für Eltern oder Angehörige und einen Verzehrbon für das Bistro in unserer Azubi-Lounge im Wert von zehn Euro. „Aber auch ohne Anmeldung ist natürlich jeder eingeladen, bei unseren Werkstätten in der Halle 7 vorbeizuschauen und mitzumachen. Aus der Vergangenheit wissen wir, dass es da zahlreiche Mehrfachtäter gibt, die uns während der Messe wiederholt besuchen“, weiß Büttner. Neu ausgerichtet wurde auch auch der Innovationsabend am Donnerstag und die Verleihung des „Innovationspreises“. Erstmalig wird dies eine reine Handwerkerveranstaltung werden.

Alles in allem investiert die „Kreishandwerkerschaft“ mit ihren Innungen in diese Form der Nachwuchsarbeit einen hohen fünfstelligen Betrag.

„Wir halten das aber für gut angelegtes Geld und für eine Investition in die Zukunft, wovon auch der Verbraucher letztlich wieder profitiert“, so Büttner. Denn nur mit gut ausgebildeten Fachkräften seien die Betriebe in der Lage, dem Kunden die gewünschte handwerkliche Leistung in hoher Qualität zu liefern. Stehen Fachkräfte nicht mehr in ausreichender Zahl zur Verfügung, leiden sowohl die Handwerksbetriebe, denen Aufträge verloren gehen, als auch die Verbraucher, die keinen geeigneten Handwerker mehr finden können. Büttner: „Erste Anzeichen für eine solche Entwicklung sind bei uns bereits zu erkennen, was uns große Sorgen bereitet.“

„Deshalb leisten wir mit der ,Trendmesse’ auch einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wirtschaftsförderung. Gerade dem kleineren Handwerksbetrieb, der es sich alleine nicht leisten kann, größere Beträge für das Anwerben von Fachkräften auszugeben, helfen wir mit dieser Form der gewerkeübergreifenden Nachwuchsarbeit, die frei ist von Interessen eines einzelnen Arbeitgebers“, sagt der Geschäftsführer.

„Froh sind wir auch über die enge Partnerschaft zur ,Messegesellschaft Kinold,’ die das wirtschaftliche Risiko dieser Messe trägt. Diese Partnerschaft geht in diesem Jahr in die siebte Runde. Sie zeigt, dass die ,Trendmesse’ zu einem Erfolgsmodell geworden ist und dass in dem Messestandort Fulda Potenzial steckt. Wir wünschen uns deshalb eine behutsame Weiterentwicklung dieses Messestandortes. Denn trotz fortschreitender Digitalisierung der Wirtschaft sind Messen in Deutschland unverändert interessant“, sagt Büttner.

Die Messe wird täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet sein.

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