Schloss Fasanerie: Mit Landgräfin Anna in die Saison 2018

"Schloss Fasanerie" bei Eichenzell startet in die neue Saison.
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"Schloss Fasanerie" bei Eichenzell startet in die neue Saison.

Ausstellungen, Konzerte, Theateraufführungen, ein neuer Fahrstuhl  und natürlich die Porzellan-Sammlung zum Saisonstart auf "Schloss Adolphseck".

Eichenzell - Das "Schloss Adolphseck", landläufig als "Schloss Fasanerie" bezeichnet, gilt als eines der schönsten Barockschlösser Hessens. Jedes Jahr ab dem Frühling bis in den Herbst hinein gibt es im Museum und im Park einiges zu erleben. So auch in diesem Jahr.

Derzeit läuft bereits die Ausstellung des Illustrators Einar Turkowski im Badehaus. "Das sind hervorragende Arbeiten. Ich kann den Besuch der Ausstellung wärmstens empfehlen", so Museumsdirektor Dr. Markus Miller. Turkowskis Arbeiten sind noch bis zum 21. Mai zu sehen.

Zu Ehren der Landgräfin Anna

Einer ganz besonderen Frau ist die zweite Sonderausstellung in diesem Jahr gewidmet. Landgräfin Anna von Hessen (1836-1918) war die letzte Bewohnerin von "Schloss Fasanerie". Im ihrem 100. Todesjahr gedenkt das Museum der Landgräfin, die als preußische Prinzessin ins Haus Hessen einheiratete. "Sie musste zahlreiche Schicksalsschläge hinnehmen", sagt Miller. Der Erbprinz starb während einer Seereise im Indischen Ozean, der zweite Sohn war fast blind, der Mann einer ihrer Töchter verstarb bereits ein Jahr nach der Hochzeit, so Miller. Sie habe auch die Annexion Hessens durch Preußen um das Jahr 1866 miterleben müssen. "Als gebürtige Preußin muss das ein persönlicher Konflikt gewesen sein", so der Direktor.

Anna sei sehr musikalisch gewesen und habe sich in Fulda sehr wohlgefühlt. Im Jahr 1901 konvertierte die Protestantin zum Katholizismus, womit sie ihre beiden Familien - Preußen und Hessen waren traditionell evangelisch - gegen sich aufbrachte. Landgräfin Anna ist die einzige Frau, die im Fuldaer Dom zur letzten Ruhe gebettet wurde.

In der Sonderausstellung, die vom 16. Juni bis zum 14 Oktober im Badehaus gezeigt wird, erfahren die Besucher viel über das Leben der Landgräfin. Bei den Exponaten sind einige Stücke, die im Fundus des "Museums Schloss Fasanerie" vorhanden sind, aber auch Leihgaben aus anderen Museen. "Im Schloss selbst werden einige Räume so eingerichtet, wie sie zur Zeit von Anna aussahen", sagt Miller. Diese Räume werden während der normalen Führungen zu sehen sein.

Porträts von Anna und ihrer Familie, ein Altarleuchter, eine Monstranz und ein historisches Kleid der Landgräfin können die Museumsbesucher bestaunen.

Konzerte, Theater, Kino

Auch im Veranstaltungsprogramm findet sich Landgräfin Anna von Hessen wieder. Am 16. Juni spielt der Cellist Raffi Geliboluoglu Werke hessischer Komponisten, die heute in Vergessenheit geraten sind. Auch ein Werk von Annas Sohn Alexander Friedrich (dem fast erblindeten) ist dabei.

Das "Ensemble d'Orion" spielt am 14. Juli Werke von Zeitgenossen Annas. Auf dem Programm stehen dabei auch Kompositionen von Clara Schumann und Johannes Brahms, mit denen Landgräfin Anna in regem Briefkontakt stand. Die Pianistin Ute Weyand spielt am 28. Juli auf dem Flügel, der 1892 für Alexander Friedrich in Hamburg gefertigt wurde, und der heute als Konzertflügel in "Schloss Fasanerie" steht.

Weitere Veranstaltungshighlights sind das "Fürstliche Gartenfest" (18. bis 21. Mai), der Film "Victoria und Abdul" als Open-Air-Kino (31. August), die Messe "Feinwerk" (5. bis 7. Oktober) und die "Zeitreise" (11. und 13. August). "Ich habe mir den Film über Queen Victoria bisher noch nicht angesehen, weil ich wusste, dass wir ihn hier zeigen", sagte Miller. Queen Victoria ist die Urururgroßmutter des heutigen Oberhauptes des Hauses Hessen, Landgraf Donatus, der auch Hausherr in "Schloss Fasanerie" ist.

Führungen für Kinder und Erwachsene, unter anderem mit dem Schlossgespenst, eine Hochzeitsmesse, weitere Konzerte und ein Gastspiel der "The American Drama Group Europe", die Shakespeares "Julius Caesar" auf Englisch spielt, gehören ebenfalls zum Sommerprogramm 2018.

Sehenswert ist die nach zwei Jahren wieder eröffnete Porzellan-Sammlung im linken Flügen des Schlosses. Dort ist unter anderem ein 1.800-teiliges Service der "Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin", kurz "KPM", zu sehen. "Es ist geplant, einige Tafeln mit verschiedenen Services einzudecken", so Miller. Dazu passt dann auch das "Landgräfin Anna-Dinner", bei dem am 17. August und am 14. September im Schlossrestaurant für 38 Euro pro Person verspeist werden kann, was an Annas 70. Geburtstag im Jahr 1906 serviert wurde.

Fahrstuhl als absolutes Novum

Eine sehr wichtige Neuerung auf "Schloss Fasanerie" ist der neue Fahrstuhl, der das Erdgeschoss nun mit der oberen Etage verbindet. Auf Anregung der Fuldaerin Petra Rödel-Ebert, die im Rollstuhl sitzt, hat sich Miller auf die Suche nach einem passenden Standort gemacht. "Wir haben bereits 2009 mit den Planungen begonnen. Nun ist der Fahrstuhl endlich fertig", freut er sich. Es sei eine Bereicherung für das Schloss, denn nicht nur Rollstuhlfahrer, sondern auch ältere Menschen und Konzertveranstalter im Großen Saal könnten den Fahrstuhl nutzen, um die jeweils andere Etage problemlos zu erreichen. Vom Schloss-Innenhof her wurde an einer Rampe eine Stufe entfernt, um den barrierefreien Zugang zum Schloss zu gewährleisten.

Die Kosten von 350.000 Euro werden zum Teil aus dem "LEADER"-Programm mit EU-Mitteln (140.000 Euro) finanziert, die restlichen 210.000 Euro stammen aus Eigenmitteln der Stiftung. "Der Einbau in zwei übereinanderliegende Räume war sehr aufwändig und mit viel Handarbeit verbunden", so Miller.

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