Schnee-Flaute auf der Wasserkuppe

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Wasserkuppe. Der milde Winter sorgt für bedrückte Stimmung in den Höhenlagen der Wasserkuppe. Es drohen hohe Umsatzeinbußen.

Wasserkuppe. Die Wasserkuppe liegt im dichten Weiß. Aber es ist weniger Schnee, sondern Nebel. Gerade einmal rund 30 Lifttage zählt Hessens höchster Berg in derbisherigen Wintersportsaison. In guten Jahren sind es 115 Lifttage. "Das ist sehr wenig, aber wir hatten schon schlimmere Jahre. Zufrieden sind wir natürlich nicht damit", sagt Roland Frormann, Geschäftsführer der "Rhön Tourismus & Service GmbH Landkreis Fulda".

Besonders leiden der Skilift-Betrieb, der Ski-Verleih und die Ausflugsgastronomie. "Das Problem ist auch, dass nicht nur der Schnee gefehlt hat. Häufig war es einfach nur nass-kalt und ungemütlich und da kommen natürlich auch weniger Wanderer oder Spaziergänger hier auf die Wasserkuppe, die vielleicht auch in eines der Ausflugslokale einkehren würden."

Gerade das Geschäft über Weihnachten, Silvester und bis zum Ende der hessischen Winterferien sei am Wichtigsten für das Wintersportgeschäft. "Wenn das Geschäft in diesen drei Wochen nicht läuft, holen wir das Minus in der restlichen Saison nicht mehr ein", so Frormann. Auch, wenn es jetzt noch einmal schneien würde und die Anzahl der Lifttage dadurch deutlich gesteigert werden würde, könnte der verlorene Umsatz nicht mehr kompensiert werden. "Schließlich müssen die meisten Menschen jetzt arbeiten oder gehen zur Schule. Da ist dann abends im Flutlicht ein bisschen 'was los, aber das reicht bei Weitem nicht aus, um den Einbruch aus den drei wichtigen Wochen wett zu machen."

Doch das Schöne an der Wasserkuppe ist ja auch, dass sie so vielseitig ist. "Neulich haben wir schon die Flugzeuge herausgeholt. Das ist schon seltsam: Auf der einen Seite hört man, wie Skifahrer ihre Skischuhe zuklacken und auf der anderen Seite hört man die Flugzeuge. Das ist Mitte Februar schon sehr ungewöhnlich."

Zurzeit laufen nur drei von sieben Liften: Märchenwiese,  der "Wie-Li", der auf Schienen geführte Sessellift, und das Förderband "Zauberteppich". Am "Roten Moor" ist auch noch Langlauf möglich. Aber so richtige Winterstimmung kommt nicht auf.

Angst, dass der Winter durch den Klimawandel jetzt häufiger so mild und schnee-arm ausfallen könnte, hat Frormann nicht. "Als die Familie Wiegand vor 50 Jahren den ersten Lift auf der Wasserkuppe errichtet hat, konnten sie den im ersten Jahr gar nicht anstellen, weil kein Schnee lag." Mittelfristig müsse man sich aber dennoch mit dem Thema Klimawandel beschäftigen, so Frormann. Die "Rhön Tourismus & Service GmbH Landkreis Fulda" führe auch schon Gespräche mit den Gemeinden, was man tun kann, um den Wintersport in der Rhön zu sichern. "Aber zurzeit ist einfach kein Geld für solche Projekte vorhanden."

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