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Schnelle und unbürokratische Hilfe

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Patient aus dem Irak bekommt knstliches Kniegelenk im HJK Fulda. Die Implantation knstlicher Kniegelenke zhlt in Deutschland zu eine

Patient aus dem Irak bekommt knstliches Kniegelenk im HJK

Fulda. Die Implantation knstlicher Kniegelenke zhlt in Deutschland zu einem der hufigsten chirurgischen Eingriffe. Jhrlich erhalten hierzulande rund 100.000 Patienten ein neues Kniegelenk. Doch was in der Bundesrepublik fast schon zum Standardprogramm von Orthopden und Unfallchirurgen gehrt, scheint in anderen Lndern noch die Ausnahme zu sein.

Dem Iraker Jasim Khalaf konnte in seiner Heimat kein Arzt helfen. Drei Jahre lang bestimmten starke Schmerzen im linken Knie und massive Bewegungseinschrnkungen das Leben des fnffachen Familienvaters. Ich habe eine Arzt-Odyssee hinter mir, erzhlt Khalaf. Die medizinische Versorgung in meinem Land ist sehr schlecht. Aufgrund der politischen Situation haben in den letzten Jahren ber 30.000 rzte das Land verlassen. Es mangele an medizinischer Fachkompetenz, an technischer Ausstattung und Medikamenten.

Nur wer ber entsprechende finanzielle Mittel verfgt, kann im Irak auf Hilfe hoffen. Fr 20.000 Dollar htte mich ein franzsischer Arzt operieren knnen, berichtet Khalaf. Doch bei einem monatlichen Einkommen von 154 Dollar htte er diese Summe niemals aufbringen knnen.

Dank des Engagements einiger Privatpersonen, zu denen auch Dr. Gero Neupert, Chirurg und Oberarzt am Herz-Jesu-Krankenhaus (HJK) in Fulda, gehrt, bekam Khalaf in Deutschland Hilfe. Vor kurzem wurde ihm im HJK von Dr. Wolfgang Ditzen, Chefarzt der Unfallchirurgie, ein knstliches Kniegelenk implantiert. rzte und Krankenhausleitung hatten ohne zu zgern entschieden, schnelle und unbrokratische Hilfe zu leisten und die Kosten fr die Operation sowie den Krankenhausaufenthalt zu bernehmen.

Seit vielen Jahren behandeln und operieren wir kostenlos angolanische Kinder. Im Fall des irakischen Patienten mchten wir als konfessionelles Krankenhaus ein Zeichen setzen: Wir sind offen fr dieses Land und werden auch zuknftig ganz konkrete Hilfe leisten, so Geschftsfhrer Alexander Schmidtke. Jasim Khalaf hat die Operation problemlos berstanden und bedankte sich am Tag seiner Entlassung beim Geschftsfhrer und dem rzteteam fr die Hilfe und die Herzlichkeit. Seine Gehhilfen hat er wieder mit nach Bagdad genommen. Nicht, weil er sie noch brauchen wrde, sondern weil sie ihn daran erinnern, dass man auch in schlechten Zeiten, den Glauben an das Gute nicht verlieren darf.

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