Schnelles Internet für den Landkreis Fulda: Baustart in Haselstein

Im Beisein von zahlreichen Gästen erfolgte im Bürgerhaus in Haselstein der offizielle Spatenstich und damit Startschuss für eines der größten Infrastrukturprojekte im Landkreis Fulda.

Nüsttal. Im Beisein von zahlreichen Gästen erfolgte im Bürgerhaus in Haselstein der offizielle Spatenstich und damit Startschuss für eines der größten Infrastruktur-projekte im Landkreis Fulda.

Im ersten von 13 Bauabschnitten des kreisweiten Ausbauprojekts werden 22 Kilometer Glasfaser und 33 Multifunktionsgehäuse ab Oktober 2017 für schnelle Internetanschlüsse sorgen. Für die rund 1.500 Haushalte im Ausbaugebiet der Gemeinden Nüsttal, Rasdorf, Hofbieber und Hilders werden Datenübertragungsraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) möglich sein. Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig funktionieren.

Die Deutsche Telekom hatte die öffentliche Ausschreibung für den Internet-Ausbau im Kreis Fulda gewonnen. Es wurde vereinbart, dass das Projekt bis Ende 2018 flächendeckend fertig gestellt ist. Insgesamt sollen rund 570 Kilometer Glasfaser verlegt werden. Über 410 Kabelverzweiger (graue Kästen an den Straßen) werden mit neuer Technik zu Multifunktionsgehäusen ausgebaut, davon 192 neu aufgestellt.

Landrat Bernd Woide, Bürgermeisterin Marion Frohnapfel, Barbara Hoffmann (atene KOM) für den Bundesfördermittelgeber, Georg Matzner (Hessisches Wirtschaftsministerium) und Frank Bothe von der Telekom schwangen symbolisch die Spaten, um das Projekt auf den Weg zu bringen.

Landrat Bernd Woide: „Ein Tag voller Freude und Dankbarkeit.“ Dieser Tag sei für ihn, so Landrat Woide, ein Tag, der ihn mit Freude und Dankbarkeit erfülle. Er sei überzeugt, dass mit diesem Projekt der Kreis „zukunftsfähig“ gemacht werde. Zudem erhofft sich der Landrat neue Impulse, um gerade den ländlichen Raum für die Menschen auch in Zukunft attraktiv zu gestalten. „Schnelles Internet schafft die Voraussetzung, dass neue Technologien im Alltag, in der Bildung, der Medizin und in der Arbeitswelt genutzt werden können. Dadurch stärken wir unseren Mittelstand, einen zentralen Erfolgsfaktor für Wachstum, Wohlstand und Vollbeschäftigung in unserem Landkreis.“

Woide dankte in diesem Zusammenhang dem Projektpartner Deutsche Telekom für ihr Engagement und ausdrücklich auch dem Bund und dem Land Hessen für die Unterstützung im Rahmen der Förderung.

Marion Frohnapfel, Bürgermeisterin von Nüsttal, sagte: „Das Internet ist für Familien und Unternehmen heute unverzichtbar! Nur die Kommune, die eine gute Infrastruktur besitzt, kann sich erfolgreich um die Ansiedlung von Familien und Unternehmen bemühen."

Frank Bothe, Deutsche Telekom: „Das neue Netz der Zukunft bauen“ „Wir freuen uns, dass wir heute starten und das tun werden, was wir am besten können: Das neue Netz der Zukunft bauen“, sagte Frank Bothe, Leiter der für den Ausbau zuständigen Telekom-Niederlassung Südwest beim Spatenstich. „.Dabei werden sich die Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger durch die Bauarbeiten in Grenzen halten. Wir gehen stets in überschaubaren Abschnitten voran. Am Schluss wird sich das Warten gelohnt haben. Schnelle Internetanschlüsse sind ein digitaler Standortvorteil – für den Landkreis im Ganzen, aber auch für jede einzelne Kommune und Immobilie.“

Wichtige Hinweise

1) Die Telekom legt die Reihenfolge autonom fest und geht dabei ausschließlich nach technischen und logistischen Gesichtspunkten vor. 2) Kundenanschlüsse im Ausbaugebiet der RhönEnergie Fulda erhalten zunächst VDSL-Anschlüsse („Magenta Zuhause S oder M“) mit Bandbreiten bis zu maximal 50 MBit/s. Erst nach Migration dieser Kunden ins Telekom-Netz kann das Vectoring-Upgrade auf 100MBit/s („Magenta Zuhause L“) erfolgen.

So kommt das schnelle Netz ins Haus Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Das sorgt für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut. Die großen grauen Kästen am Straßenrand werden zu Mini-Vermittlungsstellen.

Im MFG wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen.

Um die Kupferleitung schnell zu machen, kommt dort, wo es regulatorisch möglich ist, Vectoring zum Einsatz. Diese Technik beseitigt elektromagnetische Störungen. Dadurch werden beim Hoch- und Herunterladen höhere Bandbreiten erreicht. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit

Weitere Informationen Interessenten für einen neuen Anschluss können sich über die kostenlose Hotline 0800 330 3000 oder auf www.telekom.de/landkreis-fulda über Verfügbarkeit, Geschwindigkeiten und Tarife informieren und vorab registrieren lassen. Wer bereits einen DSL-Anschluss von der Telekom nutzt, kann ebenfalls jederzeit ins neue Netz wechseln. Hier genügt ein Anruf beim Kundencenter: 0800 330 1000.

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