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Oh du schöner Braten: Wie die Gans zum (Vor-)Weihnachtsschmaus wurde

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Von: Antonia Schmidt

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© Ferhat Kahya/pixelio

Die Gans gehört zur (Vor-)Weihnachtszeit, wie Lebkuchen und Co. Wie ist sie zum Weihnachtsschmaus geworden?

Region - Sie gehört zur Vorweihnachts- beziehungsweise Weihnachtszeit, die Weihnachtsgans. Traditionell wird die Weihnachtsgans mit Rotkohl und Semmel- oder Kartoffelklößen serviert. Ab November bieten die Gastronomen in der Region das traditionelle Gänseessen an. Doch woher kommt dieser Brauch?

Es gibt mehrere Legenden zur Weihnachtsgans. Eine besagt, dass die englische Königin Elisabeth I. in 1588 zur Weihnachtszeit eine Gans verspeist hatte, als sie die Nachricht erhielt, dass die spanische Armanda bezwungen worden sei. Daher hat sie die Gans zum Weihnachtsbraten erklärt. Mittlerweile hat der Truthahn die Gans als traditionellen Weihnachtsbraten in England abgelöst. Eine weitere Legende besagt, dass der spätere Bischof von Tours, als Sankt Martin bekannt, sich aus Bescheidenheit in einem Gänsestall versteckt haben soll, als er zum Bischof geweiht werden sollte. Das Geschnatter der Gänse verriet ihn jedoch. Seit diesem Tag gilt Sankt Martin als Schutzpatron der Gänsezucht. Sein Ehrentag wird am 11. November gefeiert, aus dem auch die traditionelle Martinsgans entstanden ist. Am 11. November beginnt ebenfalls die 40-tägige vorweihnachtliche Fastenzeit, in der in früheren Jahren fettes Essen verboten war. Ebenfalls fiel am 11. November des Mittelalters die Pacht von Bauern an ihre Lehnsherren an. Da diese meist in Naturalien beglichen wurden, konnten die Lehnsherren am „Zahltag“ häufig einen leckeren Gänsebraten genießen. Aus der traditionellen Martinsgans wurde im Laufe der Jahre die Weihnachtsgans, die heute schon als Vorbereitung auf das besinnliche Fest in der Vorweihnachtszeit verspeist wird.

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