Schottische Hörner auf osthessischen Weiden

Lena Grün vom Forstamt Hofbieber mit Schottischen Hochlandrindern auf einer Waldwiese.
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Lena Grün vom Forstamt Hofbieber mit Schottischen Hochlandrindern auf einer Waldwiese.

Hochlandrinder weiden gerade in Hofbieber

Hofbieber. Wer zurzeit hinter dem Forstamt Hofbieber entlang der Teiche Richtung Kleinsassen läuft traut seinen Augen nicht: Auf den Waldwiesen unter den Obstbäumen äsen nicht etwa groß gewachsene Rehe. Zufrieden kauend blicken Schottische Hochlandrinder den Waldbesucherinnen und Waldbesuchern entgegen. Die kleine Herde von fünf Tieren leistet derzeit einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität im gleichnamigen Forstamt Hofbieber.

Die kleinen gutmütigen Rinder, die Bullen erreichen gerade einmal eine Wiederristhöhe von 1,40 Metern, sind beliebte Tiere im Bereich der Landschaftspflege. Durch ihr üppiges Fell sind sie besonders gegen Kälte und Hitze geschützt. So können sie das ganze Jahr draußen verbringen und benötigen keinen Stall. Sogar Schnee bleibt auf den gut isolierten Zotteln liegen. Auf den Waldwiesen in Hofbieber beweiden die robusten Rinder Wiesen, die zum Beispiel durch Steine oder Nässe nicht mit Maschinen mähbar sind und verhindern so, dass die Flächen zuwachsen. Mit maximal 700 kg, sind die Leichtgewichte besonders schonend zum Boden und verursachen nur wenige Trittschäden. Ihr Dung bietet einer Vielzahl von Insekten und Kleinlebewesen eine Lebensgrundlage.

Die Mutterkühe der anspruchslosen Rasse bringen ihre Kälber in der Regel auf der Weide ohne fremde Hilfe zu Welt. Wenn diese dann auf der Weide herumtollen sollte man sich vor den Mutterkühen in Acht nehmen. Die sonst so gutmütigen und zutraulichen Rinder können dann versuchen, ihre Jungen vor fremden Gefahren zu schützen und scheuen dann sicher nicht den Gebrauch ihrer Hörner.

Nicht zu verwechseln sind schottische Hochlandrinder mit den ebenfalls aus Schottland stammenden Galloways - diese haben im Vergleich zu den Hochlandrindern keine Hörner.

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