Schüler als Bosse

Spannende Einblicke in den Arbeitsalltag einer FhrungskraftFulda. Ich mchte mal was zu sagen haben! In diesem Punkt sind sic

Spannende Einblicke in den Arbeitsalltag einer Fhrungskraft

Fulda. Ich mchte mal was zu sagen haben! In diesem Punkt sind sich die meisten Jugendlichen einig. Doch was bedeutet das? Was zeichnet eine Fhrungskraft aus und was macht sie den ganzen Tag? Beim Projekttag "Schler als Bosse" hatten Jugendliche Gelegenheit, einen Tag lang eine Fhrungskraft zu begleiten. In einem kurzen und intensiven Dialog erfuhren sie etwas ber Entscheidungsprozesse, Mitarbeiterfhrung sowie die ganz gewhnlichen Probleme im Berufsalltag und konnten sich bei gestandenen Persnlichkeiten ber Ausbildungsmglichkeiten, Karrierechancen und Selbststndigkeit informieren.

Nach den durchweg positiven Erfahrungen im Jahr 2006 organisierten die Wirtschaftsjunioren Fulda diesen Projekttag am 29. Mai zum zweiten Mal. Das Angebot richtete sich an Schlerinnen und Schler der Jahrgangsstufen 12 der gymnasialen Oberstufe und der beruflichen Gymnasien. Rund 60 Schlerinnen und Schler der Richard-Mller-Schule, der Ferdinand-Braun-Schule, der Rabanus-Maurus-Schule Fulda und der Wigbert-Schule Hnfeld haben dieses Angebot angenommen und einen intensiven Einblick in den Berufsalltag einer Fhrungskraft und Entscheidungshilfen fr ihre Berufswahl gewonnen, bilanzierte Andreas Gehring, Vorstandsmitglied der Wirtschaftsjunioren Fulda und Projektleiter der Aktion. Ein wichtiger Faktor fr den Erfolg: Die Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt, den Berufsschulen und der IHK funktionierte reibungslos.

Rund 30 Schlerinnen und Schler, die keine Fhrungskraft begleiteten, besuchten darber hinaus von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr eine Informationsveranstaltung in der Richard-Mller-Schule. Hier berichteten die Landesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren Hessen, Christine Schneider, der Brgermeister der Stadt Fulda, Dr. Wolfgang Dippel, und Jumo-Boss Bernhard Juchheim aus erster Hand ber ihren Arbeitsalltag.

Christine Schneider stellte die Organisation und die Ziele der Wirtschaftsjunioren (WJ) vor. Netzwerke sind wichtig, betonte Schneider und beantwortete ausfhrlich wie die jungen Fhrungskrfte der Wirtschaft ihr internationales Netzwerk aufgebaut haben und pflegen sowie die Fragen nach ihrem beruflichen Werdegang. Jeder muss seinen Weg gehen, gab die Landesvorsitzenden ihren Zuhrern mit auf den Weg.

Unter dem Motto Traumberuf Brgermeister, berichtete Dr. Wolfgang Dippel, ausgehend von seinem Lebenslauf, offen ber Vor- und Nachteile seines Berufes und stellte engagiert den Konzern Stadt Fulda mit seinen 4000 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von 500 Millionen Euro vor. Die harten Fakten zu Arbeitslosigkeit, Wirtschaftswachstum und Ausbildung belegten, dass Fulda in Hessen Spitze sei. Fr ihre Ausbildung machte Dippel den Jugendlichen Mut: Viel ist mglich, man muss es nur machen. Den Schlern empfahl der Brgermeister von Fulda, die Region zu verlassen, um Erfahrungen zu sammeln und dann hierher zurckzukehren, denn Fulda hat Zukunft!.

Bernhard Juchheim skizzierte seinen persnlichen Werdegang und stellte das Familienunternehmen Jumo vor. Als ein Beispiel dafr, dass die persnliche Entwicklung eines Menschen nie aufhrt, verriet der Unternehmer, dass er selbst noch mit 56 Jahren einen Englischkurs besucht habe. Auslandserfahrung ist Gold wert, betonte der Vizeprsident der IHK-Fulda. Wichtigste Aufgabe einer Fhrungskraft sei es, die Menschen zusammenzubringen: Strken ergnzen, voneinander lernen und offen sein. Der Jumo-Chef verdeutlichte den jungen Menschen auch die Verantwortung eines mittelstndischen Unternehmers und sein Selbstverstndnis: Ehrenamt ist fr den guten Unternehmer Pflicht.

Das starke Engagement der Firmen in Stadt und Landkreis Fulda zeigt, dass das Thema Nachwuchsfrderung sehr ernst genommen wird, betonten auch IHK-Prsident Helmut Sorg und IHK-Hauptgeschftsfhrer Stefan Schunck. Bei einer Abschlussveranstaltung, zu der die Wirtschaftsjunioren ins ITZ geladen hatten, lieen Schler und Fhrungskrfte den heien und informativen Tag bei khlen Getrnken locker ausklingen.

Die Rckmeldungen waren durchweg positiv, freute sich Andreas Gehring. Bereits heute steht fest: Auch im kommenden Jahr werden sich die Wirtschaftsjunioren Fulda an dieser Aktion beteiligen und hoffen auf eine hnlich gute Resonanz. Den Schlern und auch den Bossen hat die Teilnahme viel Spa gemacht. Fr mich war der Tag wunderschn. Ich kann diese Aktion nur weiterempfehlen, verabschiedete sich Johannes Vey von Bernhard Juchheim. Der Jumo-Chef, der erst am Abend zuvor aus Breslau zurckgekehrt war, ging mit dem Schler der Richard-Mller-Schule gemeinsam die polnischen Bilanzen durch.

Die Welt wchst zusammen, es ist wichtig, den Blick fr die Globalisierung zu schrfen, von der wir leben, so Juchheim. Unternehmern biete Schler als Bosse die Gelegenheit, etwas frs Image zu tun, denn in den Medien werde das Bild der Unternehmer hufig durch Konzerne geprgt und verzerrt dargestellt. Wir knnen hier zeigen: Firmenchefs sind auch nur Menschen aus Fleisch und Blut, die nicht anonym in einem glsernen Turm arbeiten, sondern viel Verantwortung bernehmen. Und die Jugendlichen lernen gleichzeitig: Man muss etwas dafr tun, um in eine solche Position zu kommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Fünf Verkehrsverstöße bei 259 Kontrollen in Osthessen
Fulda

Fünf Verkehrsverstöße bei 259 Kontrollen in Osthessen

Die Teilnahme am Straßenverkehr unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen ist eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle mit schwerwiegenden Folgen.
Fünf Verkehrsverstöße bei 259 Kontrollen in Osthessen
Millionen für die Straßen im Landkreis
Fulda

Millionen für die Straßen im Landkreis

Hessen mobil stellt die 37 geplanten Straßenbauprojekte für das laufende Jahr vor
Millionen für die Straßen im Landkreis
Erschreckend: Was ein Senior in einem Heim im Landkreis Fulda erdulden musste
Fulda

Erschreckend: Was ein Senior in einem Heim im Landkreis Fulda erdulden musste

Tochter will Veröffentlichung als Mahnung für Angehörige verstanden wissen
Erschreckend: Was ein Senior in einem Heim im Landkreis Fulda erdulden musste
Himmelsgucker: Neuer Himmelsschauplatz in Nüsttal eröffnet
Fulda

Himmelsgucker: Neuer Himmelsschauplatz in Nüsttal eröffnet

Vergangenen Freitag war es soweit: Rund 300 Besucher blickten in Hofaschenbach in den Sternenhimmel.
Himmelsgucker: Neuer Himmelsschauplatz in Nüsttal eröffnet

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.