150 Schüler ganz Ohr

Fulda. Sie warnen uns vor Gefahren, lange, bevor wir sie sehen. Sie nehmen Gerusche sogar im Schlaf wahr. Und sie ermden nie: Die Rede ist

Fulda. Sie warnen uns vor Gefahren, lange, bevor wir sie sehen. Sie nehmen Gerusche sogar im Schlaf wahr. Und sie ermden nie: Die Rede ist von den Ohren. Unter allen fnf Sinnesorganen ist das Gehr damit besonders auergewhnlich. Aber der Hrsinn ist auch empfindlich und kann durch eine stndige Reizberflutung irreversibel beschdigt werden. Umso wichtiger, dass schon Kinder und Jugendliche lernen, auf ihr Gehr zu achten. Das ist das Anliegen der bundesweiten Schul-Aktion take care of your ears", die der Fuldaer HrakustikmeisterAndreas Trabert 150 Schlern der 7. Klassen der Heinrich-von-Bibra-Schule vorstellte.

Immer mehr junge Menschen leiden unter Schwerhrigkeit. Die Ursache liegt meist in der zu groen Lautstrke, die ber einen zu langen Zeitraum auf das Gehr einwirkt. Und es wird noch schlimmer. In den nchsten Jahren rechnen wir mit etwa 20 Prozent schwerhrigen Kindern und Jugendlichen", warnt Trabert. Zu den Aufgaben eines Hrakustikers gehre es deshalb, vor allem jungen Menschen zu zeigen, wie sie dauerhafte Hrschden vermeiden knnen.

Dass die Schler mitten im Thema sind", verdeutlicht Biologie-Lehrerin Tatjana Tide: Wir haben die Schler intensiv auf diese Aktion vorbereitet. Im ersten Schulhalbjahr wurden die Sinnesorgane im Unterricht behandelt, daher kennen die Kinder schon die Funktionen, den Aufbau und die Aufgaben des Ohrs." Initiiert wurde die Aktion bereits vor einigen Jahren von Kollegin Evelyn Hinz, Fachbereichsleiterin Biologie der Heinrich-von-Bibra-Schule. Gemeinsam mit Rektor Thomas Jung setzt sie sich dafr ein, dass einmal pro Jahr alle 7. Klassen an der Aktion take care of your ears" teilnehmen.

In einem Hrtest knnen die Schler hier prfen, wie es um ihren Hrsinn bestellt ist. Vor allem lernen sie, wie sie ihre Ohren schtzen knnen: zum Beispiel die mp3-Player nicht ganz so laut zu stellen, an Silvester Abstand zu den Bllern zu halten und in einer Diskothek nicht direkt neben den Boxen zu stehen.

In der Gesellschaft gibt es den Irrglauben, dass man durch extrem laute Musik Stress und Aggressionen abbauen kann. Das Gegenteil ist der Fall. Leise Musik und die Gerusche der Natur dagegen knnen durchaus beruhigen", stellt der Hrakustik-Meister klar. Generell komme es auch beim Hren immer auf das richtige Ma an, also auf Dauer und Lautstrke. Die Schler sollten erkennen, wie wichtig und vor allem wie einfach es ist, sich vor den stndig wachsenden akustischen Reizen zu schtzen. Ein Hrschutz kostet gerade einmal 30 Cent und passt in jede Hosentasche."

Denn seien die empfindlichen Hrchen im Innenohr erst einmal zerstrt, gebe es wie bei einem Weizenfeld nach dem Sturm keine Mglichkeit, die Schden zu reparieren. Und was das fr Konsequenzen hat, wusste schon Immanuel Kant: Nicht sehen trennt von den Dingen, nicht hren von den Menschen."

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