Schüsse auf Simba

Poppenhausen-Rabennest. Simba Aua! Was die eineinhalbjhrige Lea in ihrer kindlichen Sprache mit einem mi

Poppenhausen-Rabennest. Simba Aua! Was die eineinhalbjhrige Lea in ihrer kindlichen Sprache mit einem mitleidigen und durchaus schon verstndnisvollen Unterton ausdrcken will ist gelinde gesagt eine ziemliche Sauerei: Im Poppenhausener Ortsteil Rabenest treibt ein Tierquler sein Unwesen. Opfer des Katzenhassers: Kater Simba der Familie Kirsch. Auf den hat der Unhold nmlich mit einem Luftgewehr geschossen. Gleich dreimal und mit einer besonders hinterhltigen Munition noch dazu.

Sogenannte Diabolos, teuflisch spitze Geschosse, bohrten sich in den Krper des rot-wei getigerten Katers. Die trgt er immer noch in sich, wie auf dem Rntgenbild eines Tierarztes deutlich zu erkennen ist. Zwei Kugeln im Bauchraum und Rcken, die wohl schon lteren Datums sind, dazu eine frische Einschuss-Stelle im Becken. Das Tier leidet unter erheblichen Schmerzen, humpelt, zieht den einen Hinterlauf nach. Ein Herausoperieren der Geschosse wre wohl aber noch schmerzhafter. Wer wei, ob Simba den Eingriff berleben wrde.

Karina und Marco Kirsch, Eltern der kleinen Lea, sind erbost. Was muss das fr ein Mensch sein, der solche Sachen macht? Das junge Ehepaar sorgt sich dabei nicht nur um seine Katze: Wir mgen uns gar nicht ausmalen, was alles passieren knnte, wenn Lea beim Spielen mit Simba im Freien in die Schusslinie geraten knnte.

Deshalb bleiben Katze und Kind vorerst mal im Haus, gut beaufsichtigt von Eltern und Groeltern. Die haben zudem in der Umgebung von Poppenhausen und Gersfeld eine groe Flugblattkampagne gestartet, loben in Flyern und Plakatanschlgen in Supermrkten, Eisdielen sowie an Scheunentoren und Anschlagswnden eine Belohnung in Hhe von 400 Euro fr Hinweise auf den beltter aus. ber dessen Identitt sie freilich nur Mutmaungen anstellen knnen: Es muss jemand aus der Gegend sein. Hier haben viele Leute Luftdruck-waffen. Aber was bringen uns schon Spekulationen weiter, einen konkreten Verdacht haben wir nicht. Nachbarn sprechen die Kirschs an, bieten Hilfe und Untersttzung. Eine Bekannte hat am Telefon geweint und gesagt: Das ist ja ganz schlimm. Mittlerweile ist fast das ganze Dorf sensibiliert und das ist ja auch Sinn der Sache, sagt Marco Kirsch. Dass so etwas nicht mehr vorkommt. Dass nicht allein unsere, sondern auch andere Katzen geschtzt werden. Denn die Dunkelziffer drfte hher liegen. Wann kommt es denn schon mal vor, dass eine Katze auf Schuss-Projektile gerntgt wird ...Eventuell gibt es sogar noch einen weiteren, vergleichbaren Fall in Abstroda. Dort hat ein fast identisch rot-wei-getigerter Kater unter hnlichen Symptomen gelitten. Auch hier vermuteten die Katzenbesitzer eine Schussverletzung, was allerdings durch den Tierarzt und ein Rntgenbild nicht eindeutig besttigt werden konnte. Mglicherweise sind die Geschosse von selbst herausgeeitert, wie die Tierhalter glauben. Auch die Polizei ruft zu Hinweisen auf, um mglichen weiteren Katzen erhebliche Schmerzen und Leiden zu ersparen. Wer den Tierquler bei seinem schndlichen Tun unter Umstnden beobachtet hat, der meldet sich bitte bei der Polizeistation in Hilders unter der Telefonnummer 06681/ 96 120 oder auch bei Familie Kirsch unter Fon 06658/ 917 999.

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