Schüsse, Tote und Verletzte: Groß-Einsatzübung im Fuldaer Münsterfeld

Einsatzübung für den Ernstfall am Samstag im Fuldaer Münsterfeld.
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Einsatzübung für den Ernstfall am Samstag im Fuldaer Münsterfeld.

Den Ernstfall probten am Samstagvormittag Einsatzkräfte von Polizei, Landkreis und Rettungsdiensten im Fuldaer Münsterfeld.

Fulda - Zwei flüchtende,, gefährliche Waffennarren aus dem fiktiven Oberrode hinterlassen ein Schlachtfeld mit Toten und Verletzten. Ein Mitarbeiter der Waffenbehörde des Landkreises kann einen Notruf absetzen. Und die Maschinerie der Einsatzkräfte kommt in Gang. Polizei, Katastrophenschutz und Rettungsdienste aus dem ganzen Landkreis sowie darüber hinaus eilen zum Münsterfeld. Menschen schreien, bluten, sind bewusstlos. "Die Flüchtenden sind bewaffnet und gewalttätig", tönt es aus den Funkgeräten.

Was sich im ersten Moment gefährlich anhört, ist (zum Glück) nur eine Übung. Seit rund einem Dreivierteljahr wird vorbereitet, was sich am Samstagvormittag beim Baseballplatz im Fuldaer Münsterfeld abspielt. 109 Polizisten sind im Einsatz, 45 davon direkt an der Übung beteiligt. Der Rest beobachtet, was passiert. Weitere 85 Feuerwehrleute sowie zahlreiche Rettungsdienste. Notärzte und Landkreis-Mitarbeiter sind dabei.

Das Münsterfeld wurde als "Tatort" ausgewählt, weil er sich gut eignet. Mit den Ereignissen um den dort erschossenen Flüchtling hat das nichts zu tun, so Polizeisprecher Thomas Rodemer vom Präsidialbüro. Zahlreiche Freiwillige haben sich als "Opfer" schminken lassen und werden nach Rettungsmaßnahmen am Tatort direkt in Klinikum Fulda gefahren. Dieses ist in die Übung einbezogen, weshalb auch André Eydt von der Klinikumsleitung vor Ort ist.

Landrat Bernd Woide, der Erste Kreisbeigeordnete Frederik Schmitt, Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Michael Koch, der Landrat des Landkreises Hersfeld-Rotenburg, Christoph Schwab vom Deutschen Roten Kreuz und natürlich Polizeipräsident Günther Voß waren ebenfalls dabei, um sich die Übung anzuschauen.

Grund für die Großübung war, die theoretischen Pläne, die für solche Fälle existieren, auszuprobieren und zu schauen, wo Verbesserungsbedarf besteht und was bereits Hand in Hand gegriffen hat. Nach rund drei Stunden war die Übung beendet. "Hoffen wir, dass so etwas nie wirklich passiert", so Polizeipressesprecher Martin Schäfer.

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