Die Schweden vermöbelt: Deutsche Puckjäger besiegen Skandinavier mit 5:2

Frankfurt. "So geht es gar nicht. Das war ein absolutes No-go. Unser Team hat sich regelrecht überrumpeln lassen." Erich Kühnhackl, "

Frankfurt. "So geht es gar nicht. Das war ein absolutes No-go. Unser Team hat sich regelrecht überrumpeln lassen." Erich Kühnhackl, "Deutschlands Eishockeyspieler des Jahrhunderts" und Vizepräsident des "Deutschen  Eishockey-Bundes (DEB), fand klare Worte. Das war am Sonntag in der "Eissporthalle Frankfurt" – wohlgemerkt vor dem zweiten Spiel im Rahmen der "Euro Hockey Challenge" gegen Schweden. Tags zuvor hatte die deutsche Nationalmannschaft  gegen die "Tre Kronors" in Krefeld mächtig auf die Mütze bekommen und war sage und schreibe mit 0:8 von den Kufencracks aus dem "Lande Ikeas" regelrecht vermöbelt worden.

Doch das ersatzgeschwächte junge deutsche Team von Bundestrainer Pat Cortina bewies große Moral und schlug zurück: 5:2 (1:2, 2:0, 2:0) lautete nach drei  Dritteln das  Endergebnis vor 3.156 begeisterten Fans in Frankfurt. Ein hi-storischer, weil erst der zehnte Sieg im 94. Vergleich gegen die in aller Regel übermächtigen skandinavischen Möbelschränke.  Und Kühnackls Miene hellte sich merklich auf. Denn trotz des Fehlens der NHL-Profis sowie der Stars von den "Kölner Haien" und "Berliner Eisbären", die zeitgleich in der Bundeshauptstadt den Deutschen Meister ermittelten (die Berliner siegten nach vier Vergleichen), präsentierte sich die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft als Team mit Perspektive, das für die anstehende Weltmeisterschaft in Schweden und Finnland hoffen lässt. Zumal man beim "DEB" auf Wiedergutmachung setzen muss, nachdem die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Sotschi im kommenden Jahr gründlich in die Hose ging. Dementsprechend couragiert gingen Cortinas Jungs zu Werke und kauften nach anfänglicher Verunsicherung mit großem Kampfeswillen im Verlauf der Partie den Schweden zunehmend  den Schneid ab.

Ein großer Rückhalt des deutschenTeams war dabei Goalie Dennis Endras. Der Torhüter von "Adler Mannheim"  brachte die Stürmer des WM-Gastgebers mit zahlreichen Glanzparaden regelrecht zur Verzweiflung.  Zum deutschen "Man of the Match" wurde freilich sein Vereinskollege Nikolai Goc gewählt. Der Bundestrainer zeigte sich von der stimmungsvollen Untersützung durch das Publikum in Frankfurt sehr angetan. Das Ergebnis  des letzten Leistungstests vor der am 3. Mai in Helsinki beginnenden WM sei ein Riesen-Motivationsschub. Sollte man dann wieder auf die Co-Gastgeber treffen, wäre dies frühestens im Viertelfinale oder Halbfinale in Stockholm möglich. Aber warum sollte mit einer vergleichbar engagierten  Leistung wie in der Frankfurter Eissporthalle nicht eine Überraschung möglich sein? Das wäre Balsam auf die Seele des leicht siechenden deutschen Eishockeys und würde ihm wieder zu etwas mehr Glanz verhelfen.

Für das besondere Flair eines Festtages in der Frankfurter Eissporthalle sorgte neben den Puckjägern und Zuschauern die Cheerleader-Gruppe "Danity Dancers". Die Hymnen vor dem Spiel wurden von Anja Miller live gesungen.

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