Schwedisches Königspaar auf Privatbesuch in Fulda 

Zwischenstation in Osthessen während Heimreise / OB Wingenfeld präsentiert das Fuldaer Stadtschloss

Fulda - Royaler Glanz in der ehemaligen Residenzstadt Fulda: Das schwedische Königspaar Carl XVI. Gustaf und Silvia hat Osthessen Anfang der Woche einen rein privaten Besuch abgestattet. Fulda diente dabei als Zwischenstation auf der Heimreise in Richtung Schweden. Das Königspaar, das sich gerade in den Sommerferien befindet, übernachtete von Montag auf Dienstag im "Maritim"-Hotel am Schlossgarten und traf bei einer privaten Besichtigung des Stadtschlosses auch Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld.

Zusammen mit der Leiterin der Abteilung Tourismus und Kongressmanagement der Stadt Fulda, Elisabeth Schrimpf, führte der Oberbürgermeister die prominenten Gäste durch die repräsentativsten Räume des Stadtschlosses. Sichtlich beeindruckt zeigten sich König Carl Gustaf und Königin Silvia vom barocken Fürstensaal, dem ehemaligen Spiegelkabinett der Fuldaer Fürstäbte und Fürstbischöfe sowie der Sammlung an wertvollem Porzellan aus der Fuldaer Porzellanmanufaktur (1764-1789).

Bei der spontanen Führung auf Deutsch und Englisch gab OB Wingenfeld auch Erläuterungen zur Geschichte und Gegenwart Fuldas – bis hin zu dem Hinweis, dass auf dem benachbarten Domplatz gerade die Proben für das Musical „Bonifatius“ als größter Open-Air-Inszenierung des Jahres in Deutschland laufen. Carl Gustaf zückte sein Mobiltelefon und hielt ein paar Eindrücke aus dem Barockviertel und der imposanten Bühne auf dem Domplatz per Handyfoto fest. Im kurzen Gespräch mit dem OB zeigte sich das Königspaar auch beeindruckt davon, dass das historische Stadtschloss als Museum und gleichzeitig als Sitz der Stadtverwaltung dient.

Entsprechend überrascht waren auch städtische Mitarbeiter oder Fuldaer Bürger, die am Montagnachmittag noch einen späten Termin im Rathaus hatten, als ihnen auf den Fluren das Königspaar begegnete. Dabei waren Carl Gustaf und Silvia betont zurückhaltend gekleidet und wirkten aus der Ferne wie ein normales Touristenpaar – allerdings unauffällig begleitet von Sicherheitspersonal. Die entspannte Atmosphäre im sonnigen Fulda schien den royalen Gästen sehr zu gefallen, so dass sie am darauffolgenden Tag die Gelegenheit kurz vor der Abreise noch einmal zu einem kurzen Bummel durch den barocken Schlossgarten sowie durch einige Straßen der Innenstadt nutzten.

Elisabeth Schrimpf erlebte die prominenten Gäste als „unkompliziert, charmant und sehr interessiert“. Insbesondere mit Blick auf die Blumenpracht im Schlossgarten und den Aufwand, den die Stadt Fulda dafür treibt, hatte das Königspaar viele Nachfragen: „Und ganz begeistert waren sie schließlich, als sie erfahren haben, dass die allermeisten Blumen in der eigenen städtischen Gärtnerei aufgezogen werden.“

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