Sechs weitere Jahre Erster Kreisbeigeordneter

Schmitt wurde am Montag im Amt bestätigt und wird weitere sechs Jahre Erster Kreisbeigeordneter im Landkreis Fulda sein.
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Schmitt wurde am Montag im Amt bestätigt und wird weitere sechs Jahre Erster Kreisbeigeordneter im Landkreis Fulda sein.

Frederik Schmitt, der wiedergewählte Erste Kreisbeigeordnete im Landkreis Fulda, im Gespräch

Landkreis Fulda. Am Montag wurde Frederik Schmitt, Jahrgang 1980, vom Kreistag in seine zweite Amtszeit als Erster Kreisbeigeordneter gewählt. „Fulda aktuell“ sprach mit dem Familienvater, der seine Fähigkeiten nun mindestens weitere sechs Jahre in den Dienst der Kreisverwaltung stellt. „Fürchte Dich nicht“, würde Schmitt über die vergangenen sechs Jahre als Ester Kreisbeigeordneter setzen, wenn er aus der Bibel zitieren wollte. „,Gestalten vor Ort und unmittelbar‘, könnte ein Buchtitel lauten. Und für die Fans der ,Drei ???‘ ist es ,ein spezialgelagerter Sonderfall‘“, sagt Schmitt mit einem Lächeln über seien erste Amtszeit.

Seit März 2020 bis heute hat ihn die Pandemie mit all ihren Herausforderungen sehr beschäftigt. „Das aus meiner Sicht Singuläre daran ist, dass sie alle unsere Lebensbereiche betrifft und quasi nichts verschont“, so der Erste Kreisbeigeordnete. Die Arbeit als Erster Kreisbeigeordneter sei normalerweise thematisch sehr vielfältig: Von A wie Abfall bis Z wie Zulassung. Im vergangenen Jahr hat sich das laut Schmitt grundlegend gewandelt, „und es gibt eigentlich nur noch das eine Thema der Pandemie.“ 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landkreises arbeiten an verschiedenen Standorten in der Kontaktpersonennachverfolgung, der Hotline oder der Überwachung in ganz anderen Aufgaben als üblich.

„Als Gesundheitsdezernent ist es meine Aufgabe, viele Ebenen in und auch außerhalb der Kreisverwaltung zu koordinieren. Dabei stehe ich ständig im Kontakt und Austausch mit Vertretern der drei Krankenhäuser, der niedergelassenen Ärzte, des Rettungsdienstes, der Ordnungsbehörden der Städte und Gemeinden, der Polizei, des Schulamtes, der Pflege- und Heimaufsicht und der Ministerien in Wiesbaden. Vor einigen Wochen kam die Aufgabe des Betriebs des Impfzentrums hinzu. Hier freue ich mich, dass wir – trotz des Impfstoffmangels – schon über 10.000 Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis impfen konnten und dass sich aufgrund des nun verfügbaren Impfstoffes diese Zahl in den nächsten drei Wochen sogar verdoppeln kann“, sagt Schmitt.

Die Fallzahlen im Landkreis seien in den letzten Wochen deutlich zurückgegangen. In der ersten Januarwoche gab es 800 Fälle, in der vergangenen Woche 170. „Sorge macht mir die Entwicklung rund um die Varianten des Virus. Zuversicht gibt mir die immer größer werdende Verfügbarkeit der Impfstoffe“, so der Gesundheitsdezernent. „Zu meinem Dezernat gehören das Jugendamt, der Bereich Ehrenamt, Vereine und Sport, das Gesundheitsamt, Veterinärwesen und Verbraucherschutz, der Katastrophenschutz und das Feuerwehrwesen, der Bereich Abfall, die Zulassungsstelle, die Kommunalaufsicht, die Ausländerbehörde, das Rechtsamt und der Bereich Personal und Organisation“, sagt der 40-Jährige.

„Ich bin mit Leidenschaft und Herz in der kommunalen Verantwortung. Der Landkreis Fulda ist meine Heimat. Für die Möglichkeit, in den vergangenen und den kommenden Jahren hier gestalten und etwas bewegen zu können, bin ich persönlich sehr dankbar“, sagt Schmitt über seine politische und berufliche Zukunft.

Und was macht ein Erster Kreisbeigeordneter, der Vater von drei Kindern im Alter von 2, 5 und 7 Jahren und glücklich verheiratet ist, in seiner Freizeit? „In den letzten Wochen waren meine Frau und ich mit unseren Kindern Schlitten fahren, wir haben Schneemänner gebaut und waren auf den zugefrorenen Haunewiesen Schlittschuhlaufen. Wir haben Musik gemacht und haben öfters gemeinsam gelesen: ,Pumuckl‘, ,Peppa Wutz‘, ,Die Fünf Freunde‘ und natürlich ,Die drei ???‘“, erzählt Schmitt. „Ich mache gerne Musik mit meinen Freunden in der Band ,Peanutz‘ und spiele gerne Fußball mit den Alten Herren der ,SG 08 Steinau‘. Ich gehe überaus gerne wandern und laufen und liebe es zu kochen“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete.

Seine Lieblingsbücher sind „Herkunft“ von Saša Stanišic , „Imperium“ von Robert Harris, „Jerusalem“ von Yotam Ottolenghi und „Unterm Vogelbeerbaum von“ Gerold Effert. Und für ihn gibt es im Landkreis unzählige Lieblingsorte. „Das macht unseren Landkreis ja gerade aus. Wenn ich mich auf einen festlegen muss, dann ist es an der Kreuzigungsgruppe auf dem Gipfel der Milseburg“, so Schmitt.

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