"Wir haben in gute Konzepte investiert"

Archiv Lenz
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Benjamin Kehl ("Landhaus Kehl") fordert mehr Verantwortung anstatt Verbote

Tann - Zur allgemeinen Lockdown-Situation äußert sich Benjamin Kehl, Juniorchef vom „Landhaus Kehl“ in Lahrbach.

FULDA AKTUELL: Wie lange ist Ihr Hotel-/Restaurant bereits geschlossen?

BENJAMIN KEHL: Seit dem 2. November 2020.

FA: Hatten beziehungsweise haben Sie andere Einnahmemöglichkeiten (Liefer-/Abholservice)?

KEHL: Seit dem 1. Advent können unsere Gäste bei uns weiterhin Essen abholen. Das heißt, wir bieten ihnen die Möglichkeit, von Freitag bis Sonntag entweder warmes Essen zu holen oder sich verschiedene Genussboxen mit nach Hause zu nehmen und diese dann selber fertig kochen.

FA: Kann Ihr Unternehmen den Lockdown verkraften?

KEHL: Diese Frage ist sicherlich nicht ganz einfach zu beantwortet. Natürlich haben wir große Verluste zu verzeichnen, und gerade die fehlenden Premiumtage 2020 (Ostern, Maifeiertage, Weihnachten und Silvester) machen es uns nicht gerade einfach. Aber wir sind fest davon überzeugt, dass wir als konservativ geführter Familienbetrieb da irgendwie durchkommen.

FA: Haben Sie staatliche Hilfen beantragt? Wenn ja, haben Sie Gelder erhalten?

Kehl: Ja, das haben wir. Wobei wir bei den Coronahilfen 1 und 2 leer ausgegangen sind. Aktuell ist die Novemberhilfe in vollen Umfang überwiesen und die Dezemberhilfe genehmigt, aber es wurde noch nichts ausgezahlt.

FA: Wie bereiten Sie sich auf eine mögliche Wiederöffnung ab dem 15. Februar vor?

KEHL:  Aktuell warten wir die Meldungen in der Presse ab. Wenn wir 15. Februar wieder öffnen dürften, können wir das kurzfristig in die Wege leiten.

FA: Was erhoffen Sie sich von 2021?

KEHL:  Ganz einfach gesagt, dass wir wieder mitspielen dürfen. Die Zeit nach dem ersten Lockdown hat gezeigt, das wir unter vernünftigen Regelungen auch Möglichkeiten haben, unsere Dienstleistungen an den Gast zu bringen. Natürlich erhoffen wir uns auf der einen Seite aber auch, dass die Gäste unsere Leistungen mehr schätzen und die Politik auf der anderen Seite uns im ländlichen Bereich mehr unterstützt um die Region attraktiv zu halten.

FA: Was erwarten Sie von der Politik?

KEHL: Wir verstehen sicherlich die Entscheidungsträger und ihre große Verantwortung Dinge abzuwägen. Allerdings müssen wir Regelungen finden, die es uns ermöglichen, mit vernünftigen Hygienekonzepten die Gastronomie und Hotellerie wieder zum Laufen zubekommen. Wir, als „Landhaus Kehl“, haben gerade da einiges in gute Konzepte investiert. Deshalb müssen wir mehr über Verantwortung sprechen und nicht über Verbote. Denn gerade die Gastronomie hat alles dafür getan, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Was sich insbesondere darin zeigt, dass sich in den Gaststätten eben fast keine Menschen infiziert haben.

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