Selbst ernannte Waschbärschützer unterliegen vor Gericht

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Angebliche brutale Tötung zweier Waschbären stimmt wohl so nicht. Landgericht Marbug weist Klage gegen Jäger aus dem Vogelsberg ab.

Vogelsbergkreis/Marburg. Das Landgericht Marburg hat einen Antrag auf einstweilige Verfügung gegen den "Deutschen Jagdverband" (DJV) rechtskräftig abgewiesen. Diesen hatten zwei "selbst ernannte Waschbärschützer" gestellt, die im Vorfeld mit einer Strafanzeige gegen Unbekannt wegen der angeblich brutalen Tötung  zweier  Waschbären  vorgegangen  waren.

Den  Fall  hatten  die "Waschbärschützer"  im  Frühjahr  2015  publik  gemacht.  So  waren örtliche Jäger in den medialen Fokus geraten. Die Jäger recherchierten den  Fall  und  deckten  Ungereimtheiten  auf.  Von  den  zwei Waschbären war  nur  noch  einer  auffindbar,  der  vom  "Hessischen  Landeslabor" untersucht  wurde.  Das  Labor  konnte  keine  Anzeichen  vonGewalteinwirkung feststellen, dafür aber das Staupevirus.

Auf Basis ihrer Recherche erstatten die hessischen Jäger und der DJV – unterstützt  vom  "Landesjagdverband   Hessen"  –  Strafanzeige  gegen  die  beiden  Männer wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat. "Hier wurde von selbsternannten  Waschbärschützern  mit  fragwürdigen  Methoden Stimmung  auf  Kosten  der  Jäger  gemacht.  Dabei  konnten  wir  nicht untätig  zusehen",  sagte  der Landesjagdverbandspräsident  Dr.  JürgenEllenberger.

Gegen  einige  Passagen  aus  einer  Pressemitteilung,  die  der  "DJV"  aus diesem Anlass herausgab, wollten die Betroffenen gerichtlich vorgehen und revanchierten sich mit dem Antrag auf einstweilige Verfügung, den das  Landgericht  Marburg  nun  abwies.  Gegen  das  Urteil  legten  die Antragsteller keine Berufung ein, so dass die Entscheidung inzwischen rechtskräftig ist.Die  Ermittlungsverfahren  wegen  der  Strafanzeigen  sind  noch  nicht abgeschlossen.

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