„SG Barockstadt“ will „Lokomotive für diese Region“ sein

Professionelle und kompetente Gesprächspartner: Trainer Sedat Gören, Dominik Wüst und Kapitän Patrick Schaaf
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Professionelle und kompetente Gesprächspartner: Trainer Sedat Gören, Dominik Wüst und Kapitän Patrick Schaaf

Mit dem Auswärtsspiel bei dem „SC Hessen Dreieich“ startet die „SG Barockstadt Fulda-Lehnerz“ am 12. März um 15 Uhr in die Aufstiegsrunde der in dieser Saison erstmals zweigeteilten „Lotto Hessenliga“.

Fulda Die „Föllscheelf“ liegt bei den Playoffs punktgleich mit den Teams des FC Eddersheim und „Rot-Weiß Hadamar“ mit jeweils 13 Punkten auf dem dritten Rang, während „Eintracht Stadtallendorf“ mit 17 Zählern die Tabelle anführt. Gegner Dreieich nimmt mit zwölf Punkten den fünften Rang ein. Der erste Platz garantiert den Aufstieg in die Regionalliga Südwest, der Zweitplatzierte nimmt an einer Relegationsrunde teil.

Im Vorfeld unterhielt sich die FULDA AKTUELL-Redaktion in der „Sportsbar“ mit Trainer Sedat Gören, Kapitän Patrick Schaaf und dem in der Winterpause von „Hanau 93“ in die Johannisau gewechselten Dominik Wüst. Vor Kurzem erst war der Vertrag des Teams um Trainer Gören seitens des Vorstandes verlängert worden (wir berichteten).

„Wir wollen aufsteigen“

Wie der 50-jährige Coach nun sagt, „fühlen wir uns alle hier sehr wohl. Die Mannschaft ist intakt, hier haben wir alle etwas gemeinsam aufgebaut und wollen nun auch die Früchte dieser Arbeit ernten. Das Umfeld passt, wir wollen aufsteigen, das ist unser Ziel, und da sind wir sehr optimistisch“. Und Sedat Gören macht auch klar, „dass der Verein vorbereitet ist auf die Situation, wenn wir aufsteigen sollten“. Die sportliche Leitung in Gestalt von Volker Bagus hatte die Vertragsverlängerung unter anderem damit begründet, dass es der Chefcoach „jedes Mal geschafft hat, die Spieler wieder auf den Punkt zu motivieren, neu anzugreifen und Ergebnisse zu liefern“.

Deutlich wird während des Gespräches am Dienstagabend vor dem Training auch, wie vorbereitet und höchst professionell sich das „SGB-Trio“ bei solch einem Pressetermin präsentiert. Dies gilt sowohl für den „Trainerfuchs“ Sedat Gören und für den seit Längerem wegen einer Erkrankung nicht einsatzfähigen Kapitän Patrick Schaaf, sondern auch für den 25 Jahre alten Dominik Wüst. Der Stürmer, der seit Sommer für „Hanau 93“ spielte, kam mit der Empfehlung von sechs Toren in 16 Spielen in der Winterpause nach Fulda und hat sich hier schon bestens eingelebt. „Sportlich habe ich mich weiter entwickeln wollen und hatte im Vorfeld gute Gespräche mit den Verantwortlichen geführt. Hier sehe ich für mich eine vielversprechende sportliche Perspektive und bin sehr glücklich darüber, dass es geklappt hat“.

Auch seinem Trainer zufolge „hat sich Dominik schnell bei uns eingefunden“. Der Betreffende war übrigens beim Gastspiel der Hanauer in der Johannisau (2:1 für die „SGB“) einmal für seinen damaligen Club erfolgreich gewesen. An weiteren Neuzugängen konnte der Verein Akif Kovac, Eric Ganime und Max Bell Bell willkommen heißen. Was den Kader angeht, so gehören diesem 19 Feldspieler und die beiden Torhüter an. Hinzu kommen aus der zweiten Mannschaft aktuell Maximilian Weisbäcker, Robin Fabinski und Jonas Jakob.

Bei der Bilanz der „Hauptrunde“ betont Coach Gören, dass man sehr gut in die Spiele hineingekommen sei und die ersten neun von zehn Begegnungen gewonnen habe. „Dann aber haben uns langwierige Verletzungen zurückgeworfen“. Mit der Vorbereitung sei er sehr zufrieden, und natürlich auch mit dem Auftritt vor Kurzem im Pokal: Nach einem 2:1 gegen „Hessenliga“-Konkurrent FC Erlensee steht die „Föllscheelf“ im Viertelfinale des Hessenpokals.

Aufgrund des neuen Modus‘ „ist jetzt jedes der zehn Spiele ein Endspiel“, betont Kapitän Schaaf, der hofft, von seiner längeren Erkrankung bald wieder ganz genesen zu sein, um die Mannschaft unterstützen zu können. Neben der „SGB“ ist aus dem osthessischen Raum übrigens nur noch der „SV Neuhof“ bei den Aufstiegs-Playoffs mit dabei, und der 32-jährige Schaaf weiß, „dass in einer solchen Aufstiegsrunde immer eine Überraschung warten kann“. Das Team werde „in jedem Spiel liefern müssen, viel dürfen wir uns da nicht erlauben“. Die Region sei bekannt dafür, dass schnell eine große Euphorie herrsche, „und dafür sind halt Siege die Voraussetzung“. Sein Coach formuliert es so: „Wir wollen eine Lokomotive für diese Region sein, was die sportlichen Erfolge angeht. Das ist unser Ziel!“

Sport und Alltag

Die Professionalität, die das Trio auszeichnet, wird auch deutlich bei Aussagen zur aktuellen Situation und dazu, wie Sport den Menschen in Zeiten von Corona und Ukraine-Krieg helfen kann. Wüst zufolge ist „Sport sehr wichtig in diesen Zeiten, in denen man vielfach nur schlechte Sachen hört. Da kann Sport ein wichtiger und guter Ausgleich sein“. Auch Schaaf betont, dass die Begeisterung bei einem Spiel die Leute für einige Stunden vom Alltag ablenken kann, „die dann den Kopf freibekommen“. Sein Trainer betont, dass die aktuellen Ereignisse natürlich nicht spurlos am Team vorüber gehen und gemeinsam darüber gesprochen wird.

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