Aus Sicht des Gesundheitsnetzes Osthessen: Schutzmaskenpflicht statt nur Empfehlung

Mitglieder des Aufsichtsrates und Vorstandes berieten gestern in einer Sitzung über die aktuelle Exit-Strategie.

Osthessen - Zur Lockerung ist aus Sicht der GNO statt einer Empfehlung eine Schutzmaskenpflicht in der Öffentlichkeit erforderlich und dies vor allem in medizinischen Einrichtungen, wie Arztpraxen, Krankenhäusern, aber auch in Pflegeinrichtungen. 

Nur die Empfehlung reicht den Ärzten nicht aus. Wer eine Schutzmaske richtig trägt, ist deutlich weniger ansteckend. Aber auch eine Maskenpflicht in allen Bereichen, in denen Abstände nicht immer eingehalten werden können, wie zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln, Schulen, Praxen oder Geschäften. „Der richtige Umgang mit den Masken sollte weiter öffentlich vermittelt werden."

Die Regelung in Taiwan ist ein gutes Beispiel hierfür. „Die Grundlagen der weiteren Exit-Strategie sollten der Bevölkerung in verständlicher Weise transparent gemacht werden, über die Art und Weise der Lockerung sollte breiter Konsens bestehen. Wer die Pandemie verharmlost oder meint, sie durchlaufen lassen zu können, sollte in die USA oder in unsere Nachbarländer schauen“, sagt Dr. Werner Baumgärtner, Vorsitzender der Ärztevereinigung der MEDI Baden Württemberg AG. 

„Dort sterben Menschen, die keinen Beatmungsplatz bekommen haben. Wenn es keine Kapazität mehr gibt, sterben Jung und Alt.“ Die Exit-Strategie muss bis zu einer Impfung oder einer wirksamen Therapie so gestaltet werden, dass das deutsche Gesundheitswesen nicht kollabiert. „Dazu gibt es keine Alternative“, betont Baumgärtner, „aber es besteht Hoffnung, dass in absehbarer Zeit bessere therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung stehen werden.“ 

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