Jugendraum wird saniert: Silges freut sich über 4.450 Euro Fördergelder

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Staatsminister Axel Wintermeyer (Fünfter von links) überreicht den Förderbescheid.

Staatsminister Wintermeyer übergab am Donnerstagnachmittag in Silges den entsprechenden Förderbescheid

Nüsttal - Der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, hat einen Förderbescheid in Höhe von 4.450 Euro an den Verein „Silges – Miteinander und Füreinander Leben“ überreicht. Die Landesmittel stammen aus dem Programm „Starkes Dorf – Wir machen mit!“ und sind für die Sanierung des örtlichen Jugendraumes gedacht.

„Trotz sehr guter Standortbedingungen kämpft Silges wie viele andere Dörfer ähnlicher Größe mit der Schließung sozialer Treffpunkte. Die einzige Gaststätte im Dorf ist seit 2017 geschlossen. Die Menschen brauchen aber einen sozialen Mittelpunkt, vor allem die Jugend – hier kommt das Projekt zum Tragen, das den Jugendraum modernisieren und verschönern will. Die Hessische Landesregierung unterstützt das Vorhaben, das diesen Treffpunkt stärkt, daher gerne finanziell“, sagte Wintermeyer.

In dem Nüsttaler Ortsteil mit seinen 394 Einwohnern ist dementsprechend die Freude groß, Mittel aus dem Förderprogramm zu erhalten. „Die Einwohner von Silges sind mit neun Vereinen sehr engagiert und haben ein Angebot für jede Altersstruktur: von der Jugendfeuerwehr, über den Fastnachtsverein bis zum Heimat- und Geschichtsverein. Mit dem geplanten Vorhaben soll ein weiteres Zeichen für die Dorfgemeinschaft gesetzt werden“, sagte der Staatsminister am Donnerstagnachmittag. Bei dem Projekt steht vor allem die Jugend im Vordergrund: Wer in einem Ort aufwächst, den er selber mitgestaltet, der bleibt später lieber dort als fortzuziehen, so die Idee.

Von den Fördergeldern soll der Jugendraum im Dorf umfassend saniert werden. Unter anderem soll eine Neueindeckung des Daches, Schornsteinsanierung, Sanierung der Toiletten, Türen und des Eingangsbereichs erfolgen. Zudem wird bei einem Graffiti-Workshop für die Jugendlichen die Außenfassade verschönert. Alle anfallenden Arbeiten werden im Ehrenamt erledigt. Die Projektkosten beziehen sich lediglich auf Material und den Sprayer für den Graffiti-Workshop.

„Langfristig können dabei auch die lokalen Unternehmen profitieren, denn die Jugendlichen werden bei allen Arbeiten durch ortsansässige Dachdecker-, Spengler- und Schreinerunternehmen angeleitet und lernen so die einzelnen Gewerke und Werkstätten kennen, in denen sie vielleicht künftig einen Ausbildungsplatz antreten“, sagte Wintermeyer abschließend.

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