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SITZBÄNKE für rumänische Schüler

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Fulda/Cluj-Napoca. Weit kann der Blick ber die nahezu unbewohnten Hgelketten der Westkarpaten schweifen. Die Htte, in der die 12 Jug

Fulda/Cluj-Napoca. Weit kann der Blick ber die nahezu unbewohnten Hgelketten der Westkarpaten schweifen. Die Htte, in der die 12 Jugendlichen aus Thringen und die 15 Fuldaer Jugendlichen whrend ihres siebentgigen Aufenthalts in Rumnien gemeinsam mit 15 rumnischen Jugendlichen untergebracht waren, liegt in einem Wintersportgebiet, ca. eine Stunde entfernt von Cluj-Napoca, der Hauptstadt Transsilvaniens. Fern ist hier oben die Grostadt mit ihrem Lrm, ihren Ablenkungsmglichkeiten, aber auch mit ihren Bequemlichkeiten. Alles musste mitgebracht werden: Lebensmittel, Schlafscke, Wasser. Als Toilette diente ein urtmliches Plumpsklo, Kerzen gaben Licht und wer es warm haben wollte, musste Feuer im Kamin oder am Lagerfeuerplatz machen. Dafr erlebten die Jugendlichen die Natur und sich selbst als Gruppe intensiver als jemals zuvor. Und zu tun gab es auch mehr als genug: Sie rumten das Gelnde auf, auf dem zwei ca. 100 Jahre alte Fachwerkhuser stehen, die in traditioneller Konstruktionsweise ohne einen einzigen Nagel gebaut wurden, und setzten im groen Stil Holz um. Die deutschen Jugendlichen leisteten diese Arbeit nicht, um beschftigt zu werden oder um dem Besitzer des Gelndes einen Gefallen zu tun. Die Huser und Htten sollen den Jugendgruppen auch in Zukunft noch oft als Unterkunft fr Workcamps und Jugendbegegnungen dienen. Denn diese Begegnung ist die Fortsetzung einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Fulda und Cluj-Napoca, die schon seit ber 18 Jahren besteht und diesmal von der Streetwork der Stadt Fulda in bewhrter Kooperation mit dem Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt und den beiden Vereinen Grmel e.V. und YouRoPa e.V. organisiert und durchgefhrt wurde. Dazu zhlten auch die vorbereitende Treffen und Arbeiten. So hatten einige Jugendliche vom Aschenberg schon im Vorfeld Bnke gebaut, die zusammen mit einem Hilfstransport nach Rumnien transportiert wurden. Die Bnke wurden dann auf dem Pausenhof einer Schule montiert, die in einem der Problemviertel Clujs angesiedelt ist. Die deutschen Jugendlichen erlebten so hautnah, wie sie selbst etwas handwerklich leisten und fertig stellen knnen und wie es anderen zugute kommt, denen es noch viel schlechter geht, als einem selbst. Berhrungspunkte ganz anderer Art mit den rumnischen Jugendlichen gab es bei Diskussionsrunden zu brennenden Themen wie Jugendarbeitslosigkeit und Armut, bei diversen Freizeitaktivitten wie Reiten, Klettern und Kanu fahren und natrlich bei dem schon mit Spannung erwarteten Fuballturnier um den von Brgermeister und Sportdezerneten Dr. Wolfgang Dippel gespendeten Wanderpokal. Glcklich konnten die Aschenberger Jugendlichen die Trophe nach einem packenden Endspiel mit nach Hause nehmen.Zu den schnsten und spannendsten Erlebnissen gehrte neben diesem Triumph die Besichtigung der Tropfsteinhhle Bears Cave, eine halsbrecherische Fahrt in die Berge auf der Ladeflche eines offenen Pick ups und vier Tage Ferien auf einem Bauernhof, von dem die frischen Lebensmittel bezogen wurden und die Gruppe selbst Pizza in einem Steinofen backen konnte.Damit mglichst viele Jugendlichen auch in Zukunft noch solche Fahrten unternehmen knnen, sucht die Streetwork Aschenberg stellvertretend fr ihre rumnischen Partner noch Sponsoren und Frderer, die mithelfen, dieses ideale Gelnde in den rumnischen Bergen zu erhalten.Infos gibts bei der Streetwork Fulda, Bro am Aschenbergplatz, Tel.: 0661 95 28 520, Ansprechpartner: Michael Bolz, E-Mail: michael.bolz@fulda.de.

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