Sommer, Sonne, Berufsorientierung

Landrat Bernd Woide (rechts) und Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld werben für die Praktikumswoche in den Sommerferien.
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Landrat Bernd Woide (rechts) und Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld werben für die Praktikumswoche in den Sommerferien.

Viele Schülerinnen und Schüler wissen noch nicht, wie es nach der Schule weitergeht. Durch den coronabedingten Wegfall der klassischen Betriebspraktika und Berufsbildungsmessen fehlt den Jugendlichen oftmals der Kompass für ihre berufliche Orientierung. Um dem entgegenzuwirken, wird die Praktikumswoche Fulda, die in den Vorjahren bereits unter dem Namen #navidays durchgeführt wurde, in den Sommerferien veranstaltet. Fünf Unternehmen in fünf Tagen kennenlernen ist das Prinzip, welches über eine Online-Plattform organisiert wird.

Landkreis Fulda. Mehr als 900 Ausbildungsplätze sind aktuell in der Region unbesetzt. Gleichzeitig fehlt es vielen Schülerinnen und Schülern noch an Ideen, in welchen Berufen die eigene Zukunft liegen könnte. Die Pandemie hat es an vielen Stellen unmöglich gemacht, dass Jugendliche ein Praktikum in einem Unternehmen machen konnten, um konkrete Einblicke in den jeweiligen Berufsalltag zu gewinnen. Auch das persönliche Kennenlernen zwischen Ausbildungsbetrieben und künftigen Azubis blieb häufig auf der Strecke oder wurde notgedrungen digital ersetzt.

Mit der Praktikumswoche Fulda soll das in den Sommerferien anders werden: In einer eigens hierfür bereitgestellten Online-Plattform können sich interessierte Betriebe kostenfrei registrieren und Praktikumsplätze einstellen. Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren, die eine Praktikumswoche machen wollen, registrieren sich ebenfalls unkompliziert und ohne Kosten. Im Anschluss geben sie flexibel an, in welchem Zeitraum, also an welchen Tagen der Sommerferien, das Praktikum stattfinden soll und wählen die eigenen beruflichen Interessen aus. Die Plattform, welche von der in der Region Fulda ansässigen Firma stafftastic bereitgestellt wird, macht im Anschluss die Planung und Kontaktaufnahme einer real stattfindenden Praktikumswoche möglich. So können im Idealfall bis zu fünf Unternehmen oder Berufe in einer Woche kennengelernt werden.

Julian Bolz, Projektmanager der Azubi Region Fulda, hat bereits Erfahrungen mit dem Format. Mit den #navidays wurde Pionierarbeit geleistet, und mehr als 300 Bewerberinnen und Bewerber konnten im vergangenen Schuljahr an mehr als 30 beteiligte Unternehmen für Tagespraktika vermittelt werden. „Ich bin froh, dass die Aktion nun unter dem Namen Praktikumswoche Fulda weitergeführt wird und in die neue Berufsorientierungsplattform eingebunden ist.“

Unter www.berufsorientierung-fulda.de finden Schülerinnen und Schüler an einem Ort alles Wissenswerte sowie Aktionen und Kontakte rund um die berufliche Orientierung. Partner der Aktion sind neben dem Landkreis, der Stadt und der Region Fulda GmbH noch die Bundesagentur für Arbeit Bad-Hersfeld – Fulda, das Staatliche Schulamt für den Landkreis Fulda, die Industrie- und Handelskammer Fulda sowie die Kreishandwerkerschaft Fulda.

„Ich glaube, dass die Praktikumswoche Fulda ein wichtiges Angebot genau zur richtigen Zeit ist, um unsere heimische Wirtschaft auf der Suche nach Nachwuchskräften zu stärken und den jungen Menschen ein Stück praktische Orientierung zu bieten“, erklärt Landrat Bernd Woide, der die Aktion gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld unterstützt. „Hier kommt zusammen, was zusammengehört: die Idee eines innovativen Startups aus Fulda, die neue Plattform zur Berufsorientierung für die Region und ein breites Netzwerk aus heimischen Betrieben, Schulen und Institutionen“, fügt Wingenfeld hinzu. Beide freuen sich, dass die Praktikumswoche Fulda als Ergänzung zur erstmals im Frühjahr durchgeführten digitalen Bildungsmesse vom Fachdienst Kommunaler Arbeitsmarkt angeboten wird.

Die Aktion wird vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen gefördert. Alle Informationen zur Praktikumswoche Fulda gibt es online unter www.praktikumswoche-fulda.de oder über den beigefügten QR-Code. Auch die Anmeldung für Schülerinnen und Schüler sowie für interessierte Unternehmen ist hierüber bereits freigeschaltet. Bei Fragen hilft der Landkreis Fulda unter Telefon (0661) 6006 1657 oder bildungsbuero@landkreis-fulda.de weiter.

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