Sommerlad steht hinter seinem "Projekt Zukunft"

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Fulda/Gießen. In Gesprächen versucht der Möbel-Unternehmer Frank Sommerlad die Politiker der Region von einem neuen Standort an der A 7 zu überzeugen

Petersberg/Fulda.  Ende Juni wurde bekannt: Der Sommerlad-Standort in der Rhön soll bis Mitte 2015 aus der bisher genutzten Bestandsimmobilie des Vermieters Link in Petersberg nach Künzell verlegt werden. Ohne Kündigung des derzeitigen Mietvertrages zum jetzigen Zeitpunkt hätte sich dieser automatisch um weitere acht Jahre bis 2020 verlängert – innerhalb der umkämpften Möbelbranche eine zu lange Zeit in einer auf lange Frist nicht mehr wettbewerbsfähig zu bewirtschaftenden Immobilie.

Rund 30 Millionen wird der Neubau im interkommunalen Gewerbegebiet an der A7 kosten. Neben einer zeitgemäßen Verkaufsfläche auf 28.500 qm sowie über 600 Parkplätzen ist ein hochmodernes Logistikzentrum geplant, das mit 32.750 qm über 50 Prozent der Gesamtnutzfläche einnehmen wird. Eine Vergrößerung des Mitarbeiterstabes nebst Ausbau der Ausbildungsmöglichkeiten werden naturgemäß mitder Umstrukturierung einhergehen, die als weitere Pluspunkte sowohl eine Aufwertung des Einzelhandelsstandortes Fulda und Umgebung mit sich bringt, als auch den Möbelstandort Fulda mit zwei modernen, attraktiven Vollsortimentern (Sommerlad und Buhl) konkurrenzfähig erhält.

Lange äußerte sich Geschäftsführer Frank Sommerlad nicht offiziell zur kontrovers und in der Medienlandschaft zeitweilig kurzsichtig dargestellten Diskussion rund um den Umzug in den Neubau. "Um hier im Kreis Fulda bleiben zu können – und das wollen wir – war eine ganze Reihe klärender Gespräche mit Entscheidungs- und Meinungsträgern notwendig. Dieser lange Prozess erfordert einen respektvollen, umsichtigen und sachlichen Umgang aller Verantwortlichen miteinander, den oftmals ein direkter Gang an die Öffentlichkeit behindert hätte", erklärt Sommerlad sein langes Schweigen der Presse gegenüber. "Bevor Alternativen geprüft, rechtliche Rahmenbedingungen abgesteckt sind und Entscheidungen gefallen sind, hoffe ich auf Verständnis, meinen Gesprächspartnern nicht vorgreifen zu wollen."Diese Gesprächspartner waren in den vergangenen Monaten wiederholt die vier Rathauschefs, die eine einstimmige Entscheidung zu finden suchen: Fuldas Oberbürgermeister Gerhard Möller sowie die Bürgermeister Peter Meinecke (Künzell), Karl-Josef Schwiddessen (Petersberg) und Dieter Kolb (Eichenzell). Während die drei letzteren sich überzeugt zeigen, dass die Wettbewerbsfähigkeit Sommerlads am bisherigen Standort mangels Erweiterungs- und Umbaumöglichkeiten ebenso wenig gewährleistet ist wie die Konkurrenzfähigkeit der Möbelregion Fulda, sollte das Familienunternehmen nach 28 Jahren hier keine Zukunft haben, dokumentiert ein Angebot vonseiten Oberbürgermeister Möllers, dass dieser ein weiteresArgument der "Sommerlad-Gegner" als unzutreffend bewertet: Anhand des Vorschlags, zum im Stadtgebiet gelegenen Standort "Kaiserwiesen" umzuziehen zeigt sich, dass die Ausweitung des "innenstadtrelevanten Sortiments" des Möbelhauses, das sich eigentlich neben den bestehenden Boutiquewaren nur auf einen Ausbau der Teppich- und Lampenabteilung sowie auf einen Gardinenfachmarkt beschränkt, eine geringere Gefahr für den innerstädtischen Einzelhandel darstellt, als in den Medien berichtet wurde.

Diskussionsbedarf"Sicher besteht hier noch Diskussionsbedarf", räumt Frank Sommerlad ein. Jedoch sei es positiv, dass die für den Standort Fulda wichtigen Persönlichkeiten und Gremien im Rahmen eines nun erfreulich sachlichen Dialoges Entscheidungen treffen können, die auf der Prüfung der Fakten und strategischen Bedingungen vor Ort beruhen. "Es sollte für uns alle Verpflichtung genug sein, gemeinsam die Attraktivität des Standorts Fuldazu erhalten und weiter zu entwickeln. Wir jedenfalls werden unseren Teil dazu beitragen."

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