"Zufall Fulda": Ein forderndes 2018, in 2019 bislang leicht über Plan

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Die Niederlassungsleitung von "Zufall" in Fulda: Christoph Göbel (rechts) und Michael Hamperl.

Traditionelles Sommerpressegespräch der Fuldaer Niederlassung von "Zufall" / Michael Hamperl seit genau 40 Jahren  im Unternehmen

Fulda -  Auf den Tag genau vor 40 Jahren, am 1. August 1979, hat Michael Hamperl seine Karriere bei der Fuldaer Niederlassung des Logistikdienstleisters „Zufall“ begonnen. Inzwischen ist er schon lange als Prokurist tätig und führt gemeinsam mit Christoph Göbel die 1.040 Mitarbeiter. Am Donnerstag stand für beide, unterstützt durch Florian Grewe, Zentralbereichsleiter Marketing und Kommunikation, das obligatorische Sommerpressegespräch an. Der ehrenamtlich stark im närrischen Bereich der "FKG"  sowie auf sportlicher Ebene engagierte Hamperl wurde dabei von Göbel als "Zufaller aus Leidenschaft" besonders gewürdigt.

Deutlich wurde bei dem Gespräch, dass die Fuldaer "Zufall"-Niederlassung auf ein forderndes, aber wirtschaftlich stabiles Jahr 2018 zurückschaut. Man liegt im ersten Halbjahr 2019  leicht über Plan und zeigt sich vorsichtig-optimistisch für das zweite Halbjahr 2019.

"2018 ist mit seinen Saison-Peaks insbesondere im Frühjahr sehr anspruchsvoll und belastend für die Organisation und die Mitarbeiter gewesen. Wir haben daraus Vieles gelernt, uns weiterentwickelt, angepasst und wichtige Verbesserungen erzielt“, so Niederlassungsleiter Göbel.

Mit einem Ergebnis von 131,0 Millionen Euro (2017: 131,5 Millionen) sei "Zufall Fulda" eine wichtige Niederlassung der Unternehmensgruppe, die 2018 das Gesamtergebnis von 316,4 Millionen Euro um 3,54 Prozent auf 327,6 Millionen Euro verbessern konnte. Die nationalen Verkehre blieben in Fulda im Vergleich zum Vorjahr mit einem Wachstum von 0,35 Prozent auf 57,2 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau (2017: 57,0 Millionen).

„Im ersten Halbjahr 2019 liegt unsere Niederlassung leicht über Plan“, erklärte Göbel weiter und ergänzte: „Zwar ist das Bestandsgeschäft etwas geringer ausgefallen, uns freut aber sehr, dass wir dieses Delta mit Neugeschäft im Bereich der Landverkehre Deutschland gut ausgleichen konnten.“ Das Neugeschäft sei damit gegenüber dem Vorjahr um acht Prozent gewachsen. Für das zweite Halbjahr zeigte sich der Niederlassungsleiter zuversichtlich: „Bisher sind bei uns beginnende Anzeichen einer Eintrübung des Wirtschaftswachstums noch nicht zu erkennen. Keiner unserer Kunden hat bisher beispielsweise Kurzarbeit angekündigt“, so Göbel.

Im ersten Halbjahr 2019 habe man vor dem Hintergrund der Erfahrungen 2018 einen Schwerpunkt auf die Verbesserung der Prozesse gelegt. So seien die technischen Avisierungslösungen für "Zufall"-Kunden mit B2C-Geschäft, also Privatempfängern, verfeinert worden. Nun sei eine online-Avisierung per Smartphone möglich. Im Zuge dieser Entwicklung ist es auch gelungen, diesen Mehrwert preislich abzubilden.

"Erhebliche Investitionen" (Hamperl) hat die Niederlassung Fulda in den eigenen Fuhrpark getätigt, da es zunehmend schwieriger werde, zuverlässige und qualitativ hochwertige Transporteure zu finden. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen 66 eigene Fahrer und verfügt über fast 50 eigene Fahrzeuge. „Wir werden den eigenen Fuhrpark weiter ausbauen. Dieser  garantiert uns neben unseren langjährigen zuverlässigen Transporteuren Stabilität für die Transportdienstleistungen“, ergänzte Göbel.

Ein Hauptaugenmerk gilt derzeit der Einführung des neuen Transport-Management-Systems (TMS) "AX CargoSuite" von Anaxco, mit dem man in der "Neuen Welt" ankommen wolle. Dieses IT-Projekt ermögliche eine noch intensivere Vernetzung und den Datenaustausch in Echtzeit mit allen Kunden und Partnern.  Weniger manuelle Eingriffe seien erforderlich, dies führe zu mehr Stabilität und schaffe wichtige Freiräume für mehr Kundenorientierung, so der Niederlassungsleiter weiter. Die Einführung ist für Anfang 2020 vorgesehen; derzeit laufen die Vorbereitungen mit Schulungen, Workshops und Test-Durchgängen auf Hochtouren.

Im Bereich der Niederlassung Fulda laufen seit mehr als zwei Jahren die Vorbereitungen zur Errichtung eines Logistik Centers in Flieden. An diesem Standort mit seinen rund 40.000 Quadratmetern Fläche möchte das Unternehmen die Branchenlogistik für Reifen konzentrieren. „Es war ein doch unerwartetes langes Tauziehen“, blickten Göbel und Hamperl auf die vergangenen Monate zurück und betonten: „Schlussendlich ist es dem unermüdlichen Einsatz des Bürgermeisters von Flieden, Christian Henkel, sowie seinem Stellvertreter Winfried Happ und der Gemeindevertretung zu verdanken, dass wir uns nun endlich mit gut 18-monatiger Verzögerung auf der Zielgeraden befinden.“ Auch der Investor "Goodman", der die Immobilie für "Zufall" erstellen und langfristig vermieten wird, habe echtes Durchhaltevermögen bewiesen. „Wir werden noch vor Herbstbeginn den Spatenstich durchführen können und hoffen im Juni 2020 auf einen ersten Teilbezug der Anlage“, so Hamperl.  Die Verzögerung habe für "Zufall"  einen hohen Organisations- und Kostenaufwand ("ein stattliches Sümmchen") verursacht, da die zukünftig in Flieden konzentrierten Geschäfte heute auf fünf andere Immobilien verteilt sind.

Neben Hamperl sind 2019 übrigens noch Marcus Scholz (Prokurist und Bereichsleiter Landverkehre Deutschland), Emanuel Resler (Abrechnung), Ellen Barchewitz (Sekretariat), Peter Schymocha (Umschlaglager) und Hildegard Trägner seit 40 Jahren bei "Zufall" tätig.

Erwähnenswert auch, dass zum 1. August 13 junge Menschen zum Team gestoßen sind und ihre Ausbildung begonnen haben. Damit werden aktuell  39 Auszubildende und zwei Bachelor-Studierende bei "Zufall Fulda" angeleitet. Trotz der insgesamt gleichbleibend hohen Bewerbungszahlen fand der Logistiker in diesem Jahr  noch keinen geeigneten Berufskraftfahrernachwuchs. Drei Kandidaten hatten letztendlich doch abgesagt. 

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