Sparkasse Fulda legt erste Zahlen zum Geschäftsjahr 2017 vor

Vorstandsvorsitzender Alois Früchtl

Konjunkturhoch mit Rückenwind fürs Kreditgeschäft / 676 Mitarbeiter, darunter 26 Auszubildende

Fulda - Osthessens Wirtschaft läuft auf Hochtouren. Das spiegelt sich auch in den Büchern der Sparkasse Fulda wider. Noch nie vergab sie an Unternehmen und Selbstständige so viel Kredit wie im Geschäftsjahr 2017. Darlehen in Höhe von fast 280 Millionen Euro sagten die Beraterinnen und Berater des Geldinstituts gewerblichen Kunden zu. Das waren nochmals nahezu 20 Millionen Euro mehr als im bisherigen Rekordjahr 2015.

„Kredit ist wie Treibstoff für die wirtschaftliche Entwicklung. Die Sparkasse bleibt starker Partner einer starken Region“, kommentiert Vorstandsvorsitzender Alois Früchtl die lebhafte Entwicklung der letzten Monate. Eine ähnliche Dynamik zeigte im vergangenen Jahr auch die Finanzierung des privaten Wohnungsbaus durch die Sparkasse. Hier stellte sie mehr als 170 Millionen (Vorjahr: 160 Millionen Euro); der größte Teil davon ging an private Bauherren oder Kunden, die Häuser und Wohnungen kauften.

Nach Einschätzung von Uwe Marohn, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands, haben die Zinsen die Talsohle zwar durchschritten. Doch eine Rückkehr auf das Niveau früherer Jahre sei nach wie vor nicht in Sicht. Immobilien in Stadt und Landkreis Fulda blieben damit für Eigennutzer und für Investoren attraktiv. Das anhaltende Niedrigzinsniveau hielt auch das Wertpapiergeschäft in Schwung. 215 Millionen Euro investierten die Kunden der Sparkasse in Aktien, Investmentfonds oder festverzinsliche Anleihen. Dank der freundlichen Börsen knackte der Gesamtwert aller Kundenwertpapiere zum Jahresende 2017 erstmals die 700-Millionen-Euro-Marke.

Der Strukturwandel in der Kreditwirtschaft setzte sich auch im Jahr 2017 fort. „Wir bewegen uns im Spagat nach vorne“, fasst Vorstandsmitglied Horst Habermehl die Herausforderungen für das regionale Bankgeschäft zusammen. Einerseits wolle die Sparkasse für die Menschen in Stadt und Landkreis Fulda persönlich erfahrbar und erlebbar bleiben. Andererseits werde das Bankgeschäft immer schneller, digitaler und mobiler. Mehr als 3,4 Millionen Mal riefen die Kunden der Sparkasse im Jahr 2017 das Online Banking auf, mittlerweile in einem von vier Fällen über Smartphone oder Tablet. Mehr als 15.000 Kunden nutzen den Unterwegs-Komfort der Sparkassen-App für Kontoabfragen, Überweisungen, Daueraufträge und vieles mehr.

Unverändert gefragt bleibt auch das Kundenservicecenter der Sparkasse. Es ist in der Niederlassung Hünfeld angesiedelt. 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben dort im vergangenen Jahr etwa 200.000 Anrufe entgegengenommen und die Kundenwünsche dabei überwiegend direkt erledigen können. „Nähe bemisst sich heute nicht mehr nach den Kilometern zur nächsten Filiale“, sagt Vorstandsvorsitzender Früchtl, „Nähe heißt für die allermeisten Kunden, möglichst einfach erreichbar zu sein.“

Die Sparkasse beschäftigte im letzten Jahr durchschnittlich 676 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 26 Auszubildende. Auf hohem Niveau bewegte sich wiederum das gemeinnützige Engagement. Die Sparkasse und ihre beiden Stiftungen unterstützten Institutionen, Vereine und Projekte in Stadt und Landkreis Fulda mit etwa 660.000 Euro. Vorstandsvorsitzender Früchtl: „Wir verdienen unser Geld in der Region – deshalb soll es in der Region auch bleiben.“

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