Spatenstich für ein Millionenprojekt 

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Spatenstich für Projekt der "Tanner Diakonie"

Spatenstich für ein Millionenprojekt 

Gersfeld. Die „Tanner Diakonie“ hat sich auf die Betreuung von Menschen mit Autismus spezialisiert und betreibt seit 2009 eine entsprechende Einrichtung in Gersfeld. Nun sollen dort weitere Plätze für Menschen, die dieses Hilfsangebot benötigen, entstehen. Mit einem feierlichen Spatenstich wurde der Auftakt zum Bau von zwei weiteren Wohnhäusern und einer Tagesstätte gegeben. Die Bauzeit soll 20 Monate betragen.

Im Rahmen einer Feierstunde mit geladenen Gästen stellte der Geschäftsführer der „Tanner Diakonie“, Stefan Burkard, die Erweiterungsmaßnahme vor. Auf dem bestehenden Gelände mit rund 9.000 Quadratmetern ist bereits „Haus Abraham“ etabliert, und es sollen weitere drei Häuser entstehen. Damit kann die Betreuung von zusätzlich 14 Menschen mit Beeinträchtigungen erfolgen, so dass dann auf dem Areal insgesamt bis zu 21 Menschen mit Autismus leben, eine tagesstrukturierende Förderung erhalten und ihre Freizeit begehen. In den Wohnhäusern leben jeweils sieben Bewohner in Einzelzimmern mit Nasszelle. Es stehen ein Wohn-Gruppen-Raum, Pflegebad und verschiedene Nebenräume zur Verfügung. Die sieben Zimmer werden als sechs stationäre und ein Kurzzeit-Platz bereitgestellt. Besonders erfreulich sei es, dass die tagesstrukturierenden Maßnahmen in einem separaten Gebäude (Tagesstätte) geplant sind. Dadurch könne eine räumliche Trennung von Wohnen und Arbeiten besser dargestellt und ein Mehr-Milieu-Prinzip verwirklicht werden. In der Tagesstätte finden die verschiedensten Aktivitäten (kreative, kognitive und musikalische Förderung, Sport/Bewegung, Therapie mit Holz) statt.

„Mit dieser Erweiterungsmaßnahme wollen wir vielen betroffenen Familien helfen und den Bedarf an Betreuung von Menschen mit Autismus decken“, so Geschäftsführer Burkard. Seit Inbetriebnahme der Einrichtung in 2009 hat die „Tanner Diakonie“ immer wieder Hilferufe erreicht, die nicht erfüllt werden konnten. Das Vorhaben wird durch einen breiten Konsens im Rahmen von Beratungen durch die regionale Planungskonferenz unterstützt. Die Kosten der Baumaßnahme belaufen sich auf 3,5 Millionen Euro und werden unter anderem durch Fördermittel vom Landeswohlfahrtsverband Hessen, dem Land Hessen und der „Aktion Mensch“ (Antragsverfahren läuft) unterstützt.

„Den Fördermittelgebern gilt unserer besonderer Dank, denn ohne öffentliche Mittel wäre das Vorhaben nicht zu stemmen gewesen“, ist sich Burkard sicher. Für die Stadt Gersfeld drückte Bürgermeister Steffen Korell seine Freude aus, dass der Standort in Gersfeld durch die Aktivitäten der „Tanner Diakonie“ weiter aufgewertet werde. Diese gehöre mittlerweile zum festen Bestandteil der Stadt Gersfeld und sei gern gesehen mit seinen Bewohnern als Bürger der Stadt, so Korell. In Vertretung des Landkreises und von Landrat Bernd Woide war der Beigeordnete Herrmann Müller anwesend und überbrachte die Grüße des Landrates. Er stellte die Verbindung zum Landeswohlfahrtsverband Hessen her, der in den zurückliegenden Jahren das Projekt intensiv begleitet hat. Bundestagsabgeordneter Michael Brand stellte heraus, dass die Diakonie an 365 Tagen im Jahr für Menschen mit Handicap im Einsatz sei. „Dieses Engagement und die Hingabe jedes einzelnen Mitarbeiters kann nicht hoch genug gewürdigt werden“.

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