Spektakuläres Mountainbike-Rennen

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Neuhof/Alpen. Zwei junge Männer aus Neuhof haben an der "Craft Bike Transalp Challenge" teilgenommen.

Neuhof. Noch vier Wochen nach dem spektakulären Mountainbike-Rennen "Craft-Bike-Transalp-Challenge" berichten die zwei jungen  und ehrgeizigen Hobby-Radfahrer Carsten Appel (27) und Julian Kress (19) aus Neuhof voller Euphorie über ihr unvergessliches sportliches Erlebnis.

"Die Idee, überhaupt an diesem Event teilzunehmen, entstand ganz spontan nach einer sonntäglichen Tour mit dem ,Mountainbiketreff-Neuhof’. Ganz blauäugig und ohne jegliche Erfahrungen in den Alpen, meldeten wir uns zum härtesten Etappenrennen durch die Alpen an", erzählen die beiden Mountainbike-Fans begeistert."Das vage Experiment startete mit einer großen Enttäuschung, und zwar, als wir beim ,MTB-Marathon’ in Schotten abbrechen mussten: starke Rückenschmerzen, Hitzekrämpfe, Stürze und ein Rahmenbruch. Doch unser gegenseitiger Ehrgeiz, Willen und Spaß am Mountainbike fahren, motivierten uns, die Vorbereitungen bis hin zum großen Etappenrennen durchzuziehen."Am 20. Juli war es dann endlich soweit und der Startschuss der 1.Etappe fiel in Oberammergau. "Ganz aufgeregt fuhren wir mit dem Strom von 1.200 Startern ins Unbekannte über die Alpen. Der erste Tag verlief überraschend gut für uns. Nach jeder Etappe  erwarteten uns Ivo und Säckel, unser persönliches Service-Team, im Zieleinlauf. Ohne die beiden, die sich fürsorglich um uns, unsere Räder und Unterkunftswechsel gekümmert haben, hätten wir das harte Rennen nicht geschafft", so Appel und Kress.

Strömender Regen und niedrige Temperaturen machten das Rennen am zweiten Tag zu einer Zerreißprobe. "Es brachen jetzt schon viele das Rennen wegen der sehr schwierigen Bedingungen ab. Die Königsetappe begann am dritten Tag. Zu bewältigen waren 100 Kilometer und 3.500 Höhenmeter." Nach Kilometer 70 brach Carsten Appels Carbornrahmen und er musste an der zweiten Verpflegungsstelle das Fahrrad wechseln. Die vielen sehr steilen, verschlammten, wurzeligen und steinigen Singletrails hatten das Material zu stark strapaziert. "Wir bissen uns trotz kniffliger Abfahrten, die unsere vollste Konzentration abverlangten, ohne größere Stürze, durch. Die vielen atemberaubenden Momentaufnahmen von den Gebirgsspitzen, Tälern, Gletscherseen ließen die zahlreichen Stürze und schweren Verletzungen, die wir tagtäglichen sahen, schnell vergessen. Durchkommen war die Devise. Selbst erfahrene Profi-Rennfahrer berichteten davon, dass es eins von ihren härtesten Rennen war, die sie mitgefahren sind.Viel Zeit zum Beine hochlegen und regenerieren blieb meistens nicht, denn bis wir in unseren Unterkünften ankamen, war es auch schon fast Zeit zum Schlafen." In Trento brachen die beiden Fahrer im strömenden Regen zur letzten Etappe nach Riva Del Garda, auf. Nach rund sechs Stunden fuhren sie ins Ziel. "Dieses Gefühl war einfach unbeschreiblich. Die Anspannung der letzten Wochen und  Tage fiel ab. Wir hatten es tatsächlich geschafft und wurden lautstark mit Jubel und viel Applaus von unseren Freunden im Ziel empfangen. Es war ein unglaublich schöner Moment, den wir gar nicht in Worte fassen können. Ein riesengroßes Dankeschön geht hiermit an alle, die diesen Augenblick so unvergesslich gemacht haben und extra wegen uns die Strecke an den Gardasee auf sich genommen haben", freuen sich die beiden.

"Von 600 Teams waren wir eins von 425, die sich das begehrte ,Finisher-Trikot’ abholen konnten. Die ,Craft-Bike-Transalp-Challenge’ war geschafft. Ob wir noch einmal diese Strapazen auf uns nehmen werden, wissen wir noch nicht. Doch wir sind stolz auf unsere sportliche Höchstleitung und darauf, dass wir eine perfekte Teamleistung hingelegt haben."

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