Spuren der Pandemie bei der „Fuldaer Tafel“: Corona sorgt für erhöhten Bedarf

Prof. Dr. Richard Hartmann, der Vorsitzende der „Fuldaer Tafel“, hält Rückschau auf das Coronajahr 2020.
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Prof. Dr. Richard Hartmann, der Vorsitzende der „Fuldaer Tafel“, hält Rückschau auf das Coronajahr 2020.

Prof. Dr. Richard Hartmann, der Vorsitzende der „Fuldaer Tafel“, hält Rückschau auf das Coronajahr 2020

Fulda. Das Coronajahr 2020 hat in vielen Bereichen des menschlichen Zusammen-)Lebens Spuren hinterlassen. So auch bei der „Fuldaer Tafel“. Professor Dr. Richard Hartmann, der Vorsitzende der „Fuldaer Tafel“ hielt eine Rückschau und stand FULDA AKTUELL für Fragen zur Verfügung.

„Laut jetzigem Stand werden in Fulda 599 Haushalte mit 910 Erwachsenen und 688 Kindern von uns unterstützt“, sagt Hartmann. Die Steigerung in der Pandemie sei unter anderem dadurch sichtbar, dass vor Corona rund 900 Tüten pro Monat ausgegeben worden seien. „Heute sind es über 1.500“, so Hartmann. Wegen der Pandemie dürfen derzeit nur 13 Menschen in die Sortierräume der „Tafel“ in der Fuldaer Weserstraße. Die Kapazitäten an ehrenamtlichen Helfern habe somit nicht erhöht werden können. „Es werden derzeit nur vorgepackte Tüten ausgegeben und wir haben die Ausgabezeiten flexibler gestaltet, damit sich keine größeren Staus bilden“, sagt der Vorsitzende.

„Besonders für die älteren und gehbehinderten Kunden ist es eine große Erleichterung, dass es jetzt dezentrale Abholstellen in den Zentren der ,AWO‘ in Ziehers Süd und am Aschenberg gibt. Insgesamt können hier fast 50 Haushalte unterstützt werden“, so Hartmann. Ihm ist es wichtig, neue Helferinnen und Helfer für die Arbeit der „Tafel“ zu gewinnen. Dazu gehören unter anderem Fahr- und Beifahrerdienste sowie auch Hilfe beim Sortieren. „Sobald Corona es zulässt, ist auch ein Einsatz bei der Ausgabe möglich“, so Hartmann. Wer sich für ehrenamtliche Mitarbeit bei der „Fuldaer Tafel“ interessiert, kann sich bei Angela Bott oder Hansjürgen Schäfer unter der Nummer 0661/2505444 oder per E-Mail an buero@ fuldaer-Tafel.de wenden.

Auch auf www.fuldaer-tafel.de gibt es weitere Informationen zur ehrenamtlichen Mitarbeit. In der Pandemie war es laut Hartmann einmal möglich, eine größere Menge an Mund-Nasenschutz-Masken an die Kunden zu verteilen. „Wir konnten in dieser Zeit auch weitere einzelne Geschäfte für Spenden dazugewinnen. Und die Bereitstellung von Großspenden über die Logistikzentren in Wetzlar und Schweinfurt hat zugenommen“, so Hartmann.

Zur Jahreswende haben sich laut Hartmann 120 Menschen „neu mit der ,Tafel‘ verbunden“, so dass jetzt mehr als 400 Menschen den Verein tragen. „Das und die gute Vernetzung in die Bürgergesellschaft sogen auch dafür, die die ,Tafel‘ wirtschaftlich in sicheren Bahnen unterwegs ist“, konstatiert Hartmann. W

ährend der Jahreshauptversammlung wurde Barbara Herrmann nach rund 17 Jahren von ihrem Amt als Schatzmeisterin der „Fuldaer Tafel“ entbunden. Seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2004 seien rund 3,5 Millionen Euro umgesetzt worden – „zum Teil in kleinen zu verbuchenden Beträgen“, so der Vorsitzende. Zu Hermanns Nachfolger wurde der Steuerberater Michael Herber gewählt.

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