Stadt fördert Becherpfandsystem in der Innenstadt

Die Initiatoren von „Fulda geht Mehrweg“ freuen sich über das Gemeinschaftsprojekt und hoffen auf weitere Mitstreiter (von links): Bürgermeister Dag Wehner, Thomas Bertz (Bäckerei Pappert), Anne Klug (Bäckerei Gerlach), Heiko Reinholz (Reinholz Kaffee), Katja Storch (Bäckerei Storch), Michael Happ (Bäckerei Happ) und Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld.
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Die Initiatoren von „Fulda geht Mehrweg“ freuen sich über das Gemeinschaftsprojekt und hoffen auf weitere Mitstreiter (von links): Bürgermeister Dag Wehner, Thomas Bertz (Bäckerei Pappert), Anne Klug (Bäckerei Gerlach), Heiko Reinholz (Reinholz Kaffee), Katja Storch (Bäckerei Storch), Michael Happ (Bäckerei Happ) und Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld.

„Coffee to go“ ist in den letzten Jahren auf dem Vormarsch – das daraus resultierende Müllaufkommen allerdings auch. Die Stadt Fulda möchte hier nachhaltig gegensteuern und hat „Fulda geht Mehrweg“ gestartet

Fulda. Gemeinsam mit Partnern aus der Gastronomie, mit allen Bürgerinnen und Bürgern sowie Gästen soll durch die Nutzung von Becherpfandsystemen der Müll in der Innenstadt wesentlich reduziert werden.

Partner der ersten Stunde sind dabei die Bäckereien Pappert, Happ, Storch und Gerlach sowie Reinholz Kaffee, die sich schon seit Jahren mit der Thematik des to go-Geschäfts und der Vermeidung von Verpackungsmüll beschäftigen. Mit der Kampagne „Fulda geht Mehrweg“ haben sie sich nun mit der Stadt Fulda zusammengeschlossen und sich für die Einführung eines „Coffee to go“-Becherpfandsystem von RECUP entschieden. RECUP bietet ein innovatives und nachhaltiges Pfandsystem für Coffee to go und Take-Away-Essen an. Beim Kauf hinterlegen die Kunden einen Pfandbetrag von 1 Euro pro Becher. Ist das Getränk verzehrt, kann der Becher bei allen teilnehmenden Geschäften in Fulda oder deutschlandweit zurückgegeben werden, und man erhält das Pfand zurück. Das RECUP-Pfandsystem hat sich bereits in vielen deutschen Städten etabliert und ist aktuell an fast 10.000 Ausgabestellen erhältlich. 39 Cafés, Bäckereien, Restaurants und Tankstellen in Fulda sind schon länger Teil des Pfandsystems, 36 neue Ausgabestellen kommen nun hinzu. Reinholz Kaffee nutzt das System schon länger: „Einfach und bequem, dabei trotzdem nachhaltig und umweltschonend – für uns schon lange das perfekte System“, so Heiko Reinholz.

Förderprogramm der Stadt für teilnehmende Gastronomen

Die Stadt Fulda fördert dieses Projekt sowohl medial als auch mit Hilfe eines Förderprogramms für die Einführung eines Mehrwegsystems. „Durch die Förderung wollen wir Gastronomie und Handel dazu ermutigen, ressourcenschonende Recyclingsysteme zu nutzen. So unterstützen wir die Umstellung auf ein Pfandsystem mit 31 Euro pro Kalendermonat für maximal ein Jahr“, erklärt Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. Zum Start der Kampagne wurde zudem eine limitierte Auflage von 8.000 Deckeln im exklusiven Stadt Fulda-Design gestaltet. Die Fulda-Deckel sind, solange der Vorrat reicht, in den Farben Zartbitter und Beere bei allen Partnern sowie in der Tourist-Information für 1,30 Euro je Deckel erhältlich.

Die teilnehmenden Partnerbetriebe sind hochmotiviert und hoffen auf weitere Mitstreiter. „Nachhaltigkeit ist uns extrem wichtig – deshalb setzen wir auf Mehrweg“, sagt Thomas Bertz/Bäckerei Pappert. „Wir freuen uns, als Teil dieser großartigen Aktion für mehr Nachhaltigkeit, Müllvermeidung und Umweltschutz eintreten zu können“, so Nicole Gerlach. Katja Storch schätzt die Aktion als ein „gutes Mittel, um die wachsenden Müllmengen in den Griff zu bekommen.“ Für Michael Happ zählt auch der Gedanke hinter der Aktion: „Es ist schön, dass wir hier als Gemeinschaft mitmachen und uns zusammen engagieren.“

Alle Informationen zur Kampagne und zur Förderung sind online zu finden unter www.mehrweg-fulda.de

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