Fördergeld für Fuldas digitale Möglichkeiten

Fulda will die eAkte einführen.
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Fulda will die eAkte einführen.

Stadt Fulda erhält 65.075 Euro aus Förderung smarter Kommunen im Programm „Starke Heimat Hessen“ zur Einführung der eAkte.

Fulda/Wiesbaden. Schnellere und einfachere Suchmöglichkeiten, eine bessere Dienstleistungsqualität für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen, weniger Papier- und Tonerverbrauch oder bessere Möglichkeiten, aus dem Homeoffice zu arbeiten. Die Vorteile einer elektronischen Aktenführung in einer Verwaltung sind vielfältig. Daher stellen viele Kommunen auf die eAkte um. Die Stadt Fulda plant dies zunächst für die Stadtkämmerei. Zudem will die Stadtverwaltung ein Vertragsmanagement in allen Verwaltungsteilen etablieren. Das Projekt wird vom Land Hessen durch die Förderung smarter Kommunen und Regionen im Programm „Starke Heimat Hessen“ mit 65.075 Euro unterstützt. Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus hat heute die Förderzusage virtuell an Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld überreicht.

„Wir wollen die Möglichkeiten moderner IT-Infrastruktur, innovativer Technologien und optimierter Prozesse ausschöpfen, um die Verwaltung stetig zu modernisieren und die vielfältigen Aufgaben effizient und bürgernah zu erfüllen“, sagte die Ministerin. „Die digitalen Möglichkeiten eröffnen neue Perspektiven, weshalb wir als Land Hessen die Kommunen ermuntern, diese Chancen zu ergreifen und gerne finanziell und beratend unterstützen.“

Mit dem Projekt „Einführung der eAkte in der Stadtkämmerei sowie Implementierung eines verwaltungsweiten Vertragsmanagements“ will die Stadt Fulda in der Stadtkämmerei die elektronische Aktenhaltung implementieren. Die eAkte sei Voraussetzung, um das Ziel einer durchgängig elektronisch, medienbruchfrei arbeitenden Verwaltung zu erreichen. Erst dann könnten entsprechende Daten auch in Prozessplattformen wie civento genutzt und weiterverarbeitet werden, was für die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes wichtig ist, aber auch die Angebote für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen optimiert. Durch die Einführung eines Vertragsmanagements in allen Verwaltungsteilen verspricht sich die Verwaltung eine leichtere und bessere Betreuung, Verwaltung und Pflege der Kauf-, Miet- und Leasingverträge in allen Organisationseinheiten der Stadtverwaltung. Aktuell gibt es kein zentrales System mit geregelten Zugriffsrechten und einer Übersicht über alle bestehende Verträge oder Vertragsfristen.

„Neben der bereits implementierten e-Akte im Sozial- und Wohnungsamt stehen in der Stadtverwaltung Fulda jetzt in Kürze die Einführung der e-Akte im Personalwesen inklusive eines voll digitalen Bewerbungsmanagements sowie weitere Digitalisierungen im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes an“, erläuterte Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, der ergänzte: „Besonders erfreut bin ich, dass die Stadt Fulda – parallel zu den bereits angestoßenen Digitalisierungsvorhaben – die Digitale Steuerakte im städtischen Finanzmanagement sowie ein digitales Vertragsmanagement nun mit Unterstützung des Landes auf den Weg bringen kann.“

Die Stadt Fulda will durch ihr Projekt auch die Zusammenarbeit mit anderen Behörden stärken und als Oberzentrum der Region gerade für kleinere Kommunen Vorbild sein und entsprechend ihre Erfahrungen und Wissen teilen. „Es muss nicht jeder den Weg der Digitalisierung alleine gehen und das Rad wieder neu erfinden. Bei Digitalisierungsvorhaben liegt großes Potenzial in der Zusammenarbeit und im Transfer guter Lösungen“, sagte Ministerin Sinemus. Die Förderung smarter Kommunen und Regionen im Programm „Starke Heimat Hessen“ sieht daher explizit vor, dass auch andere Kommunen und Regionen von den geförderten Projekten profitieren und einen Mehrwert daraus ziehen können. Das Lernen anhand von Best-Practices und durch Austausch und Vernetzung ist ein Ansatz, den auch die Geschäftsstelle Smarte Region verfolgt, die im Frühjahr 2020 im Haus der Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung gegründet wurde. Die Hessische Landesregierung hat mit der Geschäftsstelle einen zentralen Anlaufpunkt für alle Belange im Bereich smarter Kommunen geschaffen. „Unser Ziel ist es, mithilfe digitaler Technologien das Leben der Bürgerinnen und Bürger angenehmer zu gestalten, Ressourcen zu schonen, Inklusion und Teilhabe zu steigern. Die smarte Region ermöglicht den Handelnden aus Wirtschaft und Politik, mit digitalen Angebote realen Nutzen zu schaffen“, sagte Digitalministerin Sinemus.

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