Stadt Fulda will das Deutsche Musikfest in 2025

Gemeinsam mit den Bürgermeistern um Fulda bewirbt die Stadt sich als Ausrichter von „Das Deutsche Musikfest“ im Jahr 2025, zu dem rund 100.000 Besucher erwartet werden.
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Gemeinsam mit den Bürgermeistern um Fulda bewirbt die Stadt sich als Ausrichter von „Das Deutsche Musikfest“ im Jahr 2025, zu dem rund 100.000 Besucher erwartet werden.

Bewerbung um vier Tage voller Musik in vier Jahren.

Fulda. Die Stadt Fulda richtet den Blick nach vorn. Neben der Landesgartenschau 2023 sowie einer geplanten Bewerbung um den Hessentag 2026 hat sich die Stadt bereits im vergangenen Jahr auch um die Ausrichtung des Deutschen Musikfestes 2025 beworben. „Das Deutsche Musikfest findet alle sechs Jahre statt und zieht während seiner Dauer von vier Tagen über 100.000 Besucher aus der gesamten Bundesrepublik an“, erläutert Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. Intention der Bewerbung sei es, den Stellenwert Fuldas als Kulturstadt zu unterstreichen und sich abermals als Gastgeber mit Herz und Professionalität zu präsentieren. Insbesondere die gesamte Innenstadt soll von der mehrtägigen Veranstaltung profitieren. Auch für die heimischen Musikvereine sei dieses Fest eine großartige Gelegenheit, ihr Können zu zeigen.

„Fulda bietet sich in besonderer Weise für diese Veranstaltung an: Wir haben uns bis weit über die Grenzen unserer Region hinaus einen Namen als Kulturstadt gemacht. Das möchten wir mit einem Ausrufezeichen versehen und die großen und kleinen Bühnen unserer Stadt Musikern aus dem gesamten Bundesgebiet öffnen.“ In ihrer Bewerbung wartet die Stadt zudem mit einer Besonderheit auf, die es bislang in dieser Form nicht gegeben hat: Explizit haben sich die Verantwortlichen gemeinsam mit den Stadtregionsgemeinden Künzell, Petersberg und Eichenzell sowie Neuhof um die Ausrichtung beworben. „Unser Signal, dass eine ganze Region mit weit über 100 000 Einwohnern Interesse hat, das Deutsche Musikfest 2025 auszurichten, unterstreicht, dass wir als Region musikbegeistert sind“.

Die erforderlichen Anforderungen an die Infrastruktur, vor allem Spielstätten unterschiedlicher Größenordnung sowie Übernachtungsmöglichkeiten wollen die Stadt Fulda sowie die Gemeinden gemeinsam erfüllen. Das Hauptaugenmerk liegt darauf, ein Fest der kurzen Wege zu ermöglichen und die gesamte Innenstadt und die Stadtregion in die viertägige Veranstaltung einzubeziehen. „Wir stellen die großen Bühnen unserer Stadt zur Verfügung – etwa den Domplatz oder das Schlosstheater – genauso wie viele kleine Veranstaltungsorte mit besonderem Charme. Dazu gehören etwa der Theaterhof, die Veranstaltungsmulde in der Fulda-Aue oder die vielen Plätze in der Innenstadt.“ Zusätzlich bieten sich in den Gemeinden weitere Spielstätten mit hohem technischen Standard sowie besonderem Charme an.

„Es ist diese bunte Mischung gepaart mit unserer Expertise und Herzlichkeit als Gastgeber, die wir gegenüber der Bundesvereinigung der Deutschen Musikverbände herausgestellt haben und die auf großes Interesse bei den Verantwortlichen gestoßen ist.“ Damit spielt der OB auch auf den ursprünglich geplanten Dreiklang aus Großveranstaltungen – das Stadtjubiläum 2019, den Hessentag 2021 und die Landesgartenschau 2023 – sowie die damit verbundenen Erfahrungen an. Daneben habe die gemeinsame Bewerbung mit den Gemeinden besonderes Interesse geweckt.

Stadtregion

„Mit unserer Beteiligung möchten wir ausdrücken, dass Musik, Kultur und Geselligkeit für uns einen hohen Stellenwert genießen. Gleichzeitig wollen wir zeigen, welche Synergien entstehen können, wenn Stadt und Kommunen gemeinsam ein attraktives überregionales Angebot schaffen“, stellt Künzells Bürgermeister Timo Zentgraf die Gründe heraus, weshalb seine Gemeinde sich an der Bewerbung der Stadt Fulda beteiligt. Ähnlich sieht dies auch Carsten Froß, Bürgermeister von Petersberg, der das Bundesmusikfest als hervorragende Möglichkeit bezeichnet, ein einzigartiges Kulturerlebnis für die gesamte Region zu schaffen. Welche Highlights die Region zu bieten hat, sieht man etwa an der Gemeinde Neuhof: „Wir würden gerne die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass ein oder zwei besondere Veranstaltungen auf dem Kaliberg stattfinden können“, gibt Neuhofs Bürgermeister Heiko Stolz einen Ausblick auf eine mögliche Spielstätte in seiner Gemeinde. Und auch im Eichenzeller Schlösschen wird das Bundesmusikfest als „gelungene Chance“ bezeichnet. Mit einer solchen Veranstaltung könne unter Beweis gestellt werden, dass die Region das Potenzial besitzt, beispielsweise in Schloss Fasanerie kulturelle Großveranstaltungen auszurichten, die bundesweite Aufmerksamkeit verdienen, wie Eichenzells Bürgermeister Johannes Rothmund betont.

Bei einer geplanten Begehung wollten sich die Organisatoren der Bundesvereinigung der Deutschen Musikverbände bereits im vergangenen Herbst vor Ort ein abschließendes Bild machen. Bedingt durch die Corona-Pandemie wurde dieser Termin jedoch verschoben. Angesichts der aktuellen Situation wird sich die Entscheidung noch weiter verzögern. Neben Fulda haben sich auch die thüringische Stadt Mühlhausen sowie Ulm / Neu-Ulm beworben.

Der finanzielle Aufwand für die Ausrichtung des Deutschen Musikfestes belastet den städtischen Haushalt sowie die Haushalte der Gemeinden kaum. Der Gastgeber steht den Verantwortlichen der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände vor allem organisatorisch zur Seite. Daneben werden die Konzertflächen sowie Übernachtungsmöglichkeiten in Schulen und anderen geeigneten Orten zur Verfügung gestellt. Zuletzt fand das Bundesmusikfest im Jahr 2019 in Osnabrück statt. Rund 130 000 Besucher kamen zu der viertägigen Veranstaltung, bei der rund 700 Konzerte an 36 Spielstätten geboten wurden.

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