Stadt der Kontraste

Fulda/Sergiew Posad. Die Wettervorhersage fr die russische Fderation ist wenig erfreulich. Niedrige Temperaturen und Regen sind fr d

Fulda/Sergiew Posad. Die Wettervorhersage fr die russische Fderation ist wenig erfreulich. Niedrige Temperaturen und Regen sind fr die Hauptstadt und das Besuchsziel, Fuldas Partnerstadt Sergiew Posad, angesagt.

Drei Stunden und mehr als 2.000 Flugkilometern spter wird die Fuldaer Delegation um Oberbrgermeister Mller, Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann, Koordinator Karl Hrasky, IHK Hauptgeschftsfhrer Stefan Schunck und die mitreisenden Fraktionsvertreter von der rauen russischen Wirklichkeit eingeholt. Moskau prsentiert sich feucht, kalt und als grauer Molloch einer zehn Millionen Stadt.

Orthodoxe Glubigkeit hat in einer profanen, lebenshungrigen Welt wieder ihren sicht- und sprbaren Ausdruck gefunden. Nicht nur in Moskau, sondern auch in Sergiew Posad, wo Patriarch Alexej II bei seinem Besuch die Massen anzieht. Die Gste aus Fulda, erst recht OB Mller, sind tief bewegt von der fhlbaren Frmmigkeit.

Blende: Fotografen umlagern ein Hochzeitspaar auf dem Weg zum Roten Platz, der im Laufe der Zeit durch Wortumdeutung vom schnen zum roten Platz geworden ist. Lebende Stalin und Lenin-Kopien werden zu Statisten fr Touristen Fotos. Und Russlands Prsident Putin zumindest sein Double schttelt dem Fuldaer OB im Vorbeigehen schnell mal die Hand. Vom Hotel Metropol aus bricht die Delegation auf in den aufreibenden Moskauer Feierabendverkehr Richtung Sergiew Posad.

225 Jahre Stadtrechte

Feuchtkalte Abendluft und Regen empfngt die Delegation in der Stadt des berhmten Dreifaltigkeitsklosters. Die sprichwrtliche russische Gastfreundschaft und Wrme macht den ersten Eindruck schnell wieder wett. berhaupt werden die Herzlichkeit und Liebenswrdigkeit der russischen Gastgeber fr die Gste aus Fulda zu bleibenden Eindrcken.

Die Stadt selbst steht vor einem groen Umbruchproze, berichtet OB Persianov seinem Fuldaer Kollegen. Innerhalb von nur drei Jahren sollen die russischen Verwaltungen nach europischem Vorbild reformiert werden. Bislang leitete die Kreisverwaltung die Geschicke in der 120.000 Einwohner Stadt. Persianov schmunzelt: Am 1. Januar war ich der einzige Mitarbeiter der neuen Stadtverwaltung, der eingestellt worden ist. Inzwischen sind es 130, die einen Etat von 94 Millionen Rubel betreuen.

Ab nchsten Jahr stehen dem OB von Sergiew Posad im ersten eigenen Wirtschaftsplan 300 Millionen Rubel zur Verfgung.Ein wichtiger Akzent ist bereits gesetzt. Die Fuldaer Delegation um OB Mller war die erste, die einen Blick ins neue Rathaus der Stadt mit einem reizvollen Blick auf das Dreifaltigkeitskloster werfen konnte. Mit einer Baumpflanzaktion vor dem Rathaus bekrftigten die russischen Gastgeber und ihre Partner aus Fulda symbolisch die Freundschaft zwischen den Stdten, die neue Wachstumschancen hat.

Hhepunkt des Austauschs in Sergiew Posad war die Begegnung mit Patriarch Alexej II, dem Fuldas OB durch seinen Amtskollegen Persianov kurz vorgestellt wurde. Gemeinsam mit dem Patriarchen, Priestern und Mnchen des Klosters zogen die Fuldaer in die Grabeskirche des heiligen Sergieij im Klosterbezirk ein und erlebten, wie Alexej den Segen spendete.

Vor dem Rckflug nach Fulda besuchten die deutschen Gste noch ein modernes Wasserkraftwerk vor den Toren der Stadt, das Stadtmuseum sowie die Hochschule von Sergiew Posad, deren Direktor Sergej Klenikov intensive Kontakte zur Hochschule Fulda unterhlt. (msch)

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