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Stadt und Landkreis sind vorbereitet auf ukrainische Flüchtlinge

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Von: Christopher Göbel

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Die Region ist vorbereitet, wenn möglicherweise in den kommenden Tagen und Wochen Flüchtlinge aus der Ukraine in der Region ankommen.
Die Region ist vorbereitet, wenn möglicherweise in den kommenden Tagen und Wochen Flüchtlinge aus der Ukraine in der Region ankommen. © Göbel/Pixabay

Landrat Bernd Woide und Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld wollen helfen, Opfer des Krieges in der Region unterzubringen.

Fulda. Der Krieg in der Ukraine hat dazu geführt, dass hunderttausend Menschen das Land verlassen. Zumeist Frauen und Kinder, da die Männer zur Verteidigung der Ukraine eingesetzt werden. FULDA AKTUELL hat beim Landkreis und bei der Stadt Fulda nachgefragt, wie die Region auf mögliche Flüchtlinge vorbereitet ist.

„Wir rechnen hier in der Stadt Fulda mit Flüchtlingen aus der Ukraine und sind bereits dabei, Möglichkeiten der Unterkunft zu prüfen. Wir gehen davon aus, dass die Voraussetzungen für die Aufnahme von Flüchtlingen durch Bund und Land geschaffen werden, werden wir uns aber selbstverständlich solidarisch zeigen und Menschen hier aufnehmen, die vor diesem durch nichts zu entschuldigenden Angriffskrieg fliehen müssen“, sagt Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld auf Anfrage unserer Zeitung.

„In den letzten Tagen haben mich bereits eine ganze Reihe von Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Institutionen aus unserer Stadt erreicht, die ihre Bereitschaft zu tatkräftiger Hilfe und Unterstützung erklären“, so der OB. Laut dem Stadtoberhaupt leben rund 400 Personen mit ukrainischer und 2.000 Personen mit russischer Staatsbürgerschaft „als unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger“ friedlich zusammen, noch mehr Menschen haben Wurzeln in einem dieser Länder.

„Dieses Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Nationalitäten auf der Basis unserer freiheitlichen und demokratischen Grundordnung macht unsere Gesellschaft aus. Wir sind nun alle gefordert, für Frieden, Freiheit und Demokratie in Europa und der Welt einzustehen und unsere Werte gegen Aggressoren und Autokraten zu verteidigen“, sagt Wingenfeld.

In Kontakt mit dem Innenministerium

Auch der Landkreis Fulda sei auf die Aufnahme von ukrainischen Kriegsflüchtlingen in den kommenden Wochen vorbereitet, so die Kreis-Pressestelle. Um das weitere Vorgehen und die Unterbringung zu planen, habe der Landkreis in der Verwaltung eine Arbeitsgruppe gebildet. Aktuell lasse sich noch nicht abschätzen, wann und vor allem wie viele Menschen aus der Ukraine in den Landkreis Fulda flüchten werden. „Der Landkreis steht dazu in sehr engem Kontakt mit dem Innenministerium. Prinzipiell ist die Unterbringung von Flüchtlingen kein neues Thema für den Landkreis Fulda. Es stehen Kapazitäten zur Unterbringung zur Verfügung, diese können bei Bedarf ausgebaut werden. In den vergangenen Monaten sind erneut mehr Flüchtlinge in die Region gekommen“, heißt es aus der Pressestelle. Deshalb befinde sich der Landkreis unabhängig vom Krieg in der Ukraine bereits seit längerer Zeit in der Vorbereitung, zusätzliche Unterkunftskapazitäten zu schaffen.

„Die Situation in der Ukraine ist dramatisch. Ich hätte mir niemals vorstellen können, dass es noch einmal einen Krieg in Europa geben könnte. Die aktuelle Situation ist besonders schrecklich für die Menschen in der Ukraine, die dort um ihr Leben bangen. Wir wollen Geflüchteten, die vermutlich in den kommenden Tagen und Wochen auch in den Landkreis Fulda kommen, schnell helfen“, so Landrat Bernd Woide gegenüber unserer Zeitung. „Bei all der Wut und Fassungslosigkeit der vergangenen Tage ist mir besonders wichtig, strikt zwischen dem Aggressor Putin und dem russischen Volk zu unterscheiden. Putin und sein Machtapparat sind alleine für all das Leid und den Krieg verantwortlich“, so Woide.

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