Städtischer Konzertchor Winfridia live

Mit dem Konzert „Die Psalmen und ihr Dichter“, stellt der Städtische Konzertchor wieder einmal seine Besonderheit unter Beweis.

Fulda. Mit seinem Konzert "Die Psalmen und ihr Dichter" stellt der Städtische Konzertchor Winfridia Fulda am 1.März um 19 Uhr wieder einmal seine Besonderheit als Kulturbotschafter der Region unter Beweis. Psalmkompositionen von John Rutter und Leonard Bernstein, welche ursprünglich für kirchliche Aufführungen komponiert wurden, stehen der Schauspielmusik "König David" des Schweizers Arthur Honegger gegenüber. Die drei modernen Werke verbindet die Besonderheit des Unkonventionellen:

Der Kammerchor SaltoVocale wurde vor 20 Jahren von Sängerinnen und Sängern der Winfridia gegründet und präsentiert sich heute als eines der führenden Vokalensembles Fulda. Sie werden gemeinsam mit einer großen Schlagzeugbatterie, dem Organisten Ulrich Moormann und Musikern der BrassBand Hessen das Konzert mit dem Psalm 150 von Rutter eröffnen. Dieses Stück wurde 2002 zum Goldenen Thronjubiläum von Queen Elisabeth II komponiert und durch dieses royale Ereignis auf einen Schlag weltweit bekannt.

Leonard Bernstein, der Schöpfer der West-Side-Story, verwendete eigene Entwürfe zu eben diesem Werk um 1965 mit den Chichester Psalms eine Auftragskomposition für die Kathedrale von Chichester zu gestalten. Den hebräischen Texten wird in seiner Musik trotz der inhaltlichen Konflikte eine versöhnliche, zuversichtliche Grundstimmung zueigen. Dank der Konzeption für Orgel, Harfe und Schlagzeug ist dieses Werk eines der meistgespielten des 20. Jahrhunderts – auch wenn es in Fulda bislang nur selten zu hören gewesen ist.

Das Schweizer Théàtre de Jorat besteht seit 1908 und ist einzigartig in seiner Art als Holzhaus mit über 1000 Sitzplätzen. Hier wurde auch "Le Roi David" von Arthur Honegger uraufgeführt. Aufgrund der besonderen Lage in einem Dorf mit 1100 Einwohnern, stand nur ein nach klassischen Gesichtspunkten "groteskes" Instrumentarium zur Verfügung. In einer ersten Version für konzertante Aufführungen – welche auch in Fulda erklingt - behielt Honegger diese Besetzung bei, die Winfridia bedient sich lediglich bei der Sprache der späteren symphonischen Version, sodass unter der Führung des Meininger Schauspielers Ingo Brosch eine plastisches und verständliches Hörschauspiel zu erwarten ist.

Unkonventionell ist es mit Sicherheit auch, eigens für ein Konzert eine digitale Resonatorenorgel vom Hersteller zur Verfügung gestellt zu bekommen. Kienle-Orgel aus Ditzingen lieferte solche Instrumente unter anderem bereits in Konzertsäle nach Shanghai und Tiflis und so wird nach nun fast 50 Jahren wieder eine sakrale Konzertorgel im Fuldaer Stadtsaal erklingen.

Der Städtische Konzertchor Winfridia Fulda mit seinem Chordirektor Carsten Rupp, zahlreiche Instrumentalisten von nah und fern, aber auch die Sopranistin Esther Hilsberg aus Köln und die Fuldaer Mezzosopranistin Britta Glaser sowie der Tenor Marcus Ullmann stehen dafür, dass dieser Abend aber zuallererst ein musikalisches Erlebnis sein wird.

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