Staffelübergabe bei „Point Alpha“ Sebastian Leitsch und Dr. Roman Smolorz übernehmen die Geschäftsführung

Sebastian Leitsch übernimmt ab sofort die Geschäftsführung der „Point Alpha Stiftung“, sein Stellvertreter ist der Wissenschaftliche Leiter, Dr. Roman Smolorz. Beide wurden zugleich auch zu Geschäftsführern der „Point Alpha Akademie gGmbH“ bestellt.

Rasdorf/Geisa. Den Staffelstab übergaben kürzlich Dr. Eberhard Fennel und Berthold Jost, die die Vorstandsarbeit übergangsweise im Ehrenamt übernommen hatten. Im Rahmen einer Feierstunde wurden die Verdienste von Dr. Fennel und Herrn Jost ausgiebig gewürdigt. Die neue Doppelspitze bekam ihre Ernennungsurkunden sowie die besten Wünsche für ihre verantwortungsvolle Aufgabe mit auf den Weg.

Der Stiftungsratsvorsitzende Dr. Stefan Heck, Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, ging in seiner Ansprache auf die großen Verdienste von Dr. Fennel und Jost ein. Das von beiden unter Beweis gestellte Engagement sei herausragend gewesen und war entscheidend, um die Stiftung wieder auf einen guten Weg zu bringen. Sie hätten „Point Alpha“ maßgeblich geprägt.

Die ehrenamtliche Arbeit im Vorstand hat Fennel und Herrn Jost auf Trab gehalten. Über 30 Arbeitsstunden in der Woche an den drei Standorten im Geisaer Schloss, im Haus auf der Grenze und im US-Camp waren die Regel. „Damit haben wir am Anfang ehrlich gesagt nicht gerechnet“, gibt Fennel zu, „doch je mehr Einblick wir bekommen haben, desto deutlicher kamen die Defizite zum Vorschein.“ Schnell war klar, dass bei der Stiftung bürgerlichen Rechts „mehr als kosmetische Änderungen der Satzung und der Arbeitsweise nötig sind“. Stiftung und Akademie hätten damals nicht nur gravierende Finanz- und Personalnöte, sondern auch ein Struktur- und Verwaltungsproblem.“ Doch die Sorgen schreckten beide nicht ab, im Gegenteil. Führungserfahrung hatten sie reichlich mitgebracht.

Der 72-jährige Fennel war 36 Jahre Rathaus-Chef in Hünfeld, der 71-jährige Jost leitete zusammengerechnet 27 Jahre die Verwaltungen von Rasdorf und Eiterfeld. Mit ihrer Verwaltungs-Routine, mit Verhandlungsgeschick, einem ausgeprägten Durchsetzungsvermögen und einer guten Vernetzung in die Institutionen haben sie inzwischen manche Baustelle beseitigt.

Heck und Schmitt überreichten dem ehrenamtlichen Vorstand schließlich für den vorbildlichen Einsatz eine Urkunde und ein Weinpräsent. Auch die vielen Ehrengäste bedankten sich persönlich bei Fennel und Jost.

Dazu zählten unter anderem der Bundestagsabgeordnete Michael Brand, der Leiter der „Hessischen Landeszentrale für politische Bildung“, Dr. Alexander Jehn, der Landrat des Wartburgkreises, Reinhard Krebs, der hessische Staatssekretär a.D. Dr. Walter Arnold, Geisas Bürgermeisterin Manuela Henkel, Rasdorfs Bürgermeister Jürgen Hahn, Prof. Dr. Karl Schmitt vom wissenschaftlichen Beirat, Stefan Sachs für den „Förderverein Point Alpha“, der ehemalige Thüringer Landtagsabgeordnete Dr. Hans-Peter Häfner, sowie der US-Verbindungsoffizier Major Eric Kirsch, Renate Stieber von der „German-American Cultural Association“ und Craig Bichard von der „Blackhorse Association.“

Für Fennel ist die Zwischenetappe „Point Alpha“ nun beendet. In seiner Rede ließ er seine Verbundenheit mit der „Point Alpha Stiftung“ Revue passieren. „Unser Ziel war es die Gedenkstätte zukunftsfähig zu machen“. Und dabei hätten sich Jost und er nie abstimmen müssen: „Jeder wusste, was er an welcher Stelle zu machen hatte“.

„Dort wo ein Ende ist, ist auch ein Anfang“, leitete Heck zur Ernennung der neuen Geschäftsleitung über. Der neue Geschäftsführer Sebastian Leitsch aus Petersberg steht für Kontinuität, möchte aber auch eigene Akzente setzen: „Ich möchte zusammen mit den engagierten Kolleginnen und Kollegen den eingeschlagenen Zukunftsweg weitergehen und so dazu beitragen, dass die Gedenkstätte ‚Point Alpha‘ weiterhin Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbindet.“ Der 35-Jährige bedankte sich bei seinen Vorgängern und überreichte im Namen der Stiftung Fennel zum Abschied ein Bild mit einem Motiv von „Point Alpha“.

Vor allem Qualität stehe in der Gedenkstätte „Point Alpha“ im Fokus. Seinen Teil dazu beitragen möchte Dr. Roman Smolorz, seit dem Frühjahr der Wissenschaftliche Leiter der Stiftung. Der 52-jährige, der zuvor wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu Köln und in verschiedenen Funktionen am Standort Regensburg tätig war, verfüge über die Kompetenz im Schnittbereich Erinnerungspolitik, Wissenschaft und Dokumentation.

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