Starke Aktion der Einzelhändler

Demonstration der Einzelhändler und ihrer Mitarbeiter am Samstagvormittag „Unterm Heilig Kreuz“ in Fulda.
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Demonstration der Einzelhändler und ihrer Mitarbeiter am Samstagvormittag „Unterm Heilig Kreuz“ in Fulda.

Demonstration am Samstagvormittag in der Fuldaer Innenstadt

Fulda. Unter dem Leitmotto „Unsere Geduld ist aufgebraucht“ haben Einzelhändler und ihre Mitarbeiter am Samstagvormittag in der Fuldaer Innenstadt für eine schnelle Öffnung ihrer Geschäfte, aber auch für die Realisierung der versprochenen finanziellen Unterstützung demonstriert. Iniatorin war Marlies Piechotka von „Crea Time“.

Gekommen waren auch vom Lockdown betroffene Geschäftsleute aus dem Landkreis, wie beispielsweise Markus Vogt aus Hünfeld. Dabei dominierte die Farbe Rot, denn unter anderem waren Einkaufstaschen mit roter Farbe beschriftet, auf denen verschiedene Forderungen zu lesen waren. Die Veranstaltung war beim Ordungsamt angemeldet und lief unter den Corona-bedingten Vorgaben ab.

Seit längerer Zeit schon sind viele Schaufenster mit Laken verhüllt, um so gegen den Lockdown zu protestieren. Die Aktion hat Aktuatlität durch die Ankündigung von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier erhalten, der am Donnerstag einen „Perspektivplan“ vorgestellt hatte. Mit der Situation des Einzelhandels in Fulda befasst sich auch die Titelgeschichte von „Fulda aktuell“ an diesem Wochenende. Darin sind unter anderem Statements von Betroffenen und ein Gespräch mit Edi Leib vom „City Marketing Fulda“, die am Samstag auch vor Ort war.

Piechotka hoffte darauf, dass die Einzelhändler spätestens Mitte März wieder öffnen dürfen. Es gelte, Visionen zu haben. Sie dankte der Stadt mit Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld an der Spitze für die Unterstützung. Es gehe schließlich um die „Zukunft und das Gesicht“ der Innenstadt. Auch Stefan Wehner von „CAMPO“, zugleich Vorsitzender der „IG Friedrichstraße“, betonte die Bedeutung des Dialogs mit den Verantwortlichen im Stadtschloss und das Erarbeiten von neuen Konzepten.

OB Wingenfeld dankte den Einzelhändlern und deren Mitarbeitern dafür, „dass Sie Flagge zeigen und kreative Ideen einbringen“. Er hoffe, dass das „Click Meet“-System realisiert werden könne und darauf, dass die zugesagten finanziellen Hilfen schnellstmöglich ausgezahlt würden. Geschäfte seien wichtig für eine lebendige Innenstadt. „und da geht es eben nicht ohne Handel, Gastronomie und Kultur“.

In weiteren Stellungnahmen, so auch der von Volker Elm „Kostbar/Casa-R-ella“) kamen die Freude und der Stolz über den großen Zusammenhalt zum Ausdruck. Aber auch die Enttäuschung und der Frust über das Warten auf die zugesagte finanzielle Hilfe. Appelliert wurde auch an Vermieter, kulant zu sein.

Bildergalerien sind zu finden auf unserer „Facebook“ und „Instagram“-Seite).

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