Statement zum Auftakt der Herbst-Vollversammlung der Bischofskonferenz

Die „Betroffeneninitiative im Bistum Hildesheim“ protestiert auf dem Domplatz gegen die ihrer Meinung nach schleppende Aufarbeitung des Missbrauchsskandals.
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Die „Betroffeneninitiative im Bistum Hildesheim“ protestiert auf dem Domplatz gegen die ihrer Meinung nach schleppende Aufarbeitung des Missbrauchsskandals.

Bis zum Donnerstag findet in Fulda die traditionelle Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz statt. An ihr nehmen in diesem Jahr 68 Mitglieder unter Leitung des Vorsitzenden, Bischof Dr. Georg Bätzing aus Limburg, teil. Corona-bedingt tagen die Bischöfe erneut im Stadtschloss Fulda.

Fulda. Ein Schwerpunkt der Beratungen ist der Fortgang des „Synodalen Weges“. Erneut wird im Themenfeld „Aufklärung und Aufarbeitung“ über aktuelle Fragen und Sachstände aus der Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (MHG-Studie) gesprochen. Hier kritisierte Bätzing vor der Presse die sehr lange Dauer der materiellen Anerkennung und auch das mitunter nicht transparente Verfahren, das möglicherweise auch zu einer Re-Traumatisierung führen könne.

Weiterer Schwerpunkt sind die Wahlen der Mitglieder, der Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden sowie der Beraterinnen und Berater der 14 Kommissionen der Deutschen Bischofskonferenz sowie der Unterkommissionen. Außerdem wird sich die Vollversammlung mit einer Neufassung der Leitlinien zur Jugendpastoral befassen.

An der Eröffnungssitzung der Vollversammlung am Montag nimmt der Apostolische Nuntius, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, teil. Als Gäste anderer Bischofskonferenzen werden Bischof Didier Berthet (Frankreich/Saint-Dié) sowie Erzbischof Stanisław Budzik (Polen/Lublin) anwesend sein.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr.- Georg-Bätzing aus Limburg (links), bei seinem Statement vor der Presse. Rechts Pressesprecher Matthias Kopp.

Zum Auftakt der Beratungen gab es im Dompfarrzentrum an der Hinterburg das übliche Pressestatement des Vorsitzenden, Bischof Bätzing. Dieser erörterte die Entscheidung des Papstes, die Bitte um Amtsverzicht des Hamburger Erzbischofs Dr. Stefan Heße nicht anzunehmen, was viele Menschen überrascht habe. „Das kann ich gut verstehen“, so Bätzing, der daran erinnerte, dass sich der Papst an eigenes Recht gehalten und bei Heße „keine aktive willentliche Vertuschung“ in dessen Zeit als Peronalreferent im Erzbistum Köln festgestellt habe.

Was die Vorgänge in Köln angehe, so warte man noch immer auf den Bericht der Päpstlichen Visitatoren.

Abschließend erinnerte Bätzung an die Verantwortung der Wähler, am 26. September ihre Stimme bei der Bundestagswahl abzugeben. Hier verwies er auf die gemeinsame Erklärung mit der Evangelischen Kirche Deutschlands, der EKD.

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