„Statio Fuldensis“

Wie kann man FuldasInnenstadt noch attraktiver machen? Fulda. Es muss etwas sein, an dem man kleben bleibt, wenn man die Bah

Wie kann man FuldasInnenstadt noch attraktiver machen?

Fulda. Es muss etwas sein, an dem man kleben bleibt, wenn man die Bahnhofstrae herunter gekommen ist und auf den Universittsplatz gelangt, umschreibt Rudolph Summa seine Vision: Etwas mit Licht und Ton, vielleicht auch Wasser. Auf jeden Fall kein Denkmal, wie sie im 19. Jahrhundert errichtet wurden.

Summa, Leiter der Fuldaer Winfriedschule und engagierter Brger, spricht von der Statio Fuldensis. Eine Art Denkmal, fr das Josef Hoppe, Sprecher einer hessenweit ttigen brgerschaftlichen Initiative, ein Konzept entworfen hat. Nicht fr das Bauwerk direkt, sondern eine Art Entwicklungsleitfaden von der Grundidee hin zur Verwirklichung.

Uniplatz als Erinnerungsort

Das Ziel: Auf dem zentralen Uniplatz einen deutschlandweit beachteten Erinnerungsort zu schaffen,der die Bedeutung Fuldas fr Deutschland widerspiegelt. Die geschichtliche Entwicklung hin zu einem Reich der Deutschen ist auf mehrfache Weise mit dem Namen Fulda verknpft, fhrt Hoppe aus und hebt den positiven Nebeneffekt eines solchen Ortes hervor: Das Augenmerk der ffentlichkeit wrde auf den Uniplatz gelenkt, die dortige Erlebnisqualitt erhht und die Verweildauer verlngert, was sich absatzfrdernd auf den innerstdtischen Einzelhandel auswirkt.

Den Begriff Statio haben rmische Schriftsteller fr ffentliche Pltze benutzt, die man aufsuchte, um sich unterrichten zu lassen. Statio waren aber auch Ankerpltze, an denen Schiffe ausgerstet wurden. Fr Fulda bedeutet dies, dass der Erinnerungsort seine Besucher darber unterrichten soll, auf welche Weise das vergangene Fulda zur geistlich-geistigen Ausrstung des noch im Fluss der geschichtlichen Entwicklung befindlichen Deutschlands beitrug, so Hoppe. Dies knnte die Bedeutung des Reichsklosters Fulda fr das Werden Deutschlands sein.

Dass die Initiative Erfahrung in der Aufarbeitung geschichtlicher Themen hat, das hat sie bereits anhand des in Fulda begrabenen Knig Konrad I. (wir berichteten) unter Beweis gestellt. hnlich wie bei Konrad I. msste ein Symposium von namhaften Wissenschaftlern zunchst die Bedeutung des Reichsklosters aufarbeiten, ehe es zu einer kommunalpolitischen Willensbildung und knsterlischen Auseinandersetzuung kommt. Die Rckmeldungen die ich auf das Konzept bisher bekommen habe, sind zwar noch zurckhaltend, aber durchweg positive, berichtet Josef Hoppe.(nk)

ZWISCHENRUF

Von NORMAN KRTGE

Ein Factory-Outlet-Center mit gnstiger Markenware direkt vor der Haustr: Klasse! Eine Shopping-Mall mit vielen Geschften: Super gerade im Winter! Eis schlecken, Cappuccino schlrfen und Schaufensterbummel auf dem verschnerten Uniplatz beziehungsweise in den Gassen und Straen der Altstadt: Ein Sommertraum!

So schn knnte die Konsumentenwelt sein. Ist sie aber nicht. Zwar belebt Konkurrenz sicherlich das Geschft, treibt den Einzelhndern und Gastronomen aber auch die Sorgenfalten auf die Stirn, bringt sie nicht selten in Existenznte.

Eine Art Protektionismus seitens der Stadtverwaltung ist also durchaus angebracht, wenn der innerstdtische Handel prosperieren soll. Denn es steht fest: Zwar wachsen die Einzelhandelsflchen, die Ausgaben fr den privaten Konsum aber nicht. Ein Ungleichgewicht also, das es im Rahmen der freien Marktwirtschaft auf irgend eine Art und Weise zu regulieren gilt. Patenrezpete scheint es dafr allerdings nicht zu geben. Es ist immer ein Abwgen von Vor- und Nachteilen.

Aber auch der mndige Brger ist dabei nicht aus der Verantwortung genommen. Er hat es sicherlich auch in der Hand beziehnungsweise im Geldbeutel. Muss es (immer) die Fahrt auf die grne Wiese sein mit dem Parkplatz direkt vor dem Fachmarkt, oder darf es auch mal das Schlendern durch die Innenstadt mit dem Blick auf Dom, Stadtpfarrkirche und Stadtschloss sein?

Eindrucksvoll haben jngst in Nordhessen Einzelhndler auf ihrere innerstdtische Bedeutung aufmerksam gemacht. Sie verhngten die Schaufenster ein tristes Bild vom stdtischen Leben. So kann es kommen, muss es aber nicht.

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