Ins Stauende gerast - fünf Verletzte

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Eichenzell. Das Übersehen eines Staus durch eine Urlauberfamilie führte zu einer Karambolage auf der Rhönautobahn.

Eichenzell Am Freitagnachmittag, gegen 15:20 Uhr kam es zu einem folgenschweren Verkehrsunfall auf der A 7 mit insgesamt vier schwerverletzten und einem leichtverletzten Verkehrsteilnehmer. Insgesamt entstand ein Sachschaden von etwa 100.000 Euro.

Gegen 14.30 Uhr ereignet sich ein Verkehrsunfall auf der A 7, auf der Thalaubachbrücke, im Baustellenbereich. Bedingt durch die Unfallaufnahme staute sich der Freitagnachmittagsverkehr bereits mehrere Kilometer zurück.

Gegen 15:20 Uhr war das Stauende in Höhe des Parkplatzes Steinhauk (km 573), kurz hinter dem Dreieck Fulda angekommen. Dort auflaufende Verkehrsteilnehmer betätigten zur Warnung des nachfolgenden Verkehrs den Warnblinker.

In diesem Moment befuhr eine vierköpfige, dänische Familie, mit ihrem erst einen Tag alten Ford Kuga die A7 in südlicher Richtung. Die 44 Jahre alte Frau saß am Steuer und fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf das Stauende zu. Aus Unachtsamkeit bemerkte sie nicht die langsam mit Warnblinklicht fahrenden Autos vor ihr. Ein folgenschwerer Fehler, denn sie fuhr so fast ungebremst in den Stau hinein.

In der Folge touchierte sie einen Chevrolet SUV und prallte auf zwei weitere Autos auf, bis sie in einem VW Passat verkeilt zum Stehen kam. Durch den Anprall wurden ein Mini Cooper und der Passat umher geschleudert, die wiederum einen Lkw und einen weiteren Pkw berührten. Das Trümmerfeld erstreckte sich auf über 100 Metern über die komplette Straße.

Die Streife der Autobahnpolizei Petersberg sperrte die A 7 voll, um sich zunächst erst mal ein Bild über das Ausmaß und den Unfallhergang zu machen. Sieben beteiligte Fahrzeuge, vier schwerverletzte und ein leicht verletzter Verkehrsteilnehmer waren die Folge. Fast alle beteiligten Fahrzeuge waren Totalschaden. Insgesamt entstand über 100.000 Euro Sachschaden.

Drei Rettungswagen waren im Einsatz, welche die Verletzten in umliegende Krankenhäuser brachten. Vier Abschleppwagen beseitigten die Trümmer und kehrten die Straße, so dass gegen 17:30 Uhr die Polizei die Autobahn wieder frei geben konnte. Bedingt durch das hohe Verkehrsaufkommen staute sich der Verkehr bis zur Anschlussstelle Fulda-Nord - fast 14 Kilometer - zurück.

Leider musste die Autobahnpolizei im Stau gravierende Verkehrsverstöße feststellen. Verkehrsteilnehmer drehten einfach auf der Autobahn und fuhren entgegen der Fahrtrichtung zurück, um die nächste Anschlussstelle zu erreichen. Dadurch gab es noch einen weiteren kleinen Unfall, und die Beamten ahndeten einen Verstoß mit einem Bußgeld. Bei einem weiteren fertigten sie sogar eine Strafanzeige, wegen Straßenverkehrsgefährdung.

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