Stets innovativ und zielstrebig Das „Autohaus Kunzmann“: Die Erfolgsgeschichte eines Vorreiters

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Serviceleiter Frank Kirchgäßner (links), Handelsmarketingbeauftragte Yasmin Wohlerdt (mitte) und Centerleiter Lars Busse (rechts) freuen sich auf die Zukunft.

68 Jahre voller Innovationen und Erfolg. Das Autohaus Kunzmann stellt sich vor.

Fulda - Es hatte wohl niemand erwartet, dass einmal aus einem kleinen „Mercedes Benz“-Verkaufsbüro in Fulda ein Autohaus mit einer Fläche von über 40.000 Quadratmetern werden würde. Heute ist das „Mercedes-Benz“ Autohaus in der Frankfurter Straße 125 wohl bekannt.

1949 beginnt die Erfolgsgeschichte mit einem Verkaufsbüro in der Leipziger Straße. „Fulda ist ein Oberzentrum, deshalb hatte sich die ,Daimler AG’ entschieden, hier ansässig zu werden“, erklärt Centerleiter Lars Busse. Damals glaubte keiner daran, dass der Standort in Fulda einmal so wachsen würde. Die Niederlassung, einst mit insgesamt 38 Mitarbeitern die zweitkleinste in Deutschland, ist seit 1952 selbstständig. Bereits ein Jahr später wird ein 9.000 Quadratmeter großes Grundstück gekauft. An diesem Standort entsteht 1956 die „Mercedes Benz“-Niederlassung in der Frankfurter Straße. Auf dem Gelände finden ein Verwaltungsgebäude mit Neuwagenverkauf und Ausstellungsraum Platz. Ebenso eine Reparaturwerkstatt mit 21 Pkw- und fünf Nfz-Reparaturstandplätzen.

Bis zum Jahr 1969 wächst die Niederlassung stetig, Umbaumaßnahmen und Umgestaltungen sind an der Tagesordnung. 1969 beträgt die Grundstücksgröße des Standortes rund 32.000 Quadratmeter. Sogar die Ronsbach muss für das wachsende Unternehmen verlegt werden. Zu dieser Zeit arbeiten 154 Menschen in dem Betrieb.

Nicht nur die Wagen mit dem Stern verändern sich im Wandel der Zeit. Auch der Standort entwickelt sich rasant weiter. 2007 erfolgt dann die wohl einschneidenste optische Veränderung: der Neubau des neuen „Mercedes-Benz Forums“. „Eine Operation am offenen Herzen“, berichtet Yasmin Wohlerdt, verantwortlich für das Marketing im „Autohaus Kunzmann“. Denn der Bau erfolgt bei laufendem Betrieb. Nach einem Jahr steht das neue Aushängeschild der „Mercedes Benz“-Niederlassung in Fulda. Und hat 2007 seine heutige Größe von einer Fläche von rund 40.000 Quadratmetern erhalten.

Die „Mercedes Benz“-Niederlassung im Jahr 1956.

Rund neun Jahre später erfolgt die größte Veränderung in der Geschichte des Autohauses. Das Unternehmen „Kunzmann“ übernimmt im Jahr 2016 die „Mercedes-Benz Niederlassung Fulda“.

Das 1935 von Robert Kunzmann gegründete „Autohaus Kunzmann“ wird seit 1962 von der Familie Diehm geführt. Seit 2015 ist Andreas Tetzloff neben Karl Diehm Geschäftsführer des Unternehmens. Fulda wird zum zehnten „Kunzmann“-Standort.

„Bis auf zwei Mitarbeiter sind alle mit in das Unternehmen ,Kunzmann’ übergegangen“, erinnert sich Busse. „Die beiden wollten weiter für die ,Daimler AG’ arbeiten.“

Mit dem Führungswechsel ging „Mercedes“ in Fulda neue Wege. Viele Veränderungen hielten Einzug. „Die Inhaber führen ihre Autohäuser mit viel Herzblut“, sagt Serviceleiter Frank Kirchgäßner. Seit seiner Ausbildung ist er dem Unternehmen „Kunzmann“ treu: „Das ist in unserem Betrieb keine Seltenheit.“ Die Unternehmerfamilie lege sehr viel Wert auf Mitarbeiterzufriedenheit. „Der Teamgeist ist stark. In der Übergangszeit standen uns in Fulda 50 Mitarbeiter aus anderen Häusern zur Seite, um uns bei den neuen Abläufen und Systemen zu unterstützen“, berichtet Wohlerdt begeistert. „Das Motto Hand in Hand arbeiten trifft es wahrscheinlich sehr gut“, fasst Busse den guten Teamgeist zusammen.

Mit „Kunzmann“ brach die „Mercedes Benz“-Niederlassung aus dem starren „Daimler AG“-Konzept aus. „Die Inhaber scheuen keine Investitionen und probieren auch mal neue Wege aus“, zeigt sich Busse begeistert. Allein für die neue IT-Technik wurde rund eine Million Euro investiert. „Die Inhaber haben viel Geld und Arbeit in unser Haus gesteckt“, sagt Busse. Bei „Mercedes“ arbeiten schon seit Jahren viele Familien. Auch bei „Kunzmann“ sind familiäre Arbeitskollegen keine Seltenheit. „Wir sind richtig froh, dass alles so gelaufen ist“, freut sich Wohlerdt. „Wir passen super zusammen.“

„Mein Kunzmann“

Das „Autohaus Kunzmann“ heute.

„Wir versuchen, uns für die Zukunft fit zu machen“, sagt Kirchgäßner. Eine „Digital Unit“ soll „Kunzmann“ in das digitale Zeitalter bringen, ohne den persönlichen Kontakt zum Kunden zu verlieren. Mit den „Mercedes me connect“-Fahrzeugen sind schon viele digitale Dienstleistungen wie beispielsweise staufreie Routenplanung, schnelle Hilfe bei einer Panne oder das Einparken per Remote Park-Pilot verbaut. Mit dem neuen Portal „Mein Kunzmann“ sollen Kunden künftig bequem und einfach Terminbuchungen vornehmen. „Zur Zeit können sie über ,Mein Kunzmann’ einen Termin für den Räderwechsel von Zuhause buchen“, erklärt Wohlerdt. Bald soll auch die Terminbuchung für die Haupt- und Abgasuntersuchung möglich sein. „Die Kunden geben ihre Daten in das Portal ein. So können die Kundenbetreuer sofort einsehen, um welches Auto es sich handelt, welche Serviceleistungen beziehungsweise Reparaturen am Fahrzeug erfolgt sind und vieles mehr. So muss der Kunden nicht immer wieder alle Daten erneut an uns herantragen“, erklärt Kirchgäßner.

Schritt für Schritt

Das Portal wird Schritt für Schritt erschaffen, um dem Kunden ein gutes Produkt präsentieren zu können. 24 Projekte entwickelt die „Digital Unit“ derzeit. Das Team um Christoph Hock arbeitet Hand in Hand mit Entwicklern und Experten. „Die Meinung der Mitarbeitern, die an der Front arbeiten, ist im Entwicklungsprozess extrem wichtig“, so Kirchgäßner. Und Wohlerdt fügt an: „Was bringt es uns, wenn wir in unseren Sitzungen Konzepte entwickeln, die in der Praxis nicht funktionieren?“

Bei der ganzen Digitalisierung soll jedoch der Kundenkontakt nicht leiden. „Wir versuchen, mehr Zeit und Service für den Kunden zu schaffen“, so Busse. „Der Kunde soll vollumfänglich bedient werden“, fügt Kirchgäßner hinzu. „Mein Kunzmann“ soll ebenfalls bei der Kaufentscheidung für Zubehör dienen. „Wenn in das Portal meine Fahrzeugdaten eingeben sind, sollen mir dann beispielsweise Felgen in der passende Größe vorgeschlagen werden“, erklärt Wohlerdt. Das System soll für den Kunden aussortieren und damit eine Zeitersparnis bringen.

Neues Kauferlebnis

Aber nicht nur der Kundenservice wird im „Autohaus Kunzmann“ digitalisiert. Auch der Autokauf soll zu einem neuen Erlebnis werden. 2019 sollen die vielen Fahrzeuge aus dem Forum weichen, um Platz für große Leinwände zu schaffen. „Auf den Leinwänden können wir den Kunden viel mehr Varianten eines Wagens zeigen, als mit unseren Ausstellungsstücken. Und wir können die Fahrzeuge gleich in der passenden Umgebung präsentieren“, freut sich der Centerleiter. Eine „V-Klasse“ würde beispielsweise in einem Freizeitgelände gezeigt. Die „G-Klasse“ für einen Jäger im Wald und die „A-Klasse“ in einem städtischen Umfeld. „Für den Kunden eine vollkommen neue Art der Beratung und eine Steigerung der Beratungsqualität“, so Wohlerdt. Das „Autohaus Kunzmann“ befindet sich derzeit in den Vorbereitungen für das Pilotprojekt. Neue Energien bringen neue Wege. Diesen Weg geht das „Autohaus Kunzmann“ gerne. So wird in den Ausbau der Infrastruktur für Elektromobilität investiert. In Zukunft sollen mehr E-Tankstellen auf dem Gelände des Autohauses stehen. „Wir sind dem Thema Elektromobilität gegenüber sehr aufgeschlossen und arbeiten mit örtlichen Energieanbietern zusammen“, so Busse. Mit der Elektromobilität erschließen sich neue Aufgaben für Kundenberater und Mechaniker. „Unsere Mitarbeiter werden zu diesem Thema geschult. Wie repariere ich einen Elektromotor und was muss ich dabei beachten?“, erklärt der Serviceleiter. Auch die Beratung der Kunden Zuhause ist ein Teil der neuen Aufgaben von „Kunzmann“. „Die Kunden müssen wissen, wie sie ihr Auto zu Hause aufladen können“, so Kirchgäßner. Die Elektrofahrzeuge sind bei Messen regelmäßig präsent. „Im kommenden Jahr werden wir unter der Marke ,EQ-Power’ und einer breiten Produktpalette an ,Plug-in-Hybriden’ ein umfassendes Angebot rund um die Elektromobilität anbieten können.“, so Wohlerdt. Für die Zukunft hat das „Autohaus Kunzmann“ noch vieles vor. „Wir freuen uns auf viele neue Aufgaben, die wir mit unserem Team gut lösen werden“, so Busse.

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