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Stolz auf die „besondere DNA Fuldas“

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Von: Bertram Lenz

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Dominik Höhl, der neue Leiter der Abteilung „Tourismus und Kongressmanagement“
Dominik Höhl, der neue Leiter der Abteilung „Tourismus und Kongressmanagement“ © Lenz

Das Leben hält manchmal sehr interessante Zufälle bereit: Parallel zum Gespräch, das FULDA AKTUELL am Freitagvormittag vergangener Woche mit Dominik Höhl führte, wurde in Wiesbaden bekannt, dass die Barockstadt den Zuschlag zur Organisation des „Hessentages 2026“ erhalten würde.

Fulda Dem neuen Leiter der Abteilung „Tourismus und Kongressmanagement“, seit 1. Januar im Amt, steht damit neben der „Landesgartenschau 2023“ ein weiteres Großereignis ins Haus, das er mitmanagen wird.

Der berufliche Neubeginn des 39-Jährigen erfolgte parallel zur Wiedereröffnung der zwei Jahre lang renovierten und erweiterten Tourist-Info der Stadt Fulda Mitte Februar im historischen „Palais Buttlar“. Auf insgesamt gut 700 Quadratmetern Fläche sind neben den repräsentativen Räumen im Erdgeschoss mehrere moderne Büroräume in den oberen Geschossen entstanden, die von der Abteilung „Tourismus und Kongressmanagement“ sowie vom Jugendamt der Stadt genutzt werden.

Besonders der neugestaltete Empfangsbereich mit seinem zentralen „Schaufenster“ hat es Diplom-Kaufmann Höhl angetan, der sich über das sehr repräsentative Entree sichtlich freut. „Meine 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ich fühlen uns hier sehr wohl, auch wenn wir uns noch nicht hundertprozentig eingelebt haben.“ Daher habe er auch zu Beginn die Order ausgegeben, „erstmal anzukommen und sich zu orientieren“.

Apropos neu: Höhl erachtet es selbst als Vorteil, nicht „der Fremde von außen“, sondern seit sieben Jahren im Dienste der Stadt Fulda zu sein und daher beste Kontakte zu haben. „Vertraute Gesichter“ meint er auch im Hinblick auf die Mitarbeitenden. Zuvor hatte er im Juni 2015 als „City-Manager“ die Nachfolge von Sonja Seidler angetreten und war dann im „Amt für Stadtmarketing“ tätig gewesen.

Höhl ist klar, dass er beruflich in große Fußstapfen tritt, die Elisabeth Schrimpf hinterlässt, die bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand viele Jahre lang die Leitung der Abteilung „Tourismus und Kongressmanagement“ innehatte. Zu Schrimpf habe er ein gutes Verhältnis, betont ihr Nachfolger im Amt. Sie habe in den langen Jahren sehr viel bewegt und ihm eine tolle Basis inklusive sehr guter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hinterlassen, auf der es sich aufbauen lasse. Zudem könne er jederzeit mit Fragen zu ihr kommen.

Gleichwohl sei klar, dass es Veränderungen geben müsse, „und da freue ich mich drauf und gehe ohne Angst die Herausforderungen an“. Unter anderem gelte es, den digitalen Auftritt der Stadt bezüglich Tourismus zu verstärken, „das Angebot also quasi ins 21. Jahrhundert zu transportieren“. So schwebt ihm auch vor, den Audio-Guide zur App weiter zu entwickeln mit Rundgang, Videos und Verlinkungen. „So eine App darf keine Kopie der Website sein, sondern muss einen Mehrwert bieten“. Zudem könnten damit andere (jüngere) Zielgruppen erreicht werden, zumal gerade die Nachfrage nach Erlebnisführungen sehr groß sei.

Die 70 Stadtführerinnen und Stadtführer seien gegenwärtig dabei, in Workshops weitere Vorschläge zu entwickeln: „Da ist nichts in Stein gemeißelt. Wichtig sind Qualität und Authentizität, die gelebt wird“. Gleichzeitig gelte es, die Zusammenarbeit mit anderen Stellen zu vertiefen. So zum Beispiel mit der „Hessenagentur“ des Landes, mit den Touristikverantwortlichen in der Rhön, aber auch im Vogelsberg.

„Wir dürfen nicht kleinteilig denken, sondern sollten gemeinsam diese Region vermarkten“. Wenn dies gelinge, werde auch die bisherige durchschnittliche Verweildauer von Reisenden in Fulda, die derzeit bei 1,9 Tagen liege, gesteigert werden. Höhl: „Wir müssen die geografischen Vorteile, die die ideale Lage Fuldas bietet, noch besser nutzen. Wir haben das Barockviertel, kurze Wege, aber auch perfekte Verkehrsanbindungen wie ins Rhein-Main-Gebiet und herrliche Natur um uns herum“.

Höhl spricht in diesem Zusammenhang von „unserer DNA“, die Fulda einzigartig mache. Es lohne nicht, sich mit großen Metropolen zu vergleichen, sondern auf das zu vertrauen und aufzubauen, was man habe. Der 39-Jährige freut sich in naher Zukunft auf Domplatz- und Uniplatzkonzerte, aber auch auf den „Musicalsommer“, dem wohl (Stand jetzt) nichts entgegenstehe, aber auch auf „Genusswochen“ im Schlosshof, auf Wein- und Schützenfest. Die Menschen hätten nach den beiden Coronajahren ganz erheblichen Nachholbedarf, was man auch daran sehe, dass die Buchungszahlen stiegen.

Und Höhl schwärmt abschließend vom großen Erfolg des Weihnachtsmarktes, der in vier Wochen rund 580.000 Besucher – besonders an den Wochenenden – angezogen habe und als einer der wenigen großen Weihnachtsmärkte in Deutschland stattfinden konnte. „Das war ganz großes Kino hier in Fulda. Da sind wir sehr stolz drauf“.

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