Story des Lebens

Von CHRISTOPHER GBEL Prag/Fulda/Dresden. Mit frenetischem Jubel empfingen zehntausende den US-Prsidenten Barack Obama und dessen Gat

Von CHRISTOPHER GBEL

Prag/Fulda/Dresden.Mit frenetischem Jubel empfingen zehntausende den US-Prsidenten Barack Obama und dessen Gattin Michelle in der vergangenen Woche in Prag. Obama redete vor 30.000 Menschen im Hradschin", der Prager Burg, von einer Welt ohne Atomwaffen". Er sprach davon, dass atomare Waffen keinesfalls in die Hnde von Terroristen gelangen drften, von einer geplanten, globalen Nuklear-Konferenz, und verurteilte die jngsten Raketenstarts in Nordkorea. Wir werden damit anfangen, unser Atomwaffen-Arsenal zu reduzieren", versprach der Prsident der jubelnden Menge.

Einer der Jubelnden war der Fuldaer Fotograf Klaus W. Sitzmann, der zurzeit in Dresden wirkt. Er hatte es geschafft, sich in die erste Reihe zu stellen, um auf Tuchfhlung mit dem mchtigsten Mann der Welt zu kommen. Die Aufregung wuchs an, Ste von Ellebogen links, rechts und im Rcken. Nicht von vorn", erzhlt der Fuldaer Fotograf. Es herrschte eine unertrgliche Spannung.

Dann endlich: So wie es kein Chor hinbekommt, schreien 30.000 Kehlen: Obama, Obama!", erinnert sich Sitzmann. Michelle Obama, die First Lady", ist dabei. Hand in Hand gehen sie winkend auf der Bhne ein paar Schritte. Sie verlsst die Szene - der Prsident der Vereinigten Staaten beginnt seine Rede, die schon jetzt als eine historische gilt. Er spricht etwa 35 Minuten. Dann kehrt Michelle zurck auf die Bhne. Sie winken den jubelnden Menschen zu. Danach schtteln sie, umgeben von Sicherheitsleuten, zahlreiche Hnde und wechseln einige Worte.

Ganz starker Wunsch

Inzwischen bin ich ganz ruhig, lasse die Kamera am Gurt baumeln, stecke das Mobiltelefon weg, ebenso das Diktiergert fr die Obama-Rede und spre pltzlich den ganz starken Wunsch, diese Hnde zu schtteln", erzhlt Sitzmann begeistert. Es kommt dazu. Barack Obama ergreift seine ausgestreckte Hand, fest und lange, mit ebenso langem Augenkontakt und es werden auch Worte gewechselt. Welche - ich wei es nicht mehr. Die Zeit ist um, neben mir ausgestreckte Hnde,. Die Sicherheitsleute haben zu tun."

Wie ein Blitz trifft ihn die Erinnerung an sein Obama-Krtchen". Sitzmann reit es aus der Tasche und ruft zeitgleich in den Jubel und das Getse hinein: Mr. President!" Fr den Fuldaer Fotografen unfassbar, dreht sich Obama um, sieht dessen ausgestreckte Hand mit einem Papierstreifen darin, streckt seine entgegen und nimmt es an. Der Prsident schaut kurz darauf, dann zu mir herber, lacht und ich rufe ihm in diesem Augenblick zu: See you in Dresden, Mr. President!"

"Eigentlich reicht ein derartiges Erlebnis an einem Tag. Michelle Obama, Amerikas First Lady, drckt der Dame neben mir die Hand. Dann darf ich ihre Hand fassen, stets Blickkontakt in freundliche und frhliche Augen. Was fr ein Tag - was fr ein Erlebnis! Wenn die Bilder etwas werden, denke ich so bei mir, dann ist das die Story meines Lebens", schliet Klaus W. Sitzmann seine Erzhlung.

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